Franziskus-Saal

Franziskus-Saal

Am Kurpark 2a

 

Der kath. Pfarrsaal bekommt seinen Namen "Franziskus-Saal"

Anlässlich des Festgottesdienstes zum Beginn des Pfarrfestes in der kath. Pfarrgemeinde St. Peter und Paul am 23.06.2013 bekam der neue Pfarrsaal seinen Namen.
Pfarrer Netzer sagte, dass es viele Vorschläge für die Namensgebung gegeben habe. Einige wichtige Kriterien für die Namensgebung seien gewesen:
- klare Unterscheidung zwischen dem Pfarrheim und dem Pfarrsaal,
- gut aussprechbar und nicht zu lang,
- Name aus der christlichen Glaubenswelt,
- offen, nicht zu fromm,
- ein Signal für alle.
Pfarrer Netzer nannte dann Franziskus, der in einer Zeit großmächtiger Päpste den Weg der Einfachheit und Armut in der Kirche vorgelebt hätte. Der heilige Franziskus sei über all die vielen Jahrhunderte nicht vergessen worden. Auch die ökologische Bewegung könne man in gewisser Weise auf Franziskus zurückführen. Sogar der Sil-Li-Chor hätte, ohne den gewählten Namen zu kennen, als Glorialied beim Festgottesdienst einen umgewandelten Sonnengesang (nach Franziskus) gewählt. Schließlich gäbe es auch seit über 100 Jahren Dillinger Franziskanerinnen in Kalzhofen. Und natürlich hätten wir seit 100 Tagen einen Papst Franziskus, der einen neuen Stil Einfachheit in der Ausübung des Petrusdienstes eingeführt hätte und die Menschenfreundlichkeit des Hl. Franziskus persönlich verkörpern würde. Der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung hätten sich deshalb für den Namen "Franziskus-Saal" ausgesprochen.
Nach der Messe wurde dann das erste Pfarrfest im und vor dem neuen Franziskus-Saal gefeiert.

 

 

Der neue katholische Pfarrsaal – ein Ort der Begegnung

Bei strahlendem Herbstwetter durfte die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul am 25.11.12 einen besonderen Tag erleben. Um 9.00 Uhr begann der Festgottes-dienst, den der Projektchor unter der Leitung von Ursel Herz mit der Messe „Ins Neuland“ von Norbert Maria Becker musikalisch gestaltete. Pfarrer Johannes Netzer ging in seiner Predigt auf das Evangelium vom Christkönigssonntag ein, als Jesus vor Pilatus antwortete: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ Es ginge also in der Kirche immer um die Verwirklichung von Gottes- und Nächstenliebe. Unsere Pfarrkirche ist der erste Ort, an dem Gottesdienst- und Dienst am Nächsten praktiziert wird. Nun hätten wir mit unserem neuen Pfarrsaal einen zweiten Ort, an dem das Hauptgebot der Liebe praktiziert werden könne. Der Pfarrsaal sei ein Gebäude für achtsame Begegnungen, für praktisch geübte Gottes- und Nächstenliebe.

In einem Festzug zog die Gemeinde nach der Messe in großer Schar, angeführt von der Musikkapelle Oberstaufen, zum Pfarrsaal. Pfarrer Netzer verwies auf den langen Weg der Entstehungsgeschichte dieses Bauwerkes seit der Pfarrvisitation durch Weihbischof Josef Grünwald im Jahre 2001. Es hätte vieler Gespräche in Augsburg bedurft, bis am 15.4.2011 endlich die Zustimmung der Diözese zum Pfarrsaalneubau erreicht werden konnte. Pfarrer Netzer bekannte, dass er nach seiner schweren, monatelangen Erkrankung froh wäre, heute hier dabei sein zu dürfen. Danach erhielt der Pfarrsaal, der noch keinen Namen hat, außen und innen den kirchlichen Segen.

Bei den anschließenden Grußworten im Pfarrsaal, sagte der Architekt Jan Fässler etwas zur Baugeschichte und Konzeption des kirchlichen Hauses. Das Gebäude sei weit nach Norden gerückt worden, um einen großen Platz für Feste zu gewinnen. Es wurde ein Arrangement mit dem Kindergarten gestaltet, das in der optischen Verbindung eine „umarmende Geste“ darstellen solle. Die 2. Bürgermeisterin Renate Specht bestellte in ihrer Rede die Grüße von Bürgermeister Grath sowie des Marktgemeinderates und freute sich über das gut gelungene Bauwerk. Es sei die Aufgabe von Politik, Kirchen und Vereinen den Menschen soziale Räume anzubieten. Alle müssten sich zusammentun, um die Nachfrage nach gemeinsamen Orten der Begegnung zu bedienen. Der evangelische Pfarrer Frank Wagner, der selbst am 9.12.12 ein Gemeindezentrum seiner Bestimmung übergeben darf, meinte, dass trotz aller Planung immer etwas Unverfügbares bleiben würde. Und fuhr fort: „Ohne Gott und seinen Segen gehen wir in viele Sackgassen hinein.“ Dieser Segen Gottes möge in diesem Haus sichtbar werden. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Josef Weinl meinte, dass die ganze Pfarrgemeinde auf dieses Gebäude stolz sein könne. Nach Musikstücken, die von den Freidl-Buben aus Zell dargeboten wurden, ergriff Hausherr Johannes Netzer zum Abschluss das Wort. Der Bauausschuss hätte seine Aufgabe in der Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Fässler hervorragend erfüllt. Einen besonderen Dank richtete der Geistliche dabei an Kirchenpflegerin Judith Höß. Ihr wäre der Pfarrsaal wirklich ans Herz gewachsen. Mit einem Reisegutschein und einem Blumenstrauß bedankte sich Pfarrer Netzer bei der Kirchenpflegerin für das große Engagement während der Bauphase. Ebenso würdigte er den Einsatz von Roswitha Schirra im Bauausschuss mit Blumen. Abschließend sprach Pfarrer Netzer seinen Dank an die Finanzkammer der Diözese Augsburg aus, die die Hälfte der Baukosten übernommen hatte. Er dankte abschließend auch der Marktgemeinde Oberstaufen für den Zuschuss zur Innenausstattung, ebenso allen Spendern, sowie dem kath. Frauenbund für die Stiftung des Geschirrs und der eFa-Gruppe für die Tischdeko.

Beim Tag der offenen Tür am Nachmittag herrschte reges Interesse der Bevölkerung an dem neuen kirchlichen Zentrum. Zahlreiche Besucher wollten das neue Gebäude begutachten und konnten sich bei Kaffee und Kuchen unterhalten und den Darbietungen von Liedertafel und Jodlern lauschen. Insgesamt also ein echter Festtag für die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul und den ganzen Markt Oberstaufen.
Josef Hofmann, Pastoralreferent

Für den Belegungsplan (bzw. für Anfragen betreffs Miete von Räumen im Pfarrsaal) ist das Pfarrbüro, Tel. 08386/4558 zuständig.

Pfarrer Johannes Netzer segnet den neuen Pfarrsaal
Foto: Olaf Winkler

Pfarrer Netzer segnet den neuen Ort der Begegnung innen
Foto: Olaf Winkler

 

 

Blick auf Franziskus-Saal und
Kindergarten 2013

  Franziskus-Saal, nördliche Saalhälfte