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Erklärungen

Einsatz für Religionsfreiheit – Gegen Diskriminierung und Verfolgung von Christen

28.10.2017

 

SITUATION

Die Freiheit des Glaubens und der Religionsausübung ist in unserem Grundgesetz gesichert. Als Menschenrecht beansprucht die Religionsfreiheit internationale Anerkennung. In vielen Teilen der Welt ist dieses Menschenrecht keine Selbstverständlichkeit. Geradezu existenzbedrohend wirkt sich der gewalttätige Islamismus auf das Christentum im Nahen Osten aus. Aber auch andere Glaubensgemeinschaften sind von Verfolgung bedroht, wie Muslime in Myanmar und Jesiden im Nahen Osten. Die Lage verfolgter religiöser Minderheiten ist teilweise dramatisch und erfordert unseren Einsatz.

APPELL

Erklärung zur „Ehe für alle“

28.06.2017

Der Diözesanrat der Diözese Augsburg wendet sich gegen die Veränderung des Ehebegriffs durch die Einführung der sog. „Ehe für alle“. Mit Sorge sehen wir insbesondere das Aufgeben der bislang klaren Position der Unionsparteien sowie die Ausweitung des Adoptionsrechts. 

Nachdem Bundeskanzlerin und CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel erklärt hat, die Entscheidung für oder gegen die „Ehe für alle“ bei einer Abstimmung im Bundestag freizustellen, ist die kategorische Absage der Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Zivilehe durch die Unionsparteien erledigt. 

Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Augsburg erklärt dazu:

Erklärung der Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrats

Appell zur Bundestagswahl am 24. September 2017

18.03.2017

Christen sind aufgerufen, ihren Glauben nicht nur privat zu leben, sondern ihn auch öffentlich in die Diskussionen einzubringen.

Die Entwicklungen in verschiedenen Ländern, aber auch bei uns in Deutschland zeigen, dass bisherige Selbstverständlichkeiten der Werteordnung wie der Zusammenarbeit auf demokratischer Grundlage nicht mehr in jedem Fall gewährleistet sind.

Wir treten als Christen für universale Werte wie Menschenwürde, Lebensschutz, Gleichheit, Freiheit und Solidarität, Subsidiarität und soziale Gerechtigkeit, Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit, Schutz von Ehe und Familie, Friede und Bewahrung der Schöpfung sowie Anstand und Respekt im Umgang miteinander ein. Dabei gilt es auch der Verrohung der Sprache im Internet entgegenzuwirken. Unsere freiheitliche demokratische Ordnung bedarf zur Sicherung ihrer Unantastbarkeit eines eindeutigen und starken Votums der Bürger. Es bedeutet Mut, die Folgen der Freiheit in der Komplexität der modernen Gesellschaften auszuhalten und sie gegen Demagogen und Vereinfacher zu verteidigen. Der Propaganda mit Freund-Feind-Denken muss ebenso entgegengewirkt werden wie der Versuchung des Nationalismus.

Erklärung des Vorstands:

Diözesanrat fordert beherztes Engagement für die Europäische Union

16.03.2016

Mit großer Sorge verfolgt der Diözesanrat Äußerungen in den Medien über das drohende Ende der Europäischen Union und die weitgehende Gleichgültigkeit ihrer Bürger.

Mit großer Sorge nehmen wir wahr, dass nationale und teilweise auch nationalistische Kräfte in unseren Nachbarländern, aber auch bei uns erstarken und mittelbar die Politik nicht unwesentlich mitbestimmen. Eine europafeindliche Einstellung nimmt zu. Gegen Flüchtlinge tritt eine nationalistische Front auf.

Mit großer Sorge sehen wir, wie Grenzen innerhalb der Europäischen Union mit hohen Zäunen und Stacheldraht gesichert werden; Hindernisse für Flüchtlinge, aber auch für uns selbst und den europäischen Warenverkehr.

Erklärung der Vollversammlung zum Thema „Palliativmedizin und Hospiz statt Suizid“

Für ein menschenwürdiges Sterben heute

31.10.2015

Anfang November 2015 wird der Deutsche Bundestag ein Gesetz zum assistierten Suizid verabschieden. Sollte wie erwartet der organisierte bzw. kommerzialisierte assistierte Suizid verboten werden, findet dies die volle Unterstützung des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Augsburg (vgl. Erklärung des Vorstandes vom März 2015).

Sterben ist als Teil menschlichen Lebens ein Stück humaner Kultur. Vor dem Hintergrund der christlichen Prägung unseres Landes formuliert der Diözesanrat Grundsätze, die dem Einzelnen, der Gesellschaft und dem Staat helfen mögen, allen Menschen in Deutschland ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen.

Erklärung des Vorstands des Diözesanrats zum sog. „assistierten Suizid“

31.03.2015

Seit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im Januar 2014 angekündigt hat, sich für ein Verbot geschäftsmäßiger Hilfe zur Selbsttötung einzusetzen, wird in Deutschland über den Umgang mit Schwerstkranken und Sterbenden diskutiert. Im Herbst 2015 soll ein Gesetz verabschiedet werden, das den sogenannten „assistierten Suizid“ regelt.

Der „assistierte Suizid“ oder die „Beihilfe zur Selbsttötung“ bedeutet, dass ein anderer dem Sterbewilligen ein unmittelbar tödlich wirkendes Mittel zur Verfügung stellt. Der Suizidant setzt das Mittel selbst ein und ist in jeder Phase Herr des Verfahrens. Bislang ist weder der Suizidversuch noch die Beihilfe zum Suizid strafbar.


Der Vorstand des Diözesanrats erklärt:

Senioren in der Pfarrgemeinde – Kirche im demographischen Wandel

15.03.2014

Der Anteil älterer Menschen in unseren Pfarrgemeinden wird in den nächsten Jahrzehnten deutlich zunehmen. Diese demographische Entwicklung ist eine große Herausforderung. Kommunen beginnen sich darauf einzustellen. Traditionell haben die Kirchen hier ein breites soziales und seelsorgliches Angebot, aktuell aber auch ein größeres Aufgabenfeld. Heute müssen sich Seelsorger und Pfarrgemeinden auf den demographischen Wandel einstellen, soll nicht der Staat mit bezahlten Kräften alleiniger Begleiter am Lebensabend sein. Das gilt nicht nur vor Ort für die Pfarrei oder Pfarreiengemeinschaft, sondern auch für die Kirche insgesamt.

Hohe europäische Standards bei Lebensmitteln einhalten

Positionspapier „Transatlantisches Freihandels- und Investitionsabkommen“

15.01.2014

Die EU und die USA wollen die größte Freihandelszone der Welt schaffen. Die Grundlage dazu soll das „Transatlantische Freihandels- und Investitionsabkommen“ sein. Dieses ehrgeizige Vorhaben beider Partner zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, nachhaltigen Steigerung ihrer Wirtschaftskraft und vor allem zur Sicherung der alten und der Schaffung neuer Arbeitsplätze ist im Grundsatz zu begrüßen. Faire Handelsbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für eine verantwortungsvolle, verlässliche und partnerschaftliche Zusammenarbeit weltweit. So positiv dieses Ziel für die Vereinigten Staaten von Amerika und den Ländern der Europäischen Union auch ist, so dürfen darunter aber die hohen Erzeugungs- und Verbraucherstandards bei Lebensmitteln nicht leiden.

Sonntagserklärung

26.11.2013

Vom Wert des Sonntags

Der Mensch braucht Auszeiten, eine Gesellschaft braucht Pausen für ihr Funktionieren. Kontinuierliche Atemlosigkeit prägt aktuell unsere Gesellschaft – aus dem Miteinander ist ein Nebeneinander geworden. Zahlreiche neue Krankheitsbilder (Burnout, Mobbing, Depression, etc.) sind ernsthafte Anzeichen dafür, dass gesellschaftlich etwas aus den Fugen geraten ist. Daher ist es dringend geboten, das Ziel der Entschleunigung zu leben.

Der freie Sonntag schützt den Menschen. Sonn- und Feiertage sind „als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“ (Grundgesetz Art. 140) besonders geschützt. Daher kommt es wieder weit stärker darauf an, die sonntäglichen Arbeiten auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen. Tatsächlich jedoch haben wir immer wieder neue Versuche interessierter Kreise,

  • am Sonntag die Produktion laufen zu lassen,
  • am Sonntag Geschäfte zu öffnen.

Erklärung der Frühjahrsvollversammlung 2013

13.04.2013

Ausgehend von den Impulsen des Gesprächsprozesses der Deutschen Bistümer am 14./15. September 2012 in Hannover, bei dem auch Augsburger Delegierte vertreten waren, hat die Frühjahrsvollversammlung des Diözesanrates des Bistums Augsburg am 13. April 2013, über die Frage einer gelebten Diakonie in der Kirche beraten. Der Absicht entsprechend, in den einzelnen Bistümern einen „Bauplan für einen Weg der Zivilisation der Liebe“ über die Dekanate bis in die Pfarrgemeinden hinein in den Blick zu nehmen, haben sich die Augsburger Diözesanräte unter dem Motto „Dienende Kirche - den Menschen nahe sein“ mit der Not der Menschen heute beschäftigt. Der Diözesanrat stellte positiv fest, welche Bereicherung soziales Engagement für das Leben einer Pfarrgemeinde sein kann.

Rahmenkonzept zur Fortbildung und Begleitung von Räten

12.04.2013

Begleitend zur Überarbeitung der Rätesatzungen erarbeitet der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Augsburg mit dem Institut für Neuevangelisierung und Gemeindepastoral sowie mit der Abteilung Gemeindeentwicklung ein Rahmenkonzept zur Fortbildung und Begleitung von Räten im Bistum. Das Rahmenprogramm ist geeignet zur Information, Praxisbegleitung, Vertiefung, Auffrischung und Neuorientierung oder auch zur Vorbereitung für potentielle Pfarrgemeinderäte.

Aufstehen für das Leben – Eintreten für die Opfer des Waffenhandels

Erklärung des Diözesanrats für eine strenge Rüstungsexportpolitik

12.04.2013

Der Diözesanrat der Diözese Augsburg wendet sich gegen die in den letzten Jahren erheblich gestiegenen Rüstungsexporte aus Deutschland. „Nach Einschätzung des schwedischen Friedensforschungsinstituts SIPRI sind die deutschen Rüstungsexporte zwischen 2006 und 2010 um 96 Prozent gegenüber dem Zeitraum zwischen 2001 und 2005 gestiegen.“ (Rüstungsexportbericht der GKKE 2011, S. 7)
Der Diözesanrat sieht insbesondere in der Lieferung von Rüstungsgütern in politische Spannungsgebiete und an Regime, die Menschrechte grob verletzen und gewaltsam gegen Oppositionsbewegungen im eigenen Land und in Nachbarländern vorgehen, eine Störung des friedlichen Zusammenlebens der Völker und damit einen Verstoß gegen die im Grundgesetz verankerte Friedenspflicht (Art. 26,1).

Herausforderungen aus christlich-sozialethischer Sicht

Vom Ende der Arbeit und ihrer Zukunft

07.12.2011

Die Erwerbsarbeit befindet sich in einer Krise. Befristete und geringfügige Arbeitsverhältnisse oder gar Leiharbeit prägen zunehmend die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Die abhängige Beschäftigung ist im Umbruch begriffen, an ihr hängt jedoch eine Vielzahl von wesentlichen Faktoren. So gibt sie den Beschäftigten Identität, sichert den Betroffenen ein hinreichendes Auskommen und stellt die Finanzierungsbasis der Sozialversicherungssysteme dar. Gute Arbeit, die neben einem Existenz sichernden Lohn auch Mitbestimmung, soziale Absicherung und eine förderliche Arbeitsatmosphäre umfasst, nimmt ab.

Erklärung zur Verleihung des Preises Augsburger Friedensfest 2011 an S.H. Papst Shenouda III., Oberhaupt der Koptisch-Orthodoxen Kirche

26.10.2011

Mit der Verleihung des Augsburger Friedenspreises an das Oberhaupt der Koptisch-Orthodoxen Kirche, Papst Shenouda III., hat Augsburg eine sehr gute Wahl getroffen. Gerade in einer Zeit, in der die koptischen Christen in Ägypten im Zusammenhang mit den nordafrikanischen Befreiungsbewegungen und unter dem ägyptischen Übergangsrat verstärkt unter Druck geraten und verfolgt werden, ist dies ein Zeichen der Verbundenheit. Ein solches Zeichen der Solidarität trägt sicherlich zur Stärkung der Kopten bei, die vielfältigen Diskriminierungen ausgesetzt sind.

SPD verirrt sich im Fortschrittsglauben

13.01.2011

Fortschritt scheint für die SPD darin zu bestehen, die Grundlage unserer Gesellschaft, die klassische Familie, zu demontieren. In ihrem Entwurf für ein Fortschrittsprogramm, das sie bei ihrer Vorstandsklausur in Potsdam einstimmig verabschiedet hat, gibt sie der „klassischen Ein-Personen-Versorger-Ehe“ durch Abschaffung des Ehegattensplittings wirtschaftlich den Todesstoß.

Orientalische Christen in Not

30.10.2010

Im Irak sind seit 2003 durch Anschläge fast 2.000 Christen getötet worden. Unter dem Regime von Saddam Hussein waren die Christen relativ sicher und gehörten teilweise der Elite des Systems an, nun werden sie für den Niedergang des Landes verantwortlich gemacht, verfolgt und getötet. Viele der schätzungsweise 1,2 Millionen Christen haben sich unter diesen unerträglichen Umständen zur Flucht entschlossen.

Diözesanrat entschieden gegen Präimplantationsdiagnostik

14.10.2010

Mit großer Sorge hat der Diözesanrat der Katholiken in der Diözese Augsburg Berichte zur Kenntnis genommen, dass es in der FDP Pläne gibt, die Präimplantationsdiagnostik (PID), die bisher in Deutschland verboten ist, freizugeben. Die Überlegungen gehen offenbar so weit, ganz auf die Festlegung von Bedingungen zu verzichten, wann PID angewandt werden darf. Ebenso ist bekannt geworden, dass es auch in der CDU Stimmen gibt, die nicht mehr zum Verbot der PID stehen, sondern die PID in festgelegten Grenzen erlauben wollen.

SEHEN - URTEILEN - HANDELN Erklärung zur wachsenden Zahl prekärer Arbeitsverhältnisse, erarbeitet vom Sachausschuss "Arbeitswelt, Wirtschaft, Soziales und Umwelt"

"Fair statt prekär"

28.07.2010

Mit großer Sorge betrachtet der Diözesanrat die Entwicklungen in der Arbeitswelt von heute. Um den Firmen weitgehende Flexibilität zu ermöglichen, werden die Beschäftigten immer häufiger in unsichere, prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt.

Erklärung zum Stellenwert des konfessionellen Religionsunterrichts, des Ethikunterrichts und der Schulpastoral

19.07.2010

Konfessioneller Religionsunterricht
Religionsunterricht in der Schule ist legitimiert durch das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, das ihn als „ordentliches Lehrfach“ (GG Art. 7 Abs.3) im Schulwesen vorsieht. Als solches partizipiert der Religionsunterricht am Bildungsauftrag der Schule. Das Schul- und Bildungswesen ist im Wesentlichen durch die jeweiligen Landesverfassungen mit ihren Schulzielbestimmungen geregelt — hier also durch die Verfassung des Freistaates Bayern. Sie bestimmt als oberste Bildungsziele „Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor religiöser Überzeugung und vor der Würde des Menschen, Selbstbeherrschung, Verantwortungsgefühl und Verantwortungsfreudigkeit, Hilfsbereitschaft und Aufgeschlossenheit für alles Wahre, Gute und Schöne und Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt.“ (Art. 131 Abs. 2).

Tafelarbeit unterstützen und vernetzen - Teilhabe und Gerechtigkeit sichern

17.05.2010

Der Tafelarbeit in Deutschland kommt eine immer größere Bedeutung zu. Bundesweit gibt es inzwischen über 850 Tafelprojekte und -initiativen, die sich im Bundesverband der Tafeln zusammengeschlossen haben, davon allein in Bayern mehr als 150 (!).