Diözesanrat begrüßt Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts – „Was für Hessen gilt, muss auch in Bayern Anwendung finden“

Schutz des Sonntags – nach wie vor aktuell

02.12.2014 17:05

Der Vorstand des Diözesanrats der Katholiken in der Diözese Augsburg hatte sich erst im Frühjahr mit seiner Sonntagserklärung an die Abgeordneten in Land und Bund gewendet. Daher begrüßt der Vorsitzende die neuerliche Klarstellung eines Bundesgerichts, die schrittweise Aufweichung des sonntäglichen Arbeitsverbots zu stoppen. Auch eine neu entstandene Diskussion um den Ladenschluss beschäftigte das Gremium.

Der Augsburger Diözesanrat begrüßt die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, die Sonntagsarbeit stärker einzuschränken. Dieses hatte die Bedarfsverordnung des Landes Hessen, in der die Sonntagsarbeit auf weitere Branchen ausgedehnt wurde, für rechtswidrig erklärt. „Dies ist ein klares Signal für den Schutz des arbeitsfreien Sonntags. Nun kommt es darauf an, klar zwischen lebensdienlichen und anderen Tätigkeiten zu unterscheiden, wie wir das in unserer Sonntagserklärung bereits vorgeschlagen haben“ kommentiert der Vorsitzende des Augsburger Diözesanrats, Helmut Mangold die Entscheidung vom letzten Mittwoch.

 

Nun komme es darauf an, die für das Land Hessen geltende Entscheidung auch für Bayern zur Anwendung zu bringen und die Bedürfnisverordnung zu überprüfen. Der Diözesanrat fordert die bayerische Allianz für den freien Sonntag und das Landeskomitee der Katholiken dazu auf, ihren landespolitischen Einfluss geltend zu machen.

 

Allerdings droht der gemeinsamen sozialen Zeit in den Familien weiterer Ungemach: den Vorstoß der JU in Bayern, die Ladenöffnungszeiten in den Abend hinein auszuweiten, hält der Diözesanrat für problematisch. „Wir wollen uns den arbeitsfreien Sonntag nicht durch noch mehr Zeitdruck unter der Woche abhandeln lassen. Denn eine längere Ladenöffnung wäre da ja nur der erste Schritt. Deswegen lehnen wir – wie auch die breite Mehrheit der Bevölkerung – eine Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten ab.“ ergänzte der Vorsitzende das Sachausschusses Arbeitswelt, Wirtschaft, Soziales und Umwelt, Christoph Wielsch, nach der Befassung mit dem Thema im Sachausschuss. Man verweigere sich keiner Diskussion, halte die Thematisierung zum aktuellen Zeitpunkt aber für unnötig.

 

 

Helmut Mangold

Vorsitzender