Das Sakrament der Eucharistie

Das Vermächtnis Jesu

Der „letzte Wille“ eines Menschen bedeutet den Angehörigen und Freunden sehr viel. Sie bemühen sich, ihn redlich und treu zu erfüllen. Auch die Jünger Jesu haben im Abendmahlssaal ein Vermächtnis empfangen. Und die nach ihnen kamen, erfüllen dieses Testament in einzig dastehender Treue.
Der älteste Bericht über das Vermächtnis Jesu Christi ist uns vom Apostel Paulus überliefert und steht im 1. Brief an die Gemeinde von Korinth. Dieser wurde um das Jahr 54 geschrieben und lautet so:
„Ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!“ (1 Kor 11,23-25)
Die Eucharistiefeier ist die Quelle und der Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens. In der Eucharistie gipfelt das heilige Handeln Gottes uns gegenüber und unsere Verehrung ihm gegenüber. Die Eucharistie enthält das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen Fülle: Christus selbst, unser Osterlamm.

 

Die Erstkommunion

In Deutschland können Kinder in der 3. Jahrgangsstufe das erste Mal zum Tisch des Herrn treten. Die Pfarrei feiert dieses Fest immer in der Osterzeit. Die Vorbereitung darauf geschieht im Rahmen des schulischen Religionsunterrichtes, sowie durch Erstkommuniongruppen der Pfarrgemeinde St. Michael. Die Unterstützung der elterlichen Erziehung dabei ist von großer Notwendigkeit.

Alle Kinder der 3. Jahrgangsstufe, die am katholischen Religionsunterricht teilnehmen, bekommen am Anfang des Schuljahres über den Religionslehrer eine schriftliche Einladung zur Feier der hl. Erstkommunion.

 

Tipps zur Erstkommunion

Der Tag der feierlichen Erstkommunion ist für die ganze Familie ein Festtag. Die Einstimmung darauf beginnt schon Wochen vorher:

  • Die Eltern sprechen mit ihrem Kind über die Vorbereitung der Erstkommunion im Religionsunterricht und in den Gruppenstunden.
  • Sie erzählen von ihrem eigenen Erstkommunionstag und zeigen vielleicht Bilder aus dem Fotoalbum
  • Sie überlegen mit dem Kind, welche Gäste es gerne zu diesem Fest einladen möchte (z.B. Taufpate, Großeltern, Freunde und Freundinnen), gegebenenfalls welches Lieblingsessen gekocht werden soll.
  • Sie nehmen sich bewusst Zeit für ihr Kind
  • Sie beten mit dem Kind und für das Kind

Die unmittelbare Vorbereitung fängt mit dem Vorabend an. Nach einem gemütlichen Abendessen können die Eltern, das Erstkommunionkind und die Geschwister miteinander den Tisch für das Frühstück festlich schmücken, die Kleidung für den kommenden Tag herrichten und in einem gemeinsamen Abendgebet/-Lied die Vorfreude auf den Festtag zum Ausdruck bringen.
Die innere Einstellung der Eltern zu dem Fest ist genauso wichtig wie die gute äußere Vorbereitung. Gerade an einem solchen Tag ist die Gefahr von Hektik und Betriebsamkeit sehr groß. Darum ist es gut, wenn die Familie sich wirklich Zeit nimmt für ein kleines Frühstück (die Taufkerze kann dabei am Platz des Kindes aufgestellt werden) und anschließend in Ruhe rechtzeitig zur Pfarrkirche St. Michael geht.
Beim Mittagsmahl – ob zu hause oder in einer Gaststätte – erhält die Kommunionkerze einen Ehrenplatz.
Gerade an diesem Tag bringt das gemeinsame Tischgebet die innere Verbindung zwischen dem Mahl in der Eucharistie und dem Mahl im Kreise der Familie und der Gäste zum Ausdruck.
Die Gestaltung der familiären Feier sollte nicht zu sehr von den Eltern oder Gästen beeinflusst werden. Das Erstkommunionkind darf an diesem Tag wirklich im Mittelpunkt stehen und die Spiele und Unternehmungen für diesen Tag aussuchen. Es ist schön, wenn sich die Eltern und Gäste an diesem Tag auf die Ideen des Kindes einlassen und mitspielen, singen, kleine Ausflüge machen o. ä.

Zu jedem Fest gehören auch Geschenke, auch zum Erstkommuniontag. Die Geschenke sollten jedoch einen Bezug zu diesem Fest haben, auf den materiellen Wert kommt es dabei nicht an. Ein religiöses Buch, Bild oder ein persönlich gestaltetes Fotoalbum für die Erinnerungsbilder zum Erstkommuniontag sind geeignete Geschenke. Wenn Geldgeschenke gegeben werden, ist es sinnvoll, dass das Erstkommunionkind beim Gottesdienst oder bei der Dankandacht etwas für Kinder in Not weiterschenkt. Das Kind wird das um so eher tun, wenn die Eltern selbst mit gutem Beispiel vorangehen.