Mariä Himmelfahrt Frauenriedhausen

Wie im benachbarten Veitriedhausen setzte sich auch in Frauenriedhausen die Ortsbezeichnung nach dem Kirchenpatrozinium "Mariä Himmelfahrt" im 14. Jahrhundert durch.

"Mariä Himmelfahrt" Frauenriedhausen

Die Kirche "Mariä Himmelfahrt" im kleinsten Lauinger Stadtteil Frauenriedhausen gehörte ursprünglich zur Pfarrei Wittislingen; Landesherren waren seit 1505 die Pfalz-Neuburgischen Fürsten. Als diese Mitte des 16. Jahrhunderts zum Protestantismus übertraten, während Wittislingen katholisch blieb, wurde die Pfarrei Frauenriedhausen Lauingen, 1560 dann Hausen angeschlossen. Diese kirchliche Einteilung blieb auch nach der Rekatholisierung der Pfalz-Neuburg 1616 erhalten, bevor im 19. Jahrhundert Frauenriedhausen zu einer selbständigen Pfarrkuratie erhoben wurde.

In "Mariä Himmelfahrt" wurde eine Barockisierung vorgenommen, die weitgehend das heutige Aussehen des Kirchleins prägt. 1768 malte Johann Anwander die Deckenfresken, Johann Michael Hoiß schuf die Stuckverzierungen. Die in dieser Zeit in die Kirche gebrachten barocken Altäre wurden allerdings 1866 zugunsten von neuromanischen entfernt, die ihrerseits 1954 weichen mussten. Der heutige barocke Hochaltar - er stammt aus der Zeit um 1680 - wurde 1957 in der Kirche aufgestellt.

Mit der Innenrenovierung 1999 erfolgte die Ausstattung des sakralen Raumes mit einem eigenen Volksaltar.

Die Kirche "Mariä Himmelfahrt" (eigentlich: "Aufnahme Mariens in den Himmel") stammt in ihrem Kern noch aus dem 13. Jahrhundert. Es handelte sich dabei um einen einfachen romanischen Bau, der immer wieder von Zerstörungen heimgesucht wurde: Sowohl im Dreißigjährigen Krieg wie auch im Spanischen Erbfolgekrieg wurde das Gotteshaus beschädigt.

Hochaltar in "Mariä Himmelfahrt" Frauenriedhausen
Kruzifix in "Mariä Himmelfahrt" Frauenriedhausen