Predigten - Ansprachen - Vorträge
12.04.2020
08:49
Unerhört! Wir singen Halleluja, doch Matthäus berichtet: „Sogleich verließen die Frauen das Grab voll Furcht“ (Mt 28,8). Noch drastischer lesen wir bei Markus: „Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatten sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich“ (Mk 16,8).
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10.04.2020
16:25
„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab“ (Joh 3, 16). Es gibt Momente, da geht es mir schlecht. Ich fühle mich allein, unverstanden, enttäuscht. Keiner scheint Anteil zu nehmen an dem, was mich bedrückt. was mir Sorgen macht, was mir schwer fällt. Aber ich muss doch gut dastehen vor den anderen und so versuche ich, es dem Münchhausen nachzumachen und mich am eigenen Schopf aus dem Sumpf herauszuziehen. Aber der Versuch scheitert kläglich.
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09.04.2020
19:30
„Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war“ (Joh 13,1). Wenn jemand spürt, dass seine Stunde kommt, um für immer Abschied zu nehmen, dann lässt er seine Familie und seine Freunde noch einmal zusammenrufen. Und in dieser Stunde versucht er, den Menschen seines Vertrauens in aller Dichte noch einmal das mitzuteilen, was ihm selbst im Leben wichtig und wesentlich war.
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05.04.2020
11:56
"Als Jesus in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Bewegung." So hat der Evangelist die heutige Szene kommentiert (Mt 21,10). Im Rückblick wissen wir, wohin diese Bewegung führte: vom "Hosianna" zum "Kreuzige ihn!", vom "Bad in der Menge" zur "Hetze der Masse". Der Bogen der Erniedrigung, der bei der Krippe seinen Anfang nahm, spannt sich aus nach Golgotha, wo das Kreuz steht. Golgotha liegt nicht nur in Jerusalem. Golgotha ist nah - nah bei uns. Und das Kreuz heißt Corona.
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29.03.2020
12:15
Das Wochend-Journal der Augsburger Allgemeinen titelte: „Bio für alle – Ökoboom. Die Nachfrage steigt und steigt und macht aus der runzligen Rübe von einst ein Massenprodukt“. Der Bioboom ist mehr als Mode. „Bios“ heißt Leben. Es ist die Sehnsucht nach Leben, die uns Menschen treibt, mehr Geld auszugeben, damit Leben gesund ist und zugleich Freude macht.
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22.03.2020
10:00
Liebe Schwestern und Brüder!
Der heutige Tag hat für mich eine besondere Bedeutung. Denn es war vor 36 Jahren, am 4. Fastensonntag LAETARE, als ich zum ersten Mal als Diakon am Tag nach meiner Weihe gepredigt habe. Es war sozusagen meine Diakonenprimiz.
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Der heutige Tag hat für mich eine besondere Bedeutung. Denn es war vor 36 Jahren, am 4. Fastensonntag LAETARE, als ich zum ersten Mal als Diakon am Tag nach meiner Weihe gepredigt habe. Es war sozusagen meine Diakonenprimiz.
19.03.2020
13:02
Liebe Schwestern und Brüder!
So etwas haben wir wohl alle noch nicht erlebt. Corona ist nicht nur eine Welle. Der Virus ist wie eine Walze, die uns gerade überrollt. Und wir haben nichts in der Hand, um sie zu stoppen. Höchstens nehmen wir ihr die Wucht. Das hoffen wir jedenfalls. Wir schließen, verschieben, sagen ab.
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So etwas haben wir wohl alle noch nicht erlebt. Corona ist nicht nur eine Welle. Der Virus ist wie eine Walze, die uns gerade überrollt. Und wir haben nichts in der Hand, um sie zu stoppen. Höchstens nehmen wir ihr die Wucht. Das hoffen wir jedenfalls. Wir schließen, verschieben, sagen ab.
13.03.2020
08:57
Vorab: Ich wünsche mir ein gutes Verhältnis. Und ich möchte gleich zu Beginn meiner Überlegungen sagen: Das Verhältnis zwischen dem Freistaat Bayern und der katholischen Kirche, in diesem Fall zur Diözese Augsburg, ist gut – und es soll gut bleiben.
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07.03.2020
13:25
„,Höre, nimm an, erfülle!' Mit diesem Dreiklang aus der Vorrede zu seiner Mönchsregel hat der hl. Benedikt ein geistliches Programm aufgestellt, wie es kürzer und prägnanter kaum geht."
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29.02.2020
10:00
Liebe Schwestern und Brüder!
Was ist bloß mit der Kirche los? Das frage nicht nur ich. Viele machen ein trauriges Gesicht, können sich kaum noch darüber freuen, dass sie katholisch sind. Das sah vor Jahren noch anders aus. Mancher denkt an den Aufbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils zurück und an die Impulse, die von der Würzburger Synode ausgingen.
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Was ist bloß mit der Kirche los? Das frage nicht nur ich. Viele machen ein trauriges Gesicht, können sich kaum noch darüber freuen, dass sie katholisch sind. Das sah vor Jahren noch anders aus. Mancher denkt an den Aufbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils zurück und an die Impulse, die von der Würzburger Synode ausgingen.