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Texte/Predigten

Predigt am Hochfest der Auferstehung des Herrn 2012

08.04.2012

„Als Christus noch auf Erden lebte, ertrugen sie den Angriff der Juden nicht, wie sollten sie sich nach seinem Tod gegen eine so große Welt gestellt haben, wenn er, wie behauptet, nicht auferstanden wäre, wenn er nicht mit ihnen gesprochen und ihnen Mut gemacht hätte?

Hätten sie nicht bei sich gesagt: Wie ist das? er konnte sich selbst nicht retten, und uns sollte er helfen? Er konnte sich nicht helfen, als er noch lebte, und uns sollte er die Hand reichen, jetzt da er tot ist?

Als er noch am Leben war, unterwarf er sich nicht ein einziges Volk, und wir wollen die ganz Welt überzeugen, wenn wir seinen Namen nennen? Wie sollte es einen Sinn haben, das zu tun oder auch nur zu denken?

So ist es denn offenbar: Wenn sie nicht den Auferstandenen gesehen und den größten Beweis seiner Macht erhalten hätten, dann hätten sie nicht mit so hohem Einsatz gewürfelt!"

Liebe Schwestern und Brüder,

mit diesen, ziemlich modern anmutenden Worten spricht der Kirchenlehrer Johannes Chrysostomus am Beginn des 5. Jahrhunderts in einer Auslegung des 1. Briefes an die Korinther von den Aposteln.

Predigt in der Chrisam-Messe am Mittwoch in der Karwoche 2012

05.04.2012

Liebe Schwestern und Brüder in Christus, liebe Mitbrüder im geistlichen Dienst!

Nächst der Feier der Einsetzung des allerheiligsten Sakraments des Altares und des Priestertums am Abend des Hohen Donnerstags und einem jeden feierlichen Weihegottesdienst ist wohl keine Feier der Kirche dergestalt auf das Weihepriestertum ausgerichtet wie diese Feier zur Weihe der Hl. Öle und der Erneuerung der versprochenen Bereitschaft zum priesterlichen Dienst.

Jeder einzelne von uns ist dabei besonders angesprochen, sich seiner Erwählung und seiner Verpflichtung aufs Neue bewusst zu werden. Jeder einzelne soll darin bestärkt werden, dass er als Mensch in allem ganz herausgefordert, ja angefochten und vielleicht sogar ausgeliefert ist, nicht aber um dabei nach und nach unterzugehen und in der Bedeutungslosigkeit zu versinken, sondern um teilzuhaben an der königlichen Würde, die ihm Christus geschenkt hat, und am Priestertum Jesu Christi, um Gott und dem Menschen zu dienen und gleich ihm sein Leben einzusetzen und hinzugeben für die vielen.

Predigt am Hochfest der Auferstehung des Herrn 2011

24.04.2011

Liebe Schwestern und Brüder in Christus,

je älter wir werden, so scheint es jedenfalls, um so mehr schöpfen wir aus der Vergangenheit. Wenn wir einander zuhören, sofern wir uns dazu einmal die Zeit nehmen, umso mehr scheinen die Details des Geschehenen eine immer größere Bedeutung zu erlangen. Mancher vermag da nämlich oft noch genauestens zu schildern, was eigentlich schon sehr lange zurückliegt, was aber – das wird ihm vielleicht erst mit steigenden Jahren so recht bewusst – für sein gesamtes Leben von höchster Bedeutung war.

Menschwerdung Gottes 2010

25.12.2010

Von der Menschwerdung Gottes können wir sagen, was wir auch von der Stunde auf Golgota sagen können:

Nach der Nacht von Bethlehem kann nichts mehr geschehen, was die Welt noch wesentlich verändern könnte.

Bei der Feier und beim Empfang wie in der Verehrung des eucharistischen Herrn werden wir befähigt, diese Wahrheit aufzunehmen, zu beherzigen und mit Leben zu erfüllen.