Pädagogik

Kinder gestalten ihre Bildung und Entwicklung von Geburt an aktiv mit und übernehmen dabei entwicklungsangemessene Verantwortung, denn der Mensch ist auf Selbstbestimmung und Selbsttätigkeit hin angelegt. Bereits sehr kleine Kinder sind eher Aktive Mitgestalter ihres Verstehens als passive Teilhaber an Umweltereignissen und können ihre Bedürfnisse äußern. Sie wollen von sich aus lernen, ihre Neugierde und ihr Erkundungs- und Forscherdrang sind der Beweis. Sie lernen mit Begeisterung und mit bemerkenswerter Leichtigkeit und Geschwindigkeit. Ihr Lerneifer, ihr Wissendurst und ihre Lernfähigkeit sind groß. Sie haben viele intelligente Fragen und sind reich an Ideen und Einfällen. Mit zunehmendem Alter und Wissenserwerb werden sie zu „Experten“, deren Weltverständnis in Einzelbereichen dem der Erwachsenen ähnelt. In ihrem Tun und Fragestellen sind Kinder höchst kreative Erfinder, Künstler, Physiker, Mathematiker, Historiker und Philosophen. Sie wollen im Dialog mit anderen an allen Weltvorgängen teilnehmen, um ihr Weltverständnis kontinuierlich zu erweitern. Im Bildungsgeschehen nehmen Kinder eine aktive Gestalterrolle bei ihrem Lernprozessen ein, sie sind Akteure mit eigenen Gestaltungsmöglichkeiten.
Die Rolle der Pädagogen ergibt sich aus der Annahme, dass das Kind sich selbstbildend mit der Umwelt auseinandersetzt. Wir sind gefordert zu erkennen, wann, wo und auf welche Weise sich das Kind in diesem Lernprozess befindet. Greifen wir im falschen Moment ein, wird der Prozess vom Kind abgebrochen. Es würde nicht seine offenen Fragen selbsterkennend beantworten, sondern Antworten von uns übernehmen.
Eine wichtige Voraussetzung für den Selbstbildungsprozess des Kindes ist eine sichere Bindung und die soziale Balance. Wir sind vertrauensvolle Ansprechpartner für die Kinder, die sie aufmerksam in ihrem Tun begleiten.
Um dies zu erreichen, ist es uns wichtig, dass sich die Kinder wohlfühlen, dass sie ankommen können und wir gemeinsam einen Ort schaffen, der zum Wohlfühlen einlädt.