Pressemitteilung

08.02.2019 10:30

Augsburg (fb) Zu dem „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen für ein friedliches Zusammenleben in der Welt", das Papst Franziskus und der Großimam von Al-Azhar, Ahamad al-Tayyib, am 4. Februar 2019 in Abu Dhabi unterzeichnet haben, erklärt Pavel Jerabek, Vorsitzender des Familienbundes im Bistum Augsburg:
 
Die Erklärung von Papst Franziskus und Großimam Ahamad al-Tayyib ist ein eindrucksvolles Zeichen des Dialogs als Weg zum Frieden, für Menschenrechte und Religionsfreiheit und auch ein kraftvolles Bekenntnis zur Bedeutung der Familie „als grundlegender Kern der Gesellschaft und der Menschheit“. Die beiden Religionsführer schreiben: „Die Institution der Familie anzugreifen, sie zu verachten oder an der Bedeutung ihrer Rolle zu zweifeln, ist eines der gefährlichsten Übel unserer Zeit.“

Als starkes Signal an die Politik werten wir im Familienbund auch die eindeutige Absage an „alle Praktiken, die das Leben bedrohen“ – dazu zählen der Papst und der Großimam neben Genoziden, terroristischen Akten und Zwangsumsiedlungen ausdrücklich auch „den Handel mit menschlichen Organen, die Abtreibung und die Euthanasie“.

Pavel Jerabek: Der interreligiöse Schulterschluss in ethischen Fragen ist eine Ermutigung für alle, die den Schutz des Lebens und die unveräußerliche Würde des Menschen – ob alt, behindert oder ungeboren – gegen alle Angriffe von links und rechts verteidigen.