Keine schleichende Aushöhlung "Stiller Feiertage"

21.06.2012 15:38

Helmut Mangold, der Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Augsburg, hat sich gegen Pläne ausgesprochen, das Tanzverbot an "Stillen Tagen" in Bayern zu lockern und auf 2 Uhr morgens zu verschieben. Die Festlegung auf einen solchen Zeitpunkt ist nicht nachvollziehbar zu begründen.

Es besteht die Gefahr, dass in der Art einer Salamitaktik der Feiertagsschutz schrittweise ausgehöhlt wird. "Stille Tage kann man nicht um zwei oder irgendwann um noch mehr Stunden kürzen, sie sind 24 Stunden ein stiller Tag", betont der Diözesanratsvorsitzende. Um 0 Uhr beginnt ein besonderer Tag und deshalb wird nicht weitergetanzt. Die Regelung, dass mit Beginn eines "Stillen Feiertages" auch das Tanzverbot eintritt, ist deshalb beizubehalten. Helmut Mangold erinnert daran, dass "Stille Tage" für eine Gesellschaft einen Wert bedeuten, der bewusst gemacht und geschützt werden muss.