Pastoralvisitation

25.05.2019 11:30

 

„Die Visitation einer Pfarrei durch den Bischof selbst oder einem seiner Vertreter hat eine lange Tradition und ist bis heute eine wichtige Aufgabe. Unermüdlich visitierte auch schon der heilige Bischof Ulrich, der Bistumspatron, seine ausgedehnte Diözese, die bis tief ins Allgäu und nach Voralberg reichte.“ In diesem Sinne besuchte Generalvikar Harald Heinrich am Wochenende 25./26.05.2019 die Pfarreiengemeinschaft Kühbach. Es war seine letzte im Dekanat Aichach/Friedberg.

Der Generalvikar wurde am ersten Tag von Domvikar Martin Riß begleitet. Riß hat mit den Mesnern der Pfarreien die Sakristeien besichtigt.

Eine Andacht in der Großhauser Pfarrkirche St. Johannes Baptist, gemeinsam mit Pfarrer Paul Mahl, bildete den Auftakt. Anschließend hatte der Generalvikar ein straffes Programm mit der Besichtigung aller Einrichtungen der Pfarreiengemeinschaft und mit dem Treffen der verschiedenen Gremien. Im Unterbernbacher Pfarrstadl begann der Austausch mit dem Pastoralrat mit einem Bibelgespräch. Danach wurden in einem 60-minütigen Gespräch alle Facetten der Pfarreiengemeinschaft durchleuchtet und dabei einige wichtige Themen diskutiert. Anschließend wurde der Unterbernbacher Kindergarten, der im ehemaligen Pfarrhaus untergebracht ist, besichtigt. Weiter ging es ins Kühbacher Pfarrbüro zu Einzelgesprächen mit der Pfarrsekretärin Maria Golling, dem Gemeindereferenten Matthias Hartung und Pfarrer Paul Mahl. Auch die vier Kirchenpfleger Franz Baumer, Albert Krammer, Gerhard Stegmayer und Josef Zöttl hatten im Kühbacher Pfarrsaal Gelegenheit, in einem ausführlichen Gespräch ihre Punkte anzubringen und Fragen an den Visitator zu stellen.

 

 

In der Kindertagesstätte St. Magnus wurde der Generalvikar am späten Nachmittag von der Gesamtleiterin Martina Haser und den Erzieherinnen Anna Halan und Nicole Mayer erwartet. Sie führten gemeinsam mit dem Kindergartenverwalter von Trägerseite, Bernd Kerscher, durch den Krippenneubau und durch die Gruppenräume im Haupthaus. Kerscher gab Infos zum Neubau und Haser informierte ausführlich über das Offene Konzept im Haupthaus. Sie überreichte am Ende dem Vikar eine Tüte Knäckebrot, das Kinder im Bistro hergestellt haben.

 

 

Das Pfarrer-Knaus-Heim war der letzte Besichtigungsort. Heimleiter Klaus Ponkratz führte durch die Räume des Seniorenheimes mit 30 Heimplätzen. Mit der Maiandacht in der Unterbernbacher Pfarrkirche St. Martin, die von den Kommunionkindern mitgestaltet und vom Kirchenchor unter Leitung von Erika Braunmüller musikalisch umrahmt wurde, endete der erste Tag der Visitation.

Der Sonntag stand im Zeichen der Begegnung mit allen Gläubigen aus der Pfarreiengemeinschaft. In der Pfarrkirche St. Magnus zelebrierte der Generalvikar mit Pfarrer Paul Mahl den Abschlussgottesdienst. Festlich war der Einzug mit den Kühbacher Kommunionkindern, den 52 Ministranten aus der Pfarreiengemeinschaft und den Fahnenabordnungen des Frauenbundes, der KAB und des Kapellenvereins Unterbernbach. „Wo wohnt Gott“ war Thema der Predigt des Vikars. Die richtige Antwort dazu „im Himmel“ gab ein Kommunionkind. Die Frage wird auch im Vater unser beantwortet. Mit Blick auf die häusliche Seite Jesu ging Heinrich auf die Bedeutung der Heimat ein. Und er stellte Fragen in den Raum: Wie ist meine persönliche Beziehung zu Gott, die durch die Taufe begonnen hat? Wie gehe ich um mit meiner eigenen Sprachlosigkeit über den Glauben? Was kann ich weitergeben? Wollen wir Rede und Antwort stehen? Die Antwort darauf gibt die wichtigste Botschaft des Glaubens „Du gehörst dazu und wirst begleitet in dem Wissen getragen und gehalten zu werden, denn wir alle sind Kinder Gottes“.

 

 

Pfarrer Mahl dankte am Ende des Gottesdienstes dem Generalvikar für die ermutigenden Worte, dem Kirchenchor unter Leitung von Sabine Huber für die musikalische Umrahmung, dem Pastoralrat und allen die bei der Vorbereitung der Pastoralvisitation mitgewirkt haben. Auch Heinrich bedankte sich. Er sagte: Die Gespräche waren wirklich eine Ermutigung und man spürte, dass der Glaube lebendig ist. Für ihn hatte die Visitation in Kühbach einen besonderen Charakter, denn es war seine letzte im Dekanat. Im Namen des Bischofs dankte er Pfarrer Mahl für den guten seelsorgerischen Dienst in Kühbach und wünschte ihm noch viele Jahre in Kühbach. Zum Schluss sagte Heinrich noch in seinem Allgäuer Dialekt „Lassen sie nicht nach und halten sie zusammen“. 

 

Beim anschließenden Stehempfang im Pfarrheim nutzten viele Gläubige die persönliche Begegnung mit dem Generalvikar.

 

[Fotos u. Text: Helene Monzer)