Reflexion der Pfarrgemeinderatsarbeit

Vier Jahre Mitarbeit: Was haben wir erreicht?

Mit dem Beginn einer Arbeitsperiode sind Erwartungen, Hoffnungen und Wünsche verbunden an die eigene Arbeit, aber auch an die Arbeit der anderen Pfarrgemeinderatsmitglieder. Nach vierjähriger Mitarbeit ist es daher gut, die eigenen Beweggründe und die Situation der Pfarrei in den Blick zu nehmen, Rückschau zu halten und Perspektiven für die Zukunft zu entwerfen. Lesen Sie hierzu den Artikel von Winfried Zawidzki, Geschäftsführer Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese Bamberg, aus Gemeinde creativ März-April 2017:

 

 

Dabei sollte man zunächst die eigene Motivation reflektieren:

  • Aus welchen Gründen habe ich mich für die Arbeit im Pfarrgemeinderat zur Verfügung gestellt? 
  • Was hat die Mitarbeit für mich persönlich bedeutet? 
  • Was hat mir gefallen, was nicht? 
  • Wurden meine Erwartungen erfüllt bzw. meine Ziele verwirklicht? 
  • Was konnte ich selbst zur Verbesserung beitragen? 
  • Welche Gründe bewegen mich, auch für den neuen Pfarrgemeinderat zu kandidieren?

 

Die Arbeit des Pfarrgemeinderats orientiert sich insbesondere an den Aufgaben, die in der Satzung beschrieben sind.

  • War die Arbeit in den einzelnen Bereichen erfolgreich? 
  • Was hat die Arbeit im jeweiligen Bereich behindert? 
  • Wurde der richtige Schwerpunkt gewählt? 
  • Haben die Pfarrgemeinderatsmitglieder die Arbeit mitgetragen und tatsächlich unterstützt?
  • Ist dieser Schwerpunkt Ihrer Einschätzung nach auch noch in der neuen Arbeitsperiode notwendig? 
  • Wie war der Pfarrgemeinderat an der Gemeindeleitung beteiligt? 
  • Sind die Leitungsaufgaben für den Pfarrgemeinderat klar beschrieben? 
  • Wie war das Miteinander im pastoralen Handeln? 
  • Welche Strukturen des Miteinanders haben sich als brauchbar erwiesen? 
  • Was hat die Kommunikation behindert? 
  • Wie hat der Vorstand des Pfarrgemeinderats Leitung wahrgenommen? 
  • Waren Dauer und Häufigkeit der Sitzungen ausreichend, um über Wesentliches informiert zu sein und die Arbeit der Sachausschüsse und Projektgruppen zusammenzuführen? 
  • Waren Raum und Sitzordnung für Gespräch und Arbeit förderlich? 
  • Waren die Sitzungen gut vorbereitet, die Einladungen informativ? 
  • Haben die Protokolle Inhalte und Beschlüsse der Gespräche gut wiedergegeben? 
  • War die Öffentlichkeitsarbeit des Pfarrgemeinderats ausreichend, so dass die Pfarreimitglieder von seinem Wirken wussten und sich daran beteiligen konnten?

 

In Pfarreien, die zu einer Pfarreiengemeinschaft gehören, sollte der Pfarrgemeinderat die oben genannten Fragen auch daraufhin zu beantworten suchen, ob und in welcher Form seine Arbeit davon betroffen war bzw. ob und auf welche Weise das Bewusstsein der Zugehörigkeit zu einer Pfarreiengemeinschaft darin zum Ausdruck kam.