Pfarreiengemeinschaft Füssen

Klimawoche: Familiengottesdienst zum Abschluss

18.10.2021 10:00

Zum Abschluss der regionalen Klimawoche im Ostallgäu hat Bischof Dr. Bertram Meier in der Kirche „Zu den Acht Seligkeiten“ in Füssen am Sonntagabend einen gemeinsamen Gottesdienst mit Erzbischof Benjamin Ndiaye aus Dakar im Senegal gefeiert. Er war im Rahmen des Weltmissionsmonats Oktober als Gast von missio München zu Besuch. Beim Familiengottesdienst, der von Kindern und Jugendlichen der Pfarreiengemeinschaft vorbereitet wurde, nahmen die Bischöfe unter anderem die Klimaproblematik in den Blick.

Pfarrhelferin Brigitte Böck präsentierte Ideen zum Thema Schöpfung, die während des Familien-Gottesdienstes zusammengetragen wurden. Auf einer Leinwand wurden Bilder von Kindern und Jugendlichen gezeigt, die sie als „Influencer fürs Klima“ geschossen hatten. (Fotos: Manfred Sailer, PG Füssen).

„Christen sind weniger Klimaaktivisten, sondern Schöpfungslobbyisten: Denn unser Engagement entspringt nicht einem politischen Programm, sondern unserer Quelle in der Heiligen Schrift. Unser Engagement ist zutiefst spirituell und muss praktische Konsequenzen im Leben haben“, betonte Bischof Dr. Bertram Meier gegenüber den Gläubigen. Am Anfang der Bibel werde uns Menschen zwar bescheinigt, Krone der Schöpfung zu sein, doch gleichzeitig mache der Sündenfall deutlich, dass der Mensch Gottes Garten veruntreut hat. „Unsere Berufung liegt darin, dafür zu sorgen, dass der Garten Gottes nicht zur Müllhalde wird“, so Bischof Bertram. In Erinnerung an sein erstes Hirtenwort wies er darauf hin, dass Spiritualität immer an ein Handeln geknüpft sein müsse. Zusammen mit seinen Beratergremien habe er deshalb das ehrgeizige Ziel der Klimaneutralität des Bistums bis 2030 aufgestellt. „Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif. Es kostet etwas. Darauf müssen wir unser Handeln ausrichten.“ Als Bistum werde darum versucht, sich möglichst gut darauf einzustellen. Es gehe um nichts anderes als den Erhalt von Gottes guter Schöpfung“, sagte der Bischof.

Erzbischof Ndiaye griff in seiner Predigt das Tagesevangelium auf: „Im heutigen Markusevangelium erinnert uns Jesus, dass es im Miteinander als Christen um den Dienst gehe“, erläuterte Erzbischof Ndiaye. Jesus habe den Jüngern, die in ihrem Rangstreit zu Jesus gekommen seien und um ein Machtwort Jesus gebeten hätten, diese Worte der Orientierung mitgegeben. Leben könne nur gelingen, wenn einer dem anderen Diener sei. „Als leuchtendes Beispiel für diesen Dienst hat Papst Franziskus uns den Heiligen Josef vor Augen gestellt“, so der Erzbischof.

Neben Bischofszeremoniar Pfarrer Ulrich Müller feierten auch der Pfarrer der PG Füssen, Frank Deuring, sowie Kaplan Joshi Sebastian Valikulath und Diakon Alfred Hofmann den Gottesdienst mit. Ihren ersten Auftritt hatte der neue Jugendchor „JCsingers“ unter der Initiatorin und Leiterin der Gruppe, Sabrina Tiedtke. Mit schwungvollen Liedern zeigten sie ihr Können von der Empore der Kirche. Fehlen durfte dabei natürlich nicht das bekannte Lied „Laudato Si“. Diesen Titel hatte Papst Franziskus im Jahre 2015 über seine Umwelt- und Sozial-Enzyklika gestellt: „Laudato Si – über die Sorge um das gemeinsame Haus“.

Die Pfarreiengemeinschaft hatte sich bereits die vorausgegangenen Tage mit zahlreichen Angeboten und Veranstaltungen an der Klimawoche im Landkreis Ostallgäu beteiligt. So machten sich Kinder und Jugendliche als „Influencer des Klimas“ mit der Kamera bewaffnet auf den Weg, um Einblicke in Gottes Schöpfung zu sammeln. Die Fotos wurden im Gottesdienst auf einer großen Leinwand eingespielt. Kinder formulierten ihre Gedanken, zum Einsatz für den Erhalt von Natur und Klima und gestalteten damit zwei Schautafeln, die sie am Anfang des Gottesdienstes unter Leitung von Pfarrhelferin Brigitte Böck der Gemeinde vorstellten.

Die Klimawoche im Landkreis Ostallgäu fand im Rahmen der „Bayerischen Klimawoche“ statt. Deren Ziel ist es, das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen unserer Erde zu fördern und zum klimafreundlichen Handeln zu motivieren.