Wallfahrtskirche St. Leonhard Lauingen

Die Wallfahrtskirche St. Leonhard steht in der Donauvorstadt, d.h. als einzige der Lauinger Kirchen am südlichen Donauufer. Für die Leonhardikirche besteht bis heute eine eigenständige Kirchenstiftung.

Wallfahrtskirche St. Leonhard Lauingen

Der erste Bau wurde bereits im Jahr 1480 erbaut. Während der französisch-schwedischen Besatzung 1646/50 wurde das Gotteshaus bis auf die Grundmauern abgerissen. 1664 wurde es in der heutigen Form wieder erbaut. Aus diesem Jahr stammt auch die Ölbergdarstellung über dem Eingang.

Der Kirchenraum ist freundlich, hell und in sich geschlossen. Hochaltar und Seitenaltäre (gemalt vom Lauinger Rokokomaler Johann Baptist Anwander) füllen das Raumbild im Osten, die Doppelempore gliedert die Westwand. Die Deckengemälde zeigen Darstellungen unterschiedlichster Notsituationen, denen Menschen in ihrem Leben ausgesetzt sein können. Die Gemälde sind mit Sprüchen versehen, die von tiefem Glauben und großem Gottvertrauen zeugen. 137 Votivtafeln aus der Zeit von 1671 bis 1983 beweisen die Frömmigkeit des Volkes und sein Vertrauen auf die Hilfe des hl. Leonhard.

Seit vielen Jahrhunderten besteht der Brauch des Umrittes am Leonhardifest. Im Jahr 1827 wurde der Umritt wegen „Unfirm“ verboten. 1929 führten die Lauinger Bauern den Leonhardiritt wieder ein. So findet jährlich am ersten Sonntag im November mit dem Leonhardiritt wieder diese traditionelle Reiterprozession statt.
 Die barocke Leonhardikirche ist eine der Lieblingskirchen der Lauinger. Viele bringen hier ihre Sorgen und Nöte vor Gott. Sehr beliebt ist die Leonhardikirche als Hochzeits- bzw. Taufkirche.

Innenansicht von St. Leonhard in Lauingen