Augsburg (pba). Am Samstag, 9. Oktober 2010, haben sieben Männer im Augsburger Mariendom das Sakrament der Diakonenweihe empfangen. Diözesanadministrator Weihbischof Josef Grünwald weihte in der vollbesetzten Kathedrale sechs Kandidaten zu Ständigen Diakonen und einen Mann zum Diakon auf dessen Berufungsweg zum Priester. Weihbischof Grünwald dankte den Neugeweihten dafür, dass sie ihre Berufung „das Wort Gottes zu leben und die Aufgabe der „diakonia“ – den Dienst am Menschen“ angenommen haben.
Zu Beginn der Messfeier erklärten die Weihekandidaten ihre Bereitschaft, sich zu Diakonen weihen zu lassen. Bei den verheirateten Weihekandidaten bekundete außerdem die Ehefrau öffentlich ihre Bereitschaft, den Dienst ihres Mannes zu unterstützen. Zum Versprechen der Weihekandidaten traten diese vor den Weihbischof und bekundeten ihre Bereitschaft, ihr Leben an Jesus Christus auszurichten. Sie versprachen, in Liebe zu Christus zu leben und ihm in der Hilfe insbesondere für Kranke und Notleidende zu dienen, ehelos zu leben (nur im Falle des Weihekandidaten auf dem Berufungsweg zum Priester) und gegenüber dem Bischof gehorsam zu sein. Die Kandidaten legten sich während der anschließenden Allerheiligenlitanei als Zeichen der Demut vor den Altar. Es folgte die Weihe: Der Weihbischof legte jedem der vor ihm knieenden Männer schweigend die Hände auf als Zeichen der Beauftragung und der Mitteilung der Kraft des Heiligen Geistes. Im darauf folgenden Weihegebet des Weihbischofs fand die Weihe ihre Vollendung. Die neugeweihten Diakone bekamen die Stola umgelegt und erhielten anschließend die Dalmatik. Sie knieten nun noch einmal einzeln vor dem Weihbischof nieder, der Ihnen das Evangeliar überreichte. Zum Abschluss umarmten der Weihbischof und die anwesenden Diakone die Neugeweihten zum Zeichen der Aufnahme in das neue Amt und die Gemeinschaft der Diakone.
Informationen zu den Neugeweihten:
Martin Bauer stammt aus der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Landsberg. Der verheiratete zweifache Familienvater wurde 1971 geboren und arbeitet im Krankenhaus in Landsberg. Martin Bauer wird Diakon mit Zivilberuf.
Aus der Pfarrei St. Sebastian Affaltern erhielt Jürgen Brummer das Weihesakrament. Seit 2008 ist er in der Pfarreiengemeinschaft Bliensbach als Gemeindereferent tätig. Jürgen Brummer, geboren 1974, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach der Weihe wird er Diakon im Hauptberuf.
In Untermeitingen, St. Stephan, wohnt Winfried Eichele und ist Gemeindereferent in Schwabmünchen. Er wurde 1974 in Augsburg geboren, ist verheiratet und hat vier Kinder. Er wird Diakon im Hauptberuf.
Thomas Knill, geboren 1961, ist im 25. Dienstjahr als Gemeindereferent. Er stammt aus der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Landsberg und wird Diakon im Hauptberuf. Ab Herbst 2010 wird der verheiratete zweifache Familienvater seine Stelle in der Pfarreiengemeinschaft Igling beginnen.
Wolfgang Ruprecht kommt aus der Pfarrei St. Ulrich Memmingen – Amendingen. Der 1961 in Traunstein geborene fünffache Familienvater ist seit 13 Jahren in St. Ulrich Gemeindereferent. Dazu ist Wolfgang Ruprecht leitender Notfallseelsorger im Bereich Memmingen und Unterallgäu-West und seit sieben Jahren für die Seelsorge an der Jugendvollzugsanstalt Memmingen zuständig. Ab Herbst übernimmt er eine neue Aufgabe in der Seelsorge an der Jungendvollzugsanstalt Aichach. Wolfgang Ruprecht wird Diakon im Hauptberuf.
Der aus der Pfarrei St. Ludwig Karlshuld stammende Hubert Seitle wird ebenfalls Diakon im Hauptberuf. Bisher war er als Gemeindereferent tätig. Er ist 42 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder.
Aus dem Augsburger Priesterseminar St. Hieronymus wurde Markus Schrom zum Diakon geweiht. Er ist 1973 in Marktoberdorf geboren und hat nach seiner Ausbildung zum Kommunikationselektriker das Abitur abgelegt. Anschließend studierte er Theologie in Benediktbeuern und war ein Jahr lang in der Erzdiözese München und Freising als Religionslehrer tätig. Vier Jahre verbrachte Markus Schrom in der Erzdiözese Salzburg als Pastoralassistent, bevor er in das Augsburger Priesterseminar eintrat.