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Kirchgeld

Information zu dieser ortskirchlichen Umlage

Damit die Kirche von Augsburg und ihre rund 1.000 Pfarreien die vielfältigen Dienste für unsere Gesellschaft gerade in seelsorglicher, kultureller sowie sozialer Hinsicht weiterhin erbringen können, sind sie auch künftig auf das Ehrenamt und die Leistungen ihrer Gläubigen angewiesen. Der Staat honoriert diese dem Gemeinwohl dienenden Beiträge, indem er erbrachte Kirchensteuer-, Kirchgeldleistungen und Spenden auf die allgemeine (Einkommen-)Steuerpflicht anrechnet.

Das Kirchgeld ist eine ortskirchliche Umlage nach Art. 20 des Bayerischen Kirchensteuergesetzes und wird in allen Seelsorgsbezirken (Pfarreien sowie Kuratien, Exposituren und Filialen) erhoben. Das Kirchgeld beträgt seit 1955 jährlich 1,50 € und ist von allen über 18 Jahre alten Katholiken mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in der örtlichen Pfarrei zu entrichten, sofern sie eigene Einkünfte oder Bezüge von mehr als 1.800 € im Jahr haben; also etwa auch von Studenten und Rentnern.

Die Kirchgeldeinnahmen stehen der einzelnen Pfarrei gänzlich für ihre ortskirchlichen Zwecke, vornehmlich für Belange der Jugend-, Erwachsenen- und Altenbetreuung sowie der Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Das örtlich erhobene Kirchgeld sowie damit oftmals verbundene Spenden in der einzelnen Pfarrei mindern nicht den diözesanen Zuschuss, der der Pfarrei aus dem Kirchensteueraufkommen des Bistums Augsburg zum Ausgleich des Jahreshaushaltes zugutekommt.

Um die Bereitschaft zur Entrichtung des Kirchgelds zu fördern, werden unsere Gläubigen vor Ort, z.B. in einem Pfarrbrief mit beiliegendem Überweisungsträger gebeten, ihren Anteil am Kirchgeld zu tragen. Denn ohne das ehrenamtliche und finanzielle Engagement jedes Katholiken wären der Gottesdienst, die Verkündigung und der breit gefächerte Dienst am Nächsten nicht möglich sowie ein Erhalt unserer Kindergärten, Pfarr- und Jugendheime, aber auch unserer schönen Kirchen und Kapellen nicht finanzierbar.