Familienbund widerspricht ifo-Studie

30.04.2013 19:22

Der Familienbund der Katholiken hat dem Ergebnis einer Studie des ifo-Instituts entschieden widersprochen, Kindergelderhöhungen seien für den Staat teuer und wirkungslos. „Jeden Euro, den der Staat in Kinder und Familien investiert, bekommt er doppelt und dreifach zurück. Familien tragen mit der Kindererziehung weit mehr zum Wohlstand der Gesellschaft bei, als sie an finanziellen Leistungen von ihr erhalten, “ sagte Ulrich Hoffmann, der Vorsitzende des Familienbundes der Katholiken im Bistum Augsburg. Er erinnerte daran, dass das Kindergeld zu großen Teilen Rückzahlung zu viel gezahlter Steuern und ein wirksames Instrument gegen Kinderarmut ist. „Die Behauptung, jede weitere Entlastung für Familien rechne sich nicht für den Staat, ist zynisch. Sie ignoriert die Erziehungsleistung der Eltern und reduziert Familienpolitik auf Bevölkerungspolitik“, so Ulrich Hoffmann.

Ulrich Hoffmann verwies auf eine weitere ifo-Studie, der zufolge ein heute geborenes Kind im Laufe seines Lebens dem Staat im Durchschnitt einen finanziellen Gewinn von rund 77.000 Euro bringt. „Familien sind die Leistungsträger unserer Gesellschaft. Sie haben das Anrecht, ihre Zeit zwischen Kinderziehung und Beruf nach ihren Bedürfnissen aufzuteilen. Zeit für Familie schadet nicht wie unterstellt dem Staat, sondern steigert das Wohlbefinden der Kinder und die Lebensqualität der Eltern“, so Ulrich Hoffmann. Der Familienbund der Katholiken im Bistum Augsburg tritt für ein sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt ein und fordert als Zwischenschritt für den vollständigen Ausgleich der von Eltern zu viel gezahlten Steuern eine Erhöhung des Kindergeldes auf 300 Euro.