Novene in der Bedrohung durch den Corona-Virus

23.03.2020 15:06

Wenn wir auch nicht zum gemeinsamen Gebet, zum Gottesdienst, zur Heiligen Messe in der Pfarrkirche versammeln können, so haben wir als Christen doch einen großen Schatz aus der Tradition der Kirche zum Gebet zu Hause, sei es allein oder in der Familie, wie beispielsweise den Angelus, den Rosenkranz, die Tagzeitenliturgie, die Litanei, etc. „Beliebt“ ist bei vielen Gläubigen in Notsituationen auch heute noch die Novene, ein neuntägiges Gebet in bestimmten Anliegen. Ich lade Sie ein, die untenstehende „Novene in der Bedrohung durch den Corona-Virus“ zu beten. Sie können diese zusammen mit Ihrer Familie oder auch alleine beten. Ebenfalls ist Ihnen auch freigestellt, wann Sie damit beginnen. Bei diesem Novenengebet dürfen Sie sich in Gebetsgemeinschaft mit vielen anderen Gläubigen wissen.

Gott behüte und stärke sie!

Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,

 

das Corona-Virus ist allgegenwärtig im Radio, im Fernsehen, in der Zeitung, in unseren Gesprächen und in unserem Leben. Um seine Ausbreitung zu verlangsamen und zu unterbrechen, werden immer weitere Maßnahmen ergriffen, treten Politiker, Virologen und Prominente mit eindringlichen Appellen an uns heran. Wir sind aufgerufen unser Handeln und Tun bestmöglich an die derzeitige Situation anzupassen und situationsgerecht unser Leben zu gestalten.

Als Christen suchen wir aber auch nach Hilfe und Orientierung im Glauben. Beste Richtschnur ist uns hierfür die Bibel. In Rückbesinnung auf den Wahlsonntag am 15. März, an dem wir aufgerufen waren, einen neuen Bürgermeister und einen neuen Stadtrat (Gemeinderat) zu wählen, kommt mir ein Wort in den Sinn, das beim Propheten Jeremia steht. Jeremia sagt: „Suchet das Wohl der Stadt, … und betet für sie zum HERRN.“ Das bedeutet: Die Corona-Krise macht uns Christen nicht handlungslos und auch nicht mutlos. Denn wir haben den Herrn, der uns zur Seite steht, und wir sind aufgerufen zu handeln. Wir stehen in Verantwortung für uns selbst, aber auch für unsere Mitmenschen. Jeder von uns ist dabei persönlich gefragt jeder kann etwas dazu leisten. Das Mindeste ist, uns an die Verordnungen zu halten. Viele Menschen geben uns aber auch ein darüberhinausgehendes ermutigendes Beispiel: Sie nehmen telefonisch mit einsamen, alten Menschen Kontakt auf, bieten ihnen ihre Hilfen an. Erwähnen möchte ich aber auch alle Ärzte, Schwestern, Pfleger, Mitarbeiter in den Gesundheitsämtern, Wissenschaftler, die mit Hochdruck nach Medikamenten und einem Impfstoff gegen das Corona-Virus forschen. Sie alle leisten großartige Arbeit! Ihnen gehört unser herzliches Vergelt’s Gott.

Als Christen sind wir aufgerufen, den Appell des Propheten Jeremia zu beherzigen: „Suchet das Wohl der Stadt (des Dorfes)“. Stellen wir uns in die Reihe derer, die dieses Prophetenwort zum Maßstab ihres Handelns gemacht haben. Gott lässt uns nicht allein. Er sagt uns zu: „Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt“. Gestärkt durch diese Zusage Gottes, brauchen wir als Christen wegen des Corona-Virus nicht in Panik verfallen, uns nicht der weit verbreitenden ängstlichen Hysterie anschließen, sondern wir sind vielmehr gefragt, behutsam, aber auch mutig und tapfer auf die derzeitige Situation und Herausforderung zu reagieren und zum Wohl unserer Mitmenschen zu handeln. Wir tragen Verantwortung füreinander, gerade auch für die Schwachen und Kranken. Helfen wir alle mit und tun wir das in unseren Kräften Stehende, damit die Ausbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden kann. Gelingt uns dies, so wird auch sichergestellt bleiben, dass jeder und jede Kranke behandelt und gut medizinisch versorgt werden kann. Und die Ärzte nicht darüber entscheiden müssen, wen sie noch behandeln können und wen nicht.

„Betet für sie“:

Was uns Christen besonders in dieser Zeit bleibt, ist das Gebet. Als Christen vertrauen wir auf die Kraft des Gebetes. Egal wie es uns gerade geht, wo wir gerade stehen nehmen wir Kontakt mit Gott auf, und legen unser Leben in seine Hände. Vor allem auch in schweren Zeiten stärkt uns das Gebet und trägt dazu bei, dass unsere Ängste und Sorgen uns nicht übermannen. Es ist uns Kraftquelle und Halt vor allem auch in Augenblicken, in denen sich unser Alltag abrupt ändert. Wenn es uns nicht mehr möglich ist, mit Menschen zusammenzukommen, die uns wertvoll und vertraut sind, weil wir unsere Sozialkontakte auf ein Minimum beschränken müssen oder weil sie erkrankt sind oder unter Quarantäne stehen, dann ist das Gebet füreinander und ist das liebevolle aneinander Denken sowohl ein wichtiges Zeichen unserer Verbundenheit und Solidarität untereinander, wie auch unserer Zuversicht, dass Gott uns in jeder Lebenslage zur Seite steht.

Im Gebet lassen wir Gott an unserem Leben teilhaben und legen unsere Sorgen und Nöte, aber auch unseren Dank und unsere Freude in seine Hände. Zu allen Zeiten suchten Menschen gerade in Not und Sorge bei Gott um Hilfe und erfuhren Trost, Hoffnung und Kraft.

Besonders ans Herz möchte ich uns allen legen: Beten wir für erkrankte Menschen und ihre Angehörigen, für Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, die teilweise übermenschliches leisten, deren Kraft aber auch Grenzen hat. Schließen wir aber in unser Gebet auch alle mit ein, die jetzt Angst haben, sich Sorgen machen und jene, die mit viel Energie und Eifer nach Heilungsmethoden und einen Impfstoff forschen.

Täglich feiere ich für Sie alle die Hl. Messe und nehme Ihre Anliegen und Sorgen mit in das Messopfer hinein. In der Kirche St. Michael haben wir vor dem Altar eine Klagemauer aufgebaut. Dort können sie Zettel mit ihren persönlichen Bitten oder auch leer, eingerollt einfügen. Gott kennt Ihre Bitten, auch ohne, dass Sie sie schriftlich festhalten. Nach der jüdischen Tradition ist die Klagemauer in Jerusalem der Ort, an dem die Gebete der Juden zu Gott hinaufsteigen. Möge Gott auch unsere Gebete erhören.

Die Gebetszettel werden wir dann im Osterfeuer verbrennen.

 

Wenn wir auch nicht zum gemeinsamen Gebet, zum Gottesdienst, zur Heiligen Messe in der Pfarrkirche versammeln können, so haben wir als Christen doch einen großen Schatz aus der Tradition der Kirche zum Gebet zu Hause, sei es allein oder in der Familie, wie beispielsweise den Angelus, den Rosenkranz, die Tagzeitenliturgie, die Litanei, etc. „Beliebt“ ist bei vielen Gläubigen in Notsituationen auch heute noch die Novene, ein neuntägiges Gebet in bestimmten Anliegen. Ich lade Sie ein, die untenstehende „Novene in der Bedrohung durch den Corona-Virus“ zu beten. Sie können diese zusammen mit Ihrer Familie oder auch alleine beten. Ebenfalls ist Ihnen auch freigestellt, wann Sie damit beginnen. Bei diesem Novenengebet dürfen Sie sich in Gebetsgemeinschaft mit vielen anderen Gläubigen wissen.

Gott behüte und stärke sie!

 

 

Novene in der Bedrohung durch den Corona-Virus

 

Guter Gott, wir bitten DICH:

Für alle, die am Corona-Virus erkrankt sind, für die Ärzte und das Pflegepersonal, für alle, die sich gegen die Ausbreitung engagieren, für alle, die in Quarantäne sind, für alle, die sich einsam fühlen und niemanden umarmen können, für alle, die sich Sorgen machen und Angst haben, für alle, die großen materiellen Schaden erleiden oder befürchten, für alle, die bereits verstorben sind, um Besonnenheit mitten im Sturm, um die Entwicklung eines Gegenmittels, um die Eindämmung der Krankheit, um Dankbarkeit für jeden Tag in Gesundheit, um die Einsicht, dass unser Leben Geschenk ist, dass wir alle einmal sterben müssen und nicht alles kontrollieren können, um einen festen Glauben an DICH.

Herr, DU allein bist der Ewige. Wir vertrauen DIR. Amen.

 

Täglich beten wir: 

Vater Unser - Gegrüßet seist du Maria - Ehre sei dem Vater.

Unser liebe Frau vom Rosenkranz, bitte für uns

Heiliger Michael, bitte für uns

Heiliger Martin, bitte für uns  

Heiliger Ulrich, bitte für uns 

Heilige Corona, bitte für uns (Patronin gegen Seuchen)

Heiliger Sebastian, bitte für uns (Patron gegen Seuchen)

Heiliger Karl Borromäus, bitte für uns (Patron der Kranken)

Heilige Mutter Teresa, bitte für uns

Heiliger Papst Johannes Paul II, bitte für uns

Heilige/r NN. (Lieblingsheilige/r), bitte für uns

 

Lasset uns beten: 

Allmächtiger Gott, der du die Sünden deines Volkes vergibst und alle seine Gebrechen heilst, der du uns deinen geliebten Sohn gesandt hast, dass er unsere Krankheiten trage: blicke herab auf uns, die wir unsere Zuflucht zu DIR nehmen.

Wir bitten dich in dieser Zeit der Epidemie und Not, gewähre uns deine Liebe und Güte, die du zu allen Zeiten deinem Volk gezeigt hast.

Wie du dein auserwähltes Volk vor allen Gefahren gerettet hast, so nimm auch jetzt unser Gebet und Opfer an und erhöre uns nach deiner Barmherzigkeit auf die Fürsprache der heiligen Märtyrerin Corona.

Wende diese Seuche von uns ab; lass die, die davon betroffen sind, wieder genesen; beschütze die, welche durch deine Güte bisher bewahrt geblieben sind, und lass die Plage nicht weiter um sich greifen. Amen.

 

Hilf, Maria, es ist Zeit   

 

  1. Hilf, Maria, hilf doch mir, es fleht ein armes Kind zu dir. Du bist es ja, die helfen kann, nimm Dich meiner an. 

Hilf, Maria, es ist Zeit, Mutter der Barmherzigkeit.

  1. Du bist mächtig, uns aus Nöten, und Gefahren zu erretten, denn, wo Menschenhilf gebricht, mangelt doch die deine nicht.  

Hilf, Maria, es ist Zeit, Mutter der Barmherzigkeit.

  1. Nein, du kannst das heiße Flehen Deiner Kinder nicht verschmähen. Zeige, dass du Mutter bist, wo die Not am größten ist! 

Hilf, Maria, es ist Zeit, Mutter der Barmherzigkeit.

 

In diesem Geiste: Gott befohlen