Wahlaufruf: Familie im Mittelpunkt

Europäische Familienverbände präsentieren Manifest „Vote for Family“

17.05.2019 16:13

Der Familienbund der Katholiken im Bistum Augsburg ruft dazu auf, Familien in den Mittelpunkt der Politik zu stellen, und lädt Kandidatinnen oder Kandidaten für die Europawahl dazu ein, das familienpolitische Manifest „Vote for Family 2019“ zu unterzeichnen.

In dem 10-Punkte-Papier ruft die Föderation der katholischen Familienverbände in Europa (FAFCE), europäischer Dachverband des Familienbundes, alle politischen Akteure dazu auf, „die grundlegende Bedeutung der Familie als elementare Einheit der Gesellschaft in allen Handlungsfeldern der Politik anzuerkennen“ und politische Entscheidungen im Hinblick auf zentrale Anliegen der Familien zu überprüfen.

Zu den zentralen Forderungen des Manifests zählt das Bekenntnis, dass die Wirtschaft im Dienste der Familien stehen solle – und nicht umgekehrt. Die Politik solle den Eigenwert von Familie und deren fundamentale Rolle für die Wirtschaft und das Gemeinwohl anerkennen und sich für Steuer- und Abgabengerechtigkeit einsetzen. Weitere Forderungen betreffen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die zugunsten der Familien besser ausbalanciert ist, und der Schutz des arbeitsfreien Sonntags als gemeinsamer wöchentlicher Ruhetag. 

Die Unterzeichner des Manifests bekennen sich weiters zur Komplementarität von Mann und Frau und wenden sich gegen politische Versuche, bestehende biologische Unterschiede zu negieren. Hervorgehoben wird auch die Achtung der Menschenwürde: Es gelte, die Würde des menschlichen Lebens in allen Phasen von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu respektieren und allen Kindern – vor und nach der Geburt – und deren Müttern besondere Unterstützung zu geben. Auch gelte es, das Recht der Eltern zu respektieren, ihre Kinder in Übereinstimmung mit ihren kulturellen, moralischen und religiösen Traditionen zu erziehen, die das Wohl und die Würde der Kinder fördern. 

Das Manifest gründet auf europäischen und christlichen Werten und wurde (Stand 17.5.) bislang bereits von 169 Kandidatinnen und Kandidaten unterschrieben. 

Der Familienbund ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich an der Europawahl zu beteiligen und eine sehr sorgsame Entscheidung zu treffen für eine „familienfreundliche“ EU-Politik.