Familienbund: Katholische Lehre zu Ehe, Familie und Sexualität ist tragfähig

Kritik an ZdK-Erklärung

18.05.2015 17:34

Der Familienbund der Katholiken im Bistum Augsburg bekennt sich uneingeschränkt zur Lehre der Kirche über Ehe und Familie und wirbt für einen vorurteilsfreien Umgang mit den Dokumenten des kirchlichen Lehramts. Die katholische Ehe- und Sexualmoral ist geprägt von einer ganzheitlichen Sicht des Menschen und hat sich als tragfähige Brücke zu einem erfüllten Leben als Paar sowie als DAS Erfolgsmodell für gelingendes Familienleben und eine gute Erziehung der Kinder zu selbstbewussten und bindungsfähigen Menschen bewährt.

Auch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland privilegiert Ehe und Familie aus gutem Grund und stellt sie unter seinen besonderen Schutz. Die katholische Kirche darf und muss die sakramentale Ehe nicht nur als »Wert« sehen, sondern als die von Gott geoffenbarte Form der Partnerschaft von einem Mann und einer Frau auch in der Weise »privilegieren«, dass sie nur dieser Form der Partnerschaft ihren Segen gibt. Dies ist keine Benachteiligung von Menschen, die anders leben wollen, und steht nicht in Widerspruch zu der Pflicht eines jeden Christen, jeden Menschen als Person mit Würde, Freiheit und Gewissen zu achten.

Pavel Jerabek, Diözesanvorsitzender des Familienbundes, erklärt: Die Forderung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken nach einer »Weiterentwicklung von liturgischen Formen, insbesondere Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und neuer Partnerschaften Geschiedener« lehnt der Familienbund der Katholiken im Bistum Augsburg ab. In dieser Forderung fühlen wir uns vom ZdK nicht vertreten.

Gleichwohl würdigt der Familienbund, dass das ZdK die Benachteiligung der Familien durch Politik und Wirtschaft wahrnimmt und familiengerechte Regelungen in der Gesetzgebung und ein familienfreundliches gesellschaftliches Klima einfordert. In dieser Frage findet die ZdK-Erklärung unsere Zustimmung.