Krieg in der Ukraine

Diözesanrat appelliert an Gläubige in den Pfarreien

09.03.2022 11:31

Mit Entsetzen und Abscheu blickt die Welt auf den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands auf die Ukraine. Der Diözesanrat verurteilt alle politischen und militärischen Maßnahmen, die auf die Verletzung der Souveränität und der territorialen Integrität der Ukraine abzielen, auf das Schärfste. Es darf nicht sein, dass ein unabhängiger Staat aufgrund fragwürdiger Machtansprüche eines anderen Landes angegriffen, unterworfen und vereinnahmt wird.

Wir rufen als Christinnen und Christen und als Bürger, die sich einer freiheitlich demokratischen Grundordnung und den Werten der Europäischen Staatengemeinschaft verpflichtet fühlen, alle Verantwortlichen in Politik, Kirche und Gesellschaft dazu auf, die Friedensbemühungen zwischen der Ukraine und Russland zu unterstützen und sich für eine schnelle Beendigung aller Kriegshandlungen einzusetzen.

Unsere Sorge gilt allen Menschen in der Ukraine, die unter den fortgesetzten schweren militärischen Angriffen leiden, die großen Entbehrungen ausgesetzt sind, jeden Tag in Angst und Schrecken leben müssen, ihre Heimat verlassen haben und inzwischen millionenfach auf der Flucht sind. Ihnen gilt unser Mitgefühl und für sie tragen wir Mitverantwortung. Jeder von uns ist gefordert, sich der Not dieser Menschen, der vielen Frauen und Kinder, anzunehmen und diese nach besten Kräften zu unterstützen.

Dazu können wir in unseren Pfarreien aktiv beitragen durch das zur Verfügung stellen von Wohnraum, durch Spenden, durch bürokratische Hilfestellungen, durch unsere persönliche Zuwendung und nicht zuletzt durch unsere Gebete.

Den russischen Staat und insbesondere Präsident Putin fordern wir auf, den Angriffskrieg auf die Ukraine sofort zu beenden, humanitäre Hilfe für die ukrainische Bevölkerung zuzulassen, alle Repressionen gegen Einzelpersonen, Medien und Demonstranten – besonders auch im eigenen Land – umgehend zu unterlassen und zu einer friedlichen Koexistenz innerhalb der Weltgemeinschaft zurückzukehren.

 

Hildegard Schütz

Vorsitzende des Diözesanrates