Vaterzeit ermöglichen!

06.05.2021 09:22

-

Zwei Wochen „Vaterzeit“ fordert das Kolpingwerk in einer jüngst veröffentlichten Erklärung.

(link dazu:   https://www.kolping.de/presse-medien/news/erklaerungen/pressemitteilung-details/news/vaterzeit-ermoeglichen/   )           

(Werdende) Väter und gleichgestellte zweite Elternteile sollen in den Tagen um die Geburt ihres Kindes bezahlte Vaterzeit erhalten, um in dieser Übergangszeit zur Elternschaft Zeit zu bekommen für die Stärkung der Beziehung und das Einüben in die neuen Aufgaben.

Damit unterstützt das Kolpingwerk auch die EU–Richtlinien zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für Eltern und pflegende Angehörige, die von den EU-Mitgliedsstaaten bis 2022 umgesetzt werden müssen.

Als Männerseelsorger, die selber Väter sind, freuen wir uns sehr über diesen Vorstoß des Kolpingwerks! Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass für Eltern in dieser Phase jedwede Unterstützung hilfreich ist.  Und wir erleben auch, dass  von den jungen Vätern heute großes Engagement in der Familienarbeit und Kinderbetreuung erwartet wird. Die weitaus meisten Väter sind dazu bereit, ihre Partnerin im Beruf zu unterstützen, sich nachts ums Baby zu kümmern, Homeschooling zu begleiten, kranke Kinder zu betreuen und im Haushalt zu arbeiten.

Auch wenn das vielen heute selbstverständlich scheinen mag – und in gewisser Weise „natürlich“ auch so ist – kann doch mit der geforderten „Vaterzeit“ ein gesellschaftliches Ausrufezeichen gesetzt werden, dass die veränderte Rollen– und Aufgabenverteilung auch wahrgenommen und wertgeschätzt wird!

 

Franz Snehotta