Das Sakrament der Krankensalbung

In der Bibel heißt es:

Ist einer von euch krank?
Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.
Jakobus 5,14-15

Die Krankensalbung hilft uns, Krankheit, Gebrechlichkeit und Sterben in Gemeinschaft mit Gott und Gottes Hilfe anzunehmen und zu bestehen. Auch junge Menschen werden krank und brauchen Stärkung und Ermutigung.
Vielen ist die Bezeichnung „letzte Ölung“ noch vertraut, zumal der Priester früher oft erst im letzten Moment gerufen wurde. Aber diese Bezeichnung ist irreführend, denn die Krankensalbung ist ein Sakrament des Lebens und nicht des Todes. Sie ist dies in zweifacher Hinsicht: als Hoffnung auf erneuertes Leben nach Gesundung und Genesung – und als Hoffnung auf neues Leben im Geheimnis des Todes. darum kann die Krankensalbung auch mehrfach gespendet werden.
Nicht nur in akuter Lebensgefahr, sondern zum Beispiel auch vor einer schweren Operation wird die Krankensalbung die Lebenshoffung stärken und das Vertrauen zu Gott festigen.

In der Pfarrei St. Michael in Krumbach wird die Krankensalbung jeden Donnerstag, während des Gottesdienstes um 18.00 Uhr in der Krankenhauskapelle angeboten. Natürlich kann der Priester auch außerhalb dieser Zeit und anderenorts gerufen werden.

 

Die Feier der Krankensakramente (Krankensalbung & -Kommunion) zu Hause

Auf einem Tisch im Zimmer des Kranken, der von ihm gut zu sehen ist, werden bereitgestellt:

  • das Kreuz als Zeichen der Erlösung
  • eine oder mehrere Kerzen als Symbol des auferstandenen Herrn, der das Licht des Lebens ist
  • Weihwasser, das an die Taufe und die Christusgemeinschaft erinnert
  • etwas Watte

Auch wenn die Krankensalbung im Krankenhaus gespendet wird, sollten die Angehörigen dabei sein und mit dem Personal die Vorbereitungen besprechen. Schon bevor der Priester kommt, wird man bei dem Kranken sein und je nach Schwere der Krankheit mit ihm sprechen und mit ihm beten.

Wenn es möglich ist, können auch Freunde oder Hausbewohner zur Teilnahme an der Feier der Krankensalbung eingeladen werden.