Einsatz für die eine Lehre – mit neuer Perspektive

20.04.2016 15:30

Der Familienbund der Katholiken im Bistum Augsburg sieht sich durch das päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“ in seinem Einsatz für Ehe und Familie bestärkt. „Das Dokument unterstreicht die grundlegende Bedeutung der auf der Ehe von Mann und Frau gegründeten Familie für Kirche und Gesellschaft“, erklärt Diözesanvorsitzender Pavel Jerabek.

„Amoris laetitia“ sei ein einladendes und einfühlsames Schreiben, das die Familie und die Leistungen der Eltern wertschätze. Dies sei auch Ansporn, als Familienverband weiter für die Wahrung der natürlichen Rechte der Eltern und echter Wahlfreiheit in der Gestaltung des Familienalltags sowie gegen strukturelle Benachteiligungen der Familie in Staat und Gesellschaft einzutreten.

Indem Franziskus immer wieder Bezug nimmt auf wichtige Dokumente der Kirche sowie auf die Katechesen von Johannes Paul II. über die menschliche Liebe, zeige der Papst, dass die Lehre der katholischen Kirche weiter gilt und weder neu erfunden noch reformiert werden müsse.
„Vielmehr versucht der Papst, die Perspektive zu verändern – hin zur konkreten Person, zur individuellen Situation eines Paares oder einer Familie“, so Jerabek. Im Umgang mit Scheitern in Familien nehme auch der Papst die Perspektive der Kinder ein, denn Kinder sind immer die Leidtragenden.

Auch in der Diskussion über gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften teilt der Familienbund die Aussagen des Papstes: „Wir müssen die große Vielfalt familiärer Situationen anerkennen, die einen gewissen Halt bieten können, doch die eheähnlichen Gemeinschaften oder die Partnerschaften zwischen Personen gleichen Geschlechts, zum Beispiel, können nicht einfach mit der Ehe gleichgestellt werden.“
Beim Thema Gender ruft der Familienbund zur Wachsamkeit auf gegenüber verschiedenen Formen einer Ideologie, die „den Unterschied und die natürliche Aufeinander-Verwiesenheit von Mann und Frau leugnet“. Zu Recht nennt es der Papst „beunruhigend, dass einige Ideologien dieser Art, die behaupten, gewissen und manchmal verständlichen Wünschen zu entsprechen, versuchen, sich als einzige Denkweise durchzusetzen und sogar die Erziehung der Kinder zu bestimmen“.