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Satzung für die Pfarrgemeinderäte im Bistum Augsburg

Das Zweite Vatikanische Konzil versteht im Rückgriff auf die Heilige Schrift die Kirche als Volk Gottes auf dem Weg durch die Zeit, als Leib Christi und als Tempel des Heiligen Geistes. So haben alle Glieder der Kirche durch Taufe und Firmung eine gemeinsame Berufung. In gemeinsamer Verantwortung nehmen sie teil am Heilsauftrag der Kirche und erfüllen ihren Dienst am anderen Menschen (vgl. LG 33). Die Verantwortung der Gläubigen aufgrund ihrer Geistbegabung und der Leitungsdienst des Pfarrers aufgrund seiner Weihe sind aufeinander verwiesen zur gemeinsamen Sendung der Kirche (vgl. LG 12. 30).
Ein wichtiges Instrument dafür ist der Pfarrgemeinderat als das vom Diözesanbischof anerkannte Organ im Sinne des Konzilsdekretes über das Apostolat der Laien (AA 26) zur Koordinierung des Laienapostolats in der Pfarrgemeinde und zur Förderung der apostolischen Tätigkeit der Pfarrgemeinde. In sinngemäßer Anwendung des Dekrets über die Hirtenaufgabe der Bischöfe (CD 27) ist er zugleich das vom Diözesanbischof eingesetzte Organ zur Beratung pastoraler Fragen in der Pfarrgemeinde. Die geweihten Hirten wissen zu schätzen, „wie viel die Laien zum Wohl der ganzen Kirche beitragen“ (LG 30).
Pfarrgemeinderat, Pfarrer und die unter dessen Leitung wirkenden kirchlichen Mitarbeiter/innen arbeiten vertrauensvoll zusammen. „Aus diesem vertrauten Umgang zwischen Laien und Hirten kann man viel Gutes für die Kirche erwarten“ (LG 37).

 
 

Veröffentlicht in: Pastorale Laiengremien in der Diözese Augsburg – Bestimmungen auf der Ebene der Seelsorgeeinheiten, S. 17 ff.

 

Zum 1. Juli 2013 hat Bischof Dr. Konrad Zdarsa die Satzungen für die Pfarrgemeinderäte und die Wahlordnung in Kraft gesetzt.

Informieren Sie sich im folgenden Download:

 

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Mehr Flexibilität, intensivere Kandidatensuche, Stärkung des Wahlcharakters

Wahlordnung für die Pfarrgemeinderatswahlen

Die Pfarrgemeinderatswahlen 2006 waren zum ersten Mal nach einer veränderten Wahlordnung abgelaufen, die nach entsprechendem Beschluss der Vollversammlung des Diözesanrates von Bischof em. Dr. Viktor Josef Dammertz zum 30. Mai 2004 in Kraft gesetzt worden war. Inzwischen gilt die neue Wahlordnung vom 01.07.2013.

Nicht alles, aber doch einiges war neu, hat sich aber inzwischen bewährt. Wichtig ist das Bemühen, möglichst ausreichend Kandidaten zu finden. Die Pfarrgemeinderatswahl soll wirklich eine Wahl, also auch eine Auswahl sein. Anzustreben ist, dass mehr Kandidaten zur Wahl stehen, als zu wählen sind. Was bedeutet das für die amtierenden Pfarrgemeinderäte?

  1. Die Zahl der zu wählenden Pfarrgemeinderäte ist von der Satzung nicht mehr strikt festgelegt. 
  2. Kandidaten können einfacher vorgeschlagen werden. 
  3. Spätestens sechs Wochen vor der Wahl, gibt der Wahlausschuss einen vorläufigen Wahlvorschlag bekannt. 
  4. Spätestens zwei Wochen vor der Wahl gibt der Wahlausschuss den endgültigen Wahlvorschlag bekannt. 
  5. Sind mehr Kandidaten vorhanden als zu wählen, findet die Wahl wie bisher statt. Gewählt sind wie bisher die Kandidaten mit den meisten Stimmen. 
  6. In Pfarreiengemeinschaften gelten im Grundsatz keine Besonderheiten. In der Regel wird weiterhin in jeder Pfarrei ein eigener Pfarrgemeinderat gewählt.