Kapellen der Pfarrgemeinde St. Peter und Paul in Oberstaufen

Besuchen Sie doch die Kapellen einmal persönlich!

Der Kapellenführer "Du führst mich hinaus ins Weite", der alle 29 Kapellen und Kirchen des Marktes Oberstaufen beschreibt und jeweils einen spirituellen Impuls bietet, umfasst die acht Kapellenwege mit einer genauen Wanderanleitung.

Das Werk kann für 3,50 € bei der OTM (im Haus des Gastes), beim kath. und evang. Pfarramt sowie im Buchhandel erworben werden.

Zusätzlich gibt es kostenlos einen Flyer und eine Übersicht über die geführten Wanderungen, die alle zwei Wochen von beiden Kirchen angeboten werden.

Die Kapellenwege sind inzwischen mit dem neuen Logo markiert.

 

 

Friedhofskapelle St. Martin, Oberstaufen

 

 

Die Friedhofskapelle St. Martin in Oberstaufen ist wegen ihrer konsequenten und einheitlichen Gestaltung in der historischen Formensprache des 19. Jh. ein Gesamtkunstwerk und besitzt inzwischen Seltenheitswert. Sie ist eine bedeutende Vertreterin der großen Kapellen des 19. Jh., und noch mitsamt der bauzeitlichen Ausstattung erhalten. Wand- und Deckenflächen, Fenster, Fußboden und Alträre sind in neoromanischer und neubyzantinischer Art aufeinander abgestimmt. 1996 begann die Außeninstandsetzung, 2001 bis 2002 folgte dann die Innensanierung. Die fachgerechte und vorbildliche Gesamtinstandsetzung war gründlich borbereitet und zeigte großes Einfühlungsvermögen. Dem vorbildlichen Engagement der Pfarrgemeinde, der Katholischen Kirchenstiftung Oberstaufen und aller Ausführenden ist es zu verdanken, dass das Gesamtkunstwerk für die folgenden Generationen erhalten bleibt. Die Katholische Kirchenstiftung Oberstaufen erhielt im Jahre 2004 hierfür von Bayerns Kunstminister Thomas Goppel die Denkmalschutzmedaille.

 

 

 

Kapelle Maria Immakulata, Kalzhofen

 

 

In Kalzhofen wurde 1906 an Stelle einer urspr. Lourdesgrotte eine Kapelle erbaut, 1948 restauriert, 1957 erfolgte der Anbau einer Marienkapelle. Beachtenswert ist die sitzende Madonna aus dem 14. Jahrhundert und ein Christus im Kerker, um 1770.

 

 

 

"Kapelle in der Schlossbergklinik"

 

 

 

                       

 

 

Mit dem 01.03.2016 hat die Schloßbergklinik der Rotkreuzschwestern ihre Pforten geschlossen. Das bedeutet bedauerlicherweise auch, dass es die Kapelle in der Schloßbergklinik nicht mehr gibt. Die Kunstwerke von Sieger Köder sind in sicherer Verwahrung. Über die weitere Nutzung sowohl des Gebäudes der ehemaligen Klinik, als auch der erwähnten Kunstwerke werden derzeit immer noch Gespräche geführt. 

 

Kapelle im Caritas-Seniorenzentrum St. Elisabeth

 

 

 

 

Die Kapelle im Seniorenzentrum wurde 1983 fertiggestellt. Am 21. Juni 1983 weihte der damalige Weihbischof Rudolf Schmid den Altar. In den Altar wurden Reliquien des heiligen Papstes Pius X und Heiliger frühchristlicher Märtyrer eingeschlossen. Ein Kreuzweg aus Bronze ziert den Zugang zur Kapelle.

 

 

Kapelle St. Bartholomäus, Zell

 

 

 

 

 

 

Sie ist eine der bedeutendsten Kostbarkeiten der Umgebung und stammt in ihren Grundelementen aus dem Jahr 1440. Im Chorraum erzählen zwei Bilderzyklen an den Wänden vom Leben der Muttergottes und von den Leiden der ersten Blutzeugen. Die Fresken sind bestens erhalten und im Originalzustand aus dem 15. Jahrhundert. Der Hauptaltar von Joh. Strigel d. Ä. zeigt Maria mit dem Kinde, die hl. Barbara mit dem Kelch und den hl. Stephanus mit den Steinen. Die Seitenflügel sind bemalt und zeigen auf der ausgeklappten Seite die Heiligen Alban, Margarete, Leonhard und Bartholomäus, der auch Kirchenpatron ist. Die Seitenaltäre stammen auch aus der Werkstätte Strigel, wobei die Flügel des rechten Seitenaltars aus dem 19. Jahrhundert stammen, weil die ehemaligen Flügel fehlten.

 

 

 

Kapelle St. Rochus, Weissach

 

 

Als 1628/29 die Grafenfamilie Königsegg-Rothenfels sich vom Schloss Immenstadt auf die Burg Staufen zurückzog, um der grassierenden Pest zu entgehen, stiftete die Familie als Dank die Kapelle und errichtete um sie einen Pestfriedhof, dessen Ummauerung erhalten ist und von der Staufner Fahnensektion, ebenfalls eine gräfliche Stiftung, restauriert wurde. Die Holzfiguren an den Seitenwänden sind bemerkenswert neben der sonstigen Ausstattung der Kapelle.

 

 

 

Kapelle Maria Königin, Buchenegg

 

 

Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Marienkapelle in Buchenegg wurde 1992 restauriert. Sie war ursprünglich eine Holzkapelle. Neben einer Marienfigur vorne befinden sich an der rechten Seitenwand der hl. Konrad und der hl. Rochus auf der linken Seite der hl. Wendelin, der hl. Antonius und der hl. Sebastian.

 

 

 

Kapelle Hl. Kreuz, Hinterreute

 

 

Die Kapelle Hl. Kreuz in Hinterreute wurde Anf. 19. Jh. erbaut und 1888 erneuert und geweiht.

 

 

Kalvarienbergkapelle, Oberstaufen

 

 

 

Oberhalb des Caritas-Altenheimes steht die vorne offene Kalvarienbergkapelle aus der Zeit um 1867; sie ist durch den Kreuzweg mit der weiter unten stehenden Ölbergkapelle örtlich und thematisch verbunden. Bis 1959 beherbergte sie die gewaltige Kreuzigungsgruppe, die heute in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, Oberstaufen, steht.
Die Kalvarienbergkapelle wurde ab 2004 umfassend saniert: 2004/2005 Dachsanierung, 2007/2008 Fundament und Aussenfassade, 2013 Innenrenovierung: Wand und Decke wurden grundiert und nach historischem Vorbild, jedoch vereinfacht bemalt. Zur Dokumentation der einstigen Täferbemalung wurden Teile derselben freigelegt. Der Hintergrund der Kreuzigungsgruppe wurde neu gestaltet - die Figuren der Kreuzigungsgruppe restauriert. Bänke, Holzaltar und Eisengitter wurden ebenfalls repariert und neu bemalt. Zuletzt wurde auch der Boden, wo nötig, ausgebessert.

 

 

 

 

 

Marienkapelle, Laufenegg

 

 

Hier steht eine Marienkapelle, erbaut 1869. Im Jahre 1917 wurde die Glocke für Kriegszwecke eingezogen, die Bewohner von Willis opferten darauf das Glöcklein ihrer kleinen Kapelle den Laufeneggern.

 

 

Lourdeskapelle, Oberstaufen

 

 

In der Schlossstraße steht die 1895 vom Ehepaar Bentele gestiftete und erbauten Lourdeskapelle, in der eine Nachbildung der Marienerscheinung in der Grotte von Lourdes ist. Das Deckenbild wurde 1937 vom Kunstmaler Anton Koch gemalt.

 

 

 

Ölbergkapelle, Oberstaufen

 

 

Am Fuße des Kapfs, am "Kühlen Grund", befindet sich die Ölbergkapelle. Im Jahre 1867 wurde sie bei der Erneuerung der Kreuzwegstationen neu erbaut und ist durch den Kreuzweg mit der weiter oben liegenden Kalvarienbergkapelle verbunden. Sie zeigt den Blut schwitzenden Christus im Ölberg, wie ihm der Engel den Kelch zur Stärkung reicht.

 

 

Kapelle St. Sebastian und St. Wendelin, Saneberg

 

 

Die Kapelle wurde im 19. Jh. erbaut und 1979 von den Sanebergern in Eigenleistung erneuert. Eine neugotische Kreuzigungsgruppe und die Schutzpatrone St. Sebastian und St. Wendelin sind die Innenausstattung der Kapelle.

 

 

 

 

 

Spinnerkapelle, Oberstaufen

 

 

An der Immenstädterstraße steht am Fuße des Staufen, am "Galgenbühl", die kleine Kapelle. Sie wurde im 17. Jh. von einem Ehepaar, dem nach einem Gelöbnis der lang gehegte Kinderwunsch erfüllt wurde, erbaut. Sie ist in Privatbesitz.

 

 

 

Wegekapelle, Steinebach

 

 

Die alte, aus dem Dreißigjährigen Krieg stammende Holzkapelle mußte im letzten Jahrhundert dem Ausbau der Landstraße Oberstaufen - Aach weichen.
Der Bau der Kapelle geht auf ein uraltes Versprechen zurück, da durch die Überflutung des Angerbaches bei Hochwasser immer wieder schwere Schäden in Steinebach angerichtet wurden. In der 1879 neu erbauten gemauerten Wegekapelle befinden sich die beiden alten Ausstattungsbilder (19. Jh.).
Die neu renovierte Dreifaltigkeitskapelle wurde am Dreifaltigkeitssonntag, 31.05.15 von Pfarrer Netzer gesegnet.

 

 

 

Marienkapelle, Tronsberg

 

 

In der alten Kapelle von Tronsberg stand früher ein mittelalterliches Kunstwerk, der gotische Baldachinaltar (um 1430) mit einer Muttergottesskulptur und Flügelbildern von Johannes Strigel d. Ä. aus Memmingen. Dieser Altar befindet sich heute im Bayerischen Nationalmuseum in München. Die heutige Kapelle wurde 1893 erbaut und beherbergt eine Lourdesgrotte.

 

 

 

St. Anna, Vorderreute

 

 

Die Kapelle geht auf eine Stiftung von 1486 zurück, sie wurde 1884 neu erbaut.

 

 

Lourdeskapelle Willis

 

 

Die privateigene in Fels gehauene Lourdesgrotte geht auf ein Gelübde zurück. Während des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 hatte der damalige Anwesensbesitzer gelobt, eine Lourdesgrotte zu schaffen, wenn er glücklich aus diesem Feldzug zurückkehre, was dann zugetroffen ist und zur Erfüllung des Gelübdes führte. Das Glöcklein muss dasjenige sein, das die Gemeinde Willis im Jahre 1917 der Kapellengemeinschaft Laufenegg ausgeliehen hat, als die dortige Kapellenturmglocke der Weltkriegs-Metallsammlung ausgeliefert werden musste.

 

 

 

 

 

 

 

Bilder und Texte privat und mit freundlicher Genehmigung von Schulleiter Ludwig Keller aus dem Bildband "Kleine und grosse kulturelle Kostbarkeiten in und rund um Oberstaufen" entnommen.