Palmesel-Prozession in Kühbach

Kühbach gehört zu den wenigen Orten in Bayern, in denen heute noch am Palmsonntag der Umzug mit dem "Palmheiland" lebendig ist.

Palmprozession 2014 [Foto: Helene Monzer]

Die farbenprächtige Holzstatue, entstanden um das Jahr 1690, wurde bis etwa 1850 regelmäßig bei einer Palmprozession mitgeführt. Dann geriet dieser Brauch in Vergessenheit.
1930 entdeckte der damalige Oberlehrer Willi den verstaubten Palmesel. Der versierte Heimatkünstler restaurierte den Esel samt Christusfigur und belebte zusammen mit Pfarrer Knaus im Jahr 1932 den alten Brauch.
Heute erwarten die Gläubigen den Pfarrer mit den Ministranten und dem hölzernen Palmesel auf dem Marktplatz. Dort werden erst die Palmzweige gesegnet, die nachmittags von den Ministranten von Haus zu Haus getragen werden. Dann bewegt sich die Prozession mit den Vereinsfahnen, den Kindern, einer Musikkapelle, dem Pfarrer, dem liturgischen Dienst und dem Palmesel sowie dem ganzen Volk hinüber zur Pfarrkirche, wo ein großer Festgottesdienst stattfindet.