Die Firmung – ein „starkes“ Sakrament

In der schwierigen, aber auch entscheidenden Lebensphase der Jugend mit vielen Herausforderungen und Ansprüchen ist die Firmung im wahrsten Sinn des Wortes ein „starkes“ Sakrament. Firmung – vom lateinischen firmare – heißt ja stärken, festigen, bekräftigen. Die Firmung will stark machen für das Leben! Gerade in dieser oft labilen Situation des Übergangs ins Erwachsenenalter.
Viel Gegenwind schlägt den Jugendlichen bei der Verwirklichung ihrer ersten Berufs- und Lebenspläne entgegen; da braucht es den Rückwind des Geistes Gottes. Der Weg in die Selbstständigkeit erfordert viel Kraft, Mut und Zuspruch.
In der Firmung werden wir als Christen, d. h. als Gesalbte und Besiegelte, erneut mit dem Geist Gottes bestärkt. Was in der Taufe an uns geschehen ist, dem stimmen wir nun bewusst zu. Die Weitergabe des Geistes Gottes begann damals an jenem Pfingstfest, als die Jünger Jesus alle versammelt waren. Heute breitet der Bischof dabei die Hände aus und ruft den Heiligen Geist auf die Firmlinge herab. Er zeichnet das kreuz auf die Stern, salbt den Firmling dabei mit Chrisam (kostbares Öl) und spricht die Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Denn der Firmling gehört zu dem Volk, von dem der erste Petrus-Brief sagt: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat“ (1 Petr 2,9). Der Firmling hat also den Auftrag, mit dem Volk Gottes zu leben und für Christus Zeugnis zu geben.

 

Firmung in St. Michael

In der Pfarrgemeinde St. Michael in Krumbach wird jedes Jahr die Firmung der katholischen Schüler und Schülerinnen der 6. Jahrgangsstufe aller Schularten gefeiert. Über die jährliche Anmeldungsfrist im Katholischen Pfarramt St. Michael informiert der Gottesdienstanzeiger und die Mittelschwäbische Zeitung. Die Vorbereitung auf das Sakrament erfolgt durch die Pfarrgemeinde: Firmlingstage, Firmlingsprojekte…
Der Firmtermin kann jedes Jahr unterschiedlich sein, da die Firmung vom Bischof oder einem Stellvertreter vorgenommen wird.

 

Firmpate / Firmpatin

Sie sind persönliche Begleiter und Helfer des Firmanden. Der Jugendliche soll deshalb den Paten / die Patin selbst auswählen. Es kann durchaus der eigene Taufpate sein, aber auch jeder andere erwachsene Christ, der selbst gefirmt ist. Dem Gefirmten ist der Pate weiterhin Helfer und Gesprächspartner. Das Patenamt kann auch von einer Gruppe wahrgenommen werden, die dann bei der Firmung selbst von einem Mitglied aus ihren Reihen vertreten wird.
Die Verantwortung als Pate / Patin endet nicht mit dem Firmtag. Gerade in den Jahren der Reifezeit kann die Verbindung mit dem Firmling von großer Bedeutung sein. Kluge, menschliche Anteilnahme an seinen Problemen und Schwierigkeiten, ein gutes Wort zur rechten Zeit werden dem Patenamt auch in der Zeit nach der Firmung einen besonderen Wert verleihen.

 

Die Gestaltung des Firmtages

Die Gestaltung des Firmtages hängt von den vorgegeben Daten (Termin, Werktag oder Sonntag, vormittags oder abends), aber auch von der Familiensituation ab. Deshalb hat jeder Firmtag seine eigene Prägung. Die folgenden Anregungen sollen bei der Gestaltung des Firmtages helfen, wobei besonders die Wünsche des Firmlings berücksichtigt werden sollen.
Sobald der Termin der Firmung feststeht, werden die Eltern mit ihrem Firmling überlegen: wer zur Firmung eingeladen werden soll, in welchem Rahmen das Fest gefeiert wird, ob zu Hause oder im Gasthaus gegessen wird. Oft laden auch die Firmpaten an diesem Tag zum Essen ein.