Gedanken zum Ostermittwoch von Pfarrer Czech

16.04.2020 07:06

Der „Tag des Herrn“, der Tag seiner Auferstehung, wird 50 Tage lang gefeiert, bis Pfingsten.

Ein besonders schöner Hymnus, der diesen Tag besingt, lautet:

Wahrhaft, dies ist der Tag des Herrn

Wahrhaft, dies ist der Tag des Herrn,
verklärt von Gottes heil´gem Licht,
der Tag, an dem die Schuld der Welt
durch Jesu Blut wird ausgelöscht.

Verlorene lässt dieser Tag
das Licht der Hoffnung wieder sehn.
Wer ist nicht von der Angst erlöst,
wenn selbst der Schächer Gnade fand?

Er, dessen Schuld den Tod verdient´,
gab sich in Christi Hand und lebt.
Welch ein Gericht vollzieht sich hier,
welch ein Geheimnis tut sich kund!

Was könnte wunderbarer sein,
als dass aus Schuld nun Gnade wird,
dass Liebe von der Furcht befreit,
und Tod das neue Leben schenkt?

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geist zugleich
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

 

Insbesondere empfehle ich die Strophen 2 bis 4 mal zu meditieren:

  • Verlorene, die das Licht der Hoffnung sehen
  • Selbst der Schächer fand Gnade, also kann jeder zuversichtlich sein.
  • Sich selber hat der Schächer das härteste Urteil gesprochen, und sich dann in Christi Hand gegeben: Er fand die größte Gnade! („Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.“): Warum sollten wir nicht mit größtem Vertrauen beten: Gott, dein Wille geschehe?!
  • Es vollzieht sich das Gericht: Gott richtet (macht wieder richtig) das, was wir zugrunde gerichtet haben.
  • Die Liebe Jesu befreit uns von aller Furcht, der Tod Jesus bringt das Leben in den Tod hinein, so dass wir im Tod das Leben finden.
  • Was könnte wunderbarer sein als diese Osterbotschaft?!