Unsere Überzeugungen

„Die Zukunft der Menschheit geht über die Familie! Es ist darum unerlässlich und dringend, dass jeder Mensch guten Willens sich dafür einsetzt, die Werte und die Aufgaben der Familie zu erhalten und zu fördern.“
Diese bedeutsamen Worte von Papst Johannes Paul II., die in dem Apostolischen Schreiben Familiaris Consortio 1981 zu finden sind, verstehen wir als Auftrag, den wir als katholische Christen mit Ernst verfolgen. Deshalb ist es eine nicht zu unterschätzende Pflicht von Staat, Kirche und Gesellschaft, Familien zu unterstützen.

Was ist eine Familie?
In der Familie werden die Grundregeln menschlichen Zusammenlebens, die Werte von Kultur und Religion und die Gemeinschaft in Freud und Leid erfahrbar. Nach unserem Verständnis ist eine Familie die Lebensgemeinschaft eines Ehepaares mit seinen Kindern, insbesondere mit seinen noch unselbständigen Kindern (Kernfamilie). Diese Kernfamilie kann erweitert sein um weitere Verwandte, z.B. um die Generation der Großeltern (Mehrgenerationenfamilie). Familie kann auch aus Teilen der Kernfamilie bestehen, z.B. aus einem Elternteil mit den Kindern (Alleinerziehende), manchmal auch aus zusammengewachsenen Teilen mehrerer zerfallener Kernfamilien (Patchworkfamilie). Die Familie, die auf einer Ehe aufbaut, hat sich als die stabilste und leistungsfähigste Lebensform erwiesen.

Was ist eine Ehe?
Ehe bedeutet für uns die verbindliche, verlässliche und unauflösliche Lebensgemeinschaft zwischen einem Mann und einer Frau. Sie wird vor Gott und der Gesellschaft geschlossen. Ehe ist das beste Fundament für eine Familie. Sie bedingt die Bereitschaft von Mann und Frau, Kinder anzunehmen und mit ihnen als Familie zu leben.

Was brauchen Familien?
Die Familie ist der erste und entscheidende Ort der Entfaltung der Person. Eltern leisten mit ihrer liebevollen und wertebewussten Erziehung einen unverzichtbaren Beitrag für ein gelingendes gesellschaftliches Zusammenleben. Die Charta der Familienrechte stellt dazu fest: „Weil sie ihren Kindern das Leben geschenkt haben, besitzen die Eltern das ursprüngliche, erste und unveräußerliche Recht, sie zu erziehen; darum müssen sie als die ersten und vorrangigen Erzieher ihrer Kinder anerkannt werden.“ (Art. 5)

Was brauchen Kinder?
Kinder brauchen für die Entwicklung und Bildung ihrer Persönlichkeit sowohl die Zuwendung und Erziehung durch die Eltern als auch die Sicherstellung ihrer materiellen Lebensgrundlagen, die sie ebenfalls zuerst von ihren Eltern erwarten dürfen.
Vielfach bedrohen wirtschaftliche Schwierigkeiten und die Bedingungen der Erwerbsarbeit die Erfüllung des elterlichen Erziehungsauftrages, den das Grundgesetz so formuliert: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.“ (Art. 6 Abs. 2 GG)

Was brauchen Eltern?
Gemäß der Rechtssprechung des Bundesverfassungsgerichts gilt: Weil Kinder das Recht und einen Anspruch darauf haben, dass Eltern ihrer Erziehungsverantwortung auch tatsächlich nachkommen, haben die Eltern auch das Recht auf eine staatliche Familienpolitik, die ihnen eine freie und verantwortungsbewusste Entscheidung über die Art und Weise der Erziehung ihrer Kinder ohne Benachteiligungen, insbesondere wirtschaftlicher Art ermöglicht.
Für eine gerechte Behandlung der Familien halten wir darüber hinaus eine angemessene politische Mitbestimmung für notwendig. Hier sind Familien bisher benachteiligt, weil Kindern das Wahlrecht nicht ab Geburt zugestanden wird.
Der Familienbund fordern mit den Worten der Charta der Familienrechte: „Familien haben ein Recht auf eine soziale und wirtschaftliche Ordnung, in der die Gestaltung der Arbeitsverhältnisse es den Familienmitgliedern gestattet, zusammenzuleben, und nicht die Einheit, das Wohlergehen, die Gesundheit und den Zusammenhalt der Familie behindert, sondern sogar die Möglichkeit gemeinsamer Erholung bietet.“ (Art. 10)