Demenz hat viele Gesichter

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1. Das Bild, das bei vielen Menschen auftaucht, wenn sie „Demenz“ hören, ist das eines ängstlichen, verwirrten Erkrankten, der hilflos auf seinem Stuhl sitzt, nichts mehr redet, dem das Essen eingegeben werden muss und der so seine Tage verbringt. Doch dieses Bild beschreibt nur die letzte Phase einer Demenzerkrankung. Bis dahin können viele Jahre vergehen, die - je nach Erkrankungsart - auch noch mit viel Leben und Lebensfreude erfüllt sein können.

Doch viele Erkrankte - und in der Folge oft auch die Angehörigen – ziehen sich mehr und mehr zurück und trauen sich nicht mehr zu, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Demenz ist eine Krankheit, die mit sehr viel Scham behaftet ist. Ein Angehöriger erzählt: „Wenn meine Frau Krebs hätte, dann wäre dies für die Verwandtschaft und für die Freunde kein so großes Problem wie ihre Demenzerkrankung. Über Krebs kann man reden – über Demenz nicht.“ Die Krankheit aus der Tabuzone herauszuholen, ihre verschiedenen Gesichter aufzuzeigen, dazu gibt es viele Initiativen: 

www.deutsche-alzheimer.de

www.demenz-support.de

www.wegweiser-demenz.de 

2. Demenz stellt für Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen eine weitere Herausforderung dar. Hier erhalten sie Unterstützung:

Demenz-Servicezentrum für Menschen mit Hörschädigung

Es unterstützt gehörlose und hörbehinderte Menschen mit Demenz, ihre Angehörigenund alle, die Fragen zum Thema Hörbehinderung im Kontext Demenz und Pflege haben.

http://www.martineum-essen.de/projekte/demenz-servicezentrum-dsz-.html

 

Demenz – Erklärungen in Deutscher Gebärdensprache

http://gesundheit.gehoerlosen-bund.de/demenz