19:24:59
19:24:59
19:25:00

Feierliche Amtseinführung der neuen Dekane


07.12.2012

Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat gestern während eines feierlichen Gottesdienstes im Hohen Dom die neuen Dekane des Bistums Augsburg in ihr Amt eingeführt. Begonnen hatte die Zeremonie in der Marienkapelle des Doms mit dem Glaubensbekenntnis der Dekane sowie deren Treueeid. Die Dekanatsstruktur des Bistums Augsburg war zum 1. Dezember neu geordnet und die Zahl der Dekanate von 36 auf 23 verringert worden.

Dies sei "ein denkwürdiger Tag für unser Bistum", betonte Bischof Konrad während des Pontifikalamtes. Der Dekan sei beides: Vertreter des Diözesanbischofs im Dekanat, aber ebenso Vetreter der Anliegen des gesamten pastoralen Personals des Dekanats beim Bischof und beim Bischöflichen Ordinariat. Wie der Gute Hirte müsse der Dekan um das ganzheitliche Wohl seiner Brüder und Schwestern im pastoralen Dienst besorgt sein. Zugleich dankte Bischof Konrad allen Mitbrüdern, die bisher das Amt des Regionaldekans oder Dekans mit großem Einsatz wahrgenommen hätten.

Im Anschluss an den Gottesdienst erhielten die neuen Dekane und ihre Stellvertreter, die Prodekane, während eines Empfangs im Kolpingssaal die Ernennungsurkunden. "Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Euch", richtete sich dabei Generalvikar Harald Heinrich an die Dekane und Prodekane. "Danke für Eure Bereitschaft, diese wichtigen Ämter zu übernehmen!" Dass während des Empfangs auch die Vorsitzenden der Dekanatsräte und des Diözesanrats, die Domkapitulare sowie die Hauptabteilungsleiter des Ordinariats zugegen waren, wertete der Generalvikar als ein "schönes Zeichen des Miteinanders".

Eine personelle Veränderung hat sich im Laufe dieser Woche kurzfristig im Dekanat Günzburg ergeben. Es wurde aus den bisherigen Dekanaten Günzburg und Krumbach neu errichtet. Dekan Klaus Bucher, der das Amt erst seit 1. Dezember inne hatte, bat Bischof Konrad darum, seine Ernennung zum Dekan rückgängig zu machen. Aufgrund der Verschiedenheit der Dekanate und des deutlich gewordenen Misstrauens einiger Mitbrüder, das ihm zuletzt auch gesundheitlich zugesetzt habe, sehe er sich nicht in der Lage, das Amt des Dekans anzutreten.

In einem Schreiben an die Pfarrer im Dekant Günzburg, die Dekane und die Dekanatsratsvorsitzenden der bisherigen Dekanate Günzburg und Krumbach äußerte Generalvikar Heinrich gestern sein großes Bedauern über die Entscheidung von Dekan Bucher. Er sei ein außerordentlich beliebter Pfarrer und habe beim Vorschlagsverfahren zur Wahl der Dekane auf Ebene der beiden bisherigen Dekanate Krumbach und Günzburg "mit großem Abstand die meisten Stimmen" erhalten. An dieses Votum habe sich Bischof Konrad bei der Bestellung des neuen Dekans gebunden gefühlt. Dass Dekan Bucher seit kurzem einer der Sprecher der "Priester 2025" sei, habe bei der Entscheidung der Bistumsleitung in keinster Weise eine Rolle gespielt.

Als neuen Dekan für das Dekanat Günzburg hat Bischof Konrad gestern deshalb Herrn Pfarrer Martin Finkel aus Burgau ernannt und in das Amt eingeführt. Auf ihn waren beim Vorschlagsverfahren die meisten Stimmen als Prodekan entfallen. Zum neuen Prodekan wurde Pfarrer Raffael de Blasi aus Aletshausen bestellt. Generalvikar Heinrich richtete gestern an alle im Dekanat die "eindringliche Bitte, alles zu tun, was die Einheit untereinander stärkt und fördert und alles zu unterlassen, was die Einheit verletzt oder gar zu gegenseitigem Misstrauen führen würde."

Anlage:


Zur Amtseinführung finden Sie auch eine Bildergalerie und Fotos von den Dekanen und Prodekanen mit Bischof Konrad Zdarsa und Generalvikar Harald Heinrich.