11.12.2013 12:25

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Familienbunds der Katholiken im Bistum Augsburg, Berta Arzberger, und Familienbund-Referentin Vera Novelli trafen am 11.12.2013 in München mit den Landsabgeordneten der Freien Wähler aus dem Regierungsbezirk Schwaben, Ulrike Müller, Leopold Herz und Bernhard Pohl, zusammen. Das Gespräch fand in einer sehr wohlwollenden, entspannten und konstruktiven Atmosphäre statt.

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Familienbunds der Katholiken im Bistum Augsburg, Berta Arzberger (2.v.l.), und Familienbund-Referentin Vera Novelli (Mitte) trafen am 11. 12. 2013 in München mit den Landsabgeordneten der Freien Wähler aus dem Regierungsbezirk Schwaben, Ulrike Müller (links), Leopold Herz (rechts) und Bernhard Pohl (2.v.r.), zusammen. Das Gespräch fand in einer sehr wohlwollenden, entspannten und konstruktiven Atmosphäre statt.

Seitens der Abgeordneten wurden die Vertreter des Familienbunds um Vorschläge zu möglichen familienpolitischen Handlungsansätzen gebeten. Die Vertreter des Familienbunds betonten die Wahlfreiheit der Familien zwischen Familien- und Erwerbsarbeit. Es herrschte unter den Anwesenden Einigkeit darüber, dass Familien in Deutschland diese Wahl nicht hätten. Berta Arzberger wies darauf hin, dass Frauen ohne lückenlose Erwerbsbiographie ganz schlecht bei der Rente gestellt seien und nicht selten Altersarmut befürchten müssten.

Frau Novelli erklärte, dass es notwendig sei, das Bewusstsein in Richtung Gleichwertigkeit von Familien- und Erziehungsarbeit zu verändern. Dies sei eine der wichtigsten Ziele der Öffentlichkeitsarbeit des Familienbunds. Gemäß wirtschaftlicher Interessen von Staat und Unternehmen und falsch verstandener Emanzipation der Frau postuliere man in Staat, Gesellschaft, Wirtschaft und Medien ein Frauenbild, das nicht nur gegen die tatsächlichen Wünsche der Frauen stehe, sondern auch dem Wohl des Kindes nicht zuträglich sei.

Vera Novelli betonte, dass Familien unbedingt finanziell gestärkt werden müssten. Berta Arzberger stellte das Modell „Erziehungsgehalt“ vor, eines steuer- und sozialpflichtigen Einkommens für Eltern. Dieses Modell sehe einen Mindestbetrag von 1000 Euro vor und ermögliche die echte Wahl zwischen häuslicher oder institutionalisierter Betreuung.

Berta Arzberger erklärte, dass bereits ein Finanzierungsmodell des Familienbunds zum Erziehungsgehalt bestehe und, dass ein entsprechendes Modell auch für Pflege gedacht werde.

Weiter merkte sie an, dass das „Wahlrecht von Geburt an“ den Familien dazu verhelfen könnte, dass sie seitens der Parteien als bedeutende Wählerzielgruppe neu entdeckt würden. Sie erläuterte die Aktionen und Bildungsmaßnahmen des Familienbunds wie „Dialog Familie“, „Familienpolitisches Kamingespräch“ und „Familienpolitisches Abendgebet“ und wies auf die Zusammenarbeit des Familienbunds mit anderen Familienverbänden innerhalb Deutschlands und auf europäischer Ebene hin.

Alle drei Abgeordneten zeigten sich bereit, im Dialog mit dem Familienbund bleiben zu wollen und auch die Möglichkeit eines Besuches in Augsburg zum „Familienpolitischen Kamingespräch“ in Betracht zu ziehen.