Vorsitzende warnt vor „ethischer Steinzeit“

CDL und Familienbund: Mehr Einsatz für das Lebensrecht

03.05.2018 15:34

Zu einem verstärkten Einsatz für den Schutz der Menschenwürde hat die Landesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) in Bayern, Christiane Lambrecht, aufgerufen. Deutschland sei dabei, sich „mit Lichtgeschwindigkeit in eine eugenische Gesellschaft zu verwandeln“, warnte Lambrecht. Auf Einladung des Familienbundes im Bistum Augsburg sprach die bayerische CDL-Vorsitzende über aktuelle Herausforderungen durch die Fortpflanzungsmedizin.

Christiane Lambrecht, Landesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben in Bayern (Foto: Martin Wind)

Bislang sei in Deutschland der Mensch am Anfang seiner Entwicklung durch das Embryonenschutzgesetz vor einer Verzweckung und Tötung geschützt. Doch einige Reproduktionsmediziner, Wissenschaftler und Juristen wollten dieses „weltbeste Embryonenschutzgesetz“ kippen, um zum Beispiel auch in Deutschland Leihmutterschaft und Eizellenspende zu erlauben. Durch diese Techniken und die damit einhergehende Diagnostik werde der menschliche Embryo zu einem Objekt erniedrigt und seines unveräußerlichen Lebensrechts beraubt, warnte Lambrecht: „Wer das Lebensrecht und die Würde aller Menschen nicht anerkennt, lebt in einer ‚ethischen Steinzeit‘! Denn alleine mit dem normalen Menschenverstand kann jeder erkennen, dass man niemanden das Recht zu Leben absprechen kann. Die Wissenschaft ist sich weltweit einig, dass jeder Mensch als Embryo beginnt, mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Deswegen muss auch künftig jeder Embryo geschützt werden!“

„Ist der Mensch nur dann ein Mensch, wenn er irgendwelche Kriterien erfüllt?“, fragte Lambrecht mit Blick auf die inzwischen gängige Praxis der Präimplantationsdiagnostik, durch welche vorgeburtliche Selektion hoffähig gemacht werde. Zudem bedeute Leihmutterschaft nichts anderes als „moderne Sklaverei“, sagte die CDL-Landesvorsitzende. Eindringlich rief sie dazu auf, dabei mitzuhelfen, dass das Embryonenschutzgesetz erhalten bleibt.