Der Familienbund in Bayern fordert

Familienarbeit muss entlohnt werden

18.05.2016 16:42

München – Auch die aktuelle Rentendebatte wird wieder verkürzt geführt, weil die von den Eltern erbrachten Sachleistungen nicht berücksichtigt werden.

Einmal mehr zeigt sich, dass Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts bestenfalls zur Kenntnis, aber nicht ernst genommen werden. Schon 2001 hat unser oberstes Gericht festgestellt, dass die Erziehung der Kinder für solidarisch strukturierte Umlagesysteme „konstitutiv“ ist. Somit gilt, dass das Rentensystem sowohl auf den monetären als auch auf den von den Eltern erbrachten Sachleistungen beruht. Die Zukunft der Rente liegt in der nachwachsenden Generation – und in deren Eltern.

 

Die Vorsitzende des Verbandes, Gerlinde Martin, stellt dazu fest: „Die aktuelle Debatte um die Rente nimmt darauf einmal mehr keine Rücksicht. Wer jedoch der drohenden Altersarmut vorbeugen will, kommt nicht darum herum, auch die Erziehungsleistung der Eltern als zu honorierende Arbeit zu definieren. Nur ein steuer- und sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt erlaubt es den Eltern, vor allem den Müttern, mit ihrer erzieherischen, in ihrer Bedeutung für unseren Wohlstand sträflich unterschätzten Arbeit auch für ihre eigene Alterssicherung vorzusorgen.“