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Jahresabschlüsse der Vorjahre

Jahresabschlüsse 2023

Augsburg, 03.07.2024 (pba). Die Diözese Augsburg hat ihren Jahresabschluss 2023 vorgelegt. Demnach betrug die Bilanzsumme der Diözese Augsburg als Körperschaft des öffentlichen Rechts zum 31. Dezember 2023 814,4 Mio. Euro (2022: 803,2 Mio. Euro). Der Jahresabschluss folgt den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und wurde von den zuständigen diözesanen Gremien festgestellt. Wie in den Vorjahren erhielt er den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Diözese war im Jahr 2023 geprägt durch ein im Vergleich zum Vorjahr stark gesunkenes Kirchensteueraufkommen. Es sank von 391,92 Mio. Euro in 2022 auf 370,41 Mio. Euro in 2023. Dieser Wert liegt sogar deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 (380,33 Mio. Euro). Die Aktivitäten der Diözese werden hauptsächlich aus Kirchensteuermitteln finanziert, die rund 83,0 % aller Erträge der Diözese ausmachen.

„Aufgrund des anhaltenden Mitgliederrückgangs in den vergangenen Jahren ist der nun deutliche Rückgang des Kirchensteueraufkommens nicht überraschend“, so Bischofsvikar Monsignore Walter Merkt. Laut Finanzdirektor Dr. Dominikus Kleindienst sei für das Jahr 2024 zwar mit einer leichten Erholung bei den Einnahmen aus der Kirchensteuer zu rechnen, allerdings: „Mittel- und langfristig müssen wir von einer Fortsetzung der negativen Entwicklung ausgehen. Durch konsequente Profilierung und Priorisierung wollen wir aber auch in den kommenden Jahren möglichst ausgeglichene Jahresergebnisse erzielen.“ Seit knapp einem Jahr arbeitet eine von Bischof Dr. Bertram Meier eingesetzte Steuerungsgruppe „Priorisieren und Finanzieren“ daran, in Zeiten schwindender personeller wie finanzieller Ressourcen Perspektiven für künftige Tätigkeitsschwerpunkte zu entwickeln. Der Arbeitsauftrag des neuen Gremiums erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Die Gewährung von Zuschüssen an Kirchenstiftungen und andere kirchliche Einrichtungen machte im Jahr 2023 abermals einen großen Teil der Aufwendungen aus. Die ausgezahlten 172,1 Mio. Euro (2022: 180,9 Mio. Euro) haben zahlreiche kirchliche Aktivitäten überhaupt erst ermöglicht. So sind die Zuschüsse wichtig, um das sozial-karitative Wirken für Kranke und Pflegebedürftige, Flüchtlinge, Obdachlose und Familien zu unterstützen, ebenso wie vielfältige Bildungsangebote in kirchlichen Vereinen und Verbänden sowie kirchlichen Einrichtungen der Erwachsenenbildung einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Davon profitierten unter anderem der Diözesan-Caritasverband ebenso wie der Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF), die Katholische Jugendfürsorge (KJF) und der Katholische Verband für Soziale Dienste (SKM). Gleichzeitig dienten die Zuschüsse der regelmäßig notwendigen Sanierung von Kirchen, Pfarrheimen und Pfarrhäusern.

Zur Förderung überdiözesaner Zwecke haben sich die sieben bayerischen (Erz-)Diözesen zum sogenannten Überdiözesanen Fonds Bayern (ÜDF) zusammengeschlossen. Die Diözese Augsburg hat im Jahr 2023 7,7 Mio. Euro (2022: 7,8 Mio. Euro) an Beiträgen geleistet. Wesentliche Zuschüsse aus diesem Fonds gingen an die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Katholische Akademie in Bayern sowie die Stiftung Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern. Zudem flossen aus Augsburg 6,6 Mio. Euro (2022: 6,6 Mio. Euro) an den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) zur Finanzierung der Aktivitäten der Deutschen Bischofskonferenz sowie 1,8 Mio. Euro (2022: 1,8 Mio. Euro) als Strukturbeitrag zur Unterstützung der Kirche in Ostdeutschland. Die Personalkosten des Bistums bilden mit 172,4 Mio. Euro den größten Gesamtaufwandsposten.

Die Diözese Augsburg hat das Jahr 2023 mit einem Ergebnis von minus 3,7 Mio. Euro abgeschlossen (2022: plus 4,6 Mio. Euro).

Die Bilanzsumme des Bischöflichen Stuhls belief sich zum 31.12.2023 auf 678,0 Mio. Euro (2022: 686,5 Mio. Euro). Der Bischöfliche Stuhl gewährleistet insbesondere die Altersversorgung der aktiven und emeritierten Diözesanpriester. Die Bilanzsumme des Domkapitels belief sich zum 31.12.2023 auf 3,8 Mio. Euro (2022: 3,8 Mio. Euro). Der Katholische Pfründestiftungsverbund St. Ulrich (KPV) schloss das Jahr 2023 mit einer Bilanzsumme von 1.549,4 Mio. Euro (2022: 977,0 Mio. Euro) ab. Der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich vor allem aus den jüngst erfolgten Zulegungen, sodass zum 31.12.2023 alle 23 Dekanate vollständig zugelegt waren. Auch diese Abschlüsse erhielten den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers.

  

Jahresabschlüsse 2022

Augsburg, 13.09.2023 (pba). Die Diözese Augsburg hat ihren Jahresabschluss 2022 vorgelegt. Danach betrug die Bilanzsumme der Diözese Augsburg als Körperschaft öffentlichen Rechts zum 31. Dezember 2022 803,3 Millionen Euro (2021: 779,3 Mio. Euro). Der Jahresabschluss wurde von den zuständigen diözesanen Gremien beschlossen und nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften erstellt. Wie in den Vorjahren hat er den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers erhalten.
  
Die geschäftliche Entwicklung der Diözese war im Jahr 2022 geprägt durch die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, die den pandemiebedingten Einbruch der beiden Vorjahre wieder aufholte. Das Kirchensteueraufkommen im Bistum Augsburg stieg nominell um 4,1 Prozent bzw. 15,4 Mio. Euro auf 391,92 Mio. Euro. Ursprünglich hatte man hier aufgrund wesentlich stärker erwarteter Auswirkungen der Corona-Pandemie einen Rückgang von rund 10,3 Mio. Euro erwartet. Die Aktivitäten der Diözese werden hauptsächlich aus Kirchensteuermitteln finanziert, die nahezu unverändert 86,7 % aller Erträge der Diözese ausmachen.
  
„Die finanzielle Entwicklung im vergangenen Jahr verlief erfreulicher als erwartet“, so Bischofsvikar Monsignore Walter Merkt. Laut Finanzdirektor Dr. Dominikus Kleindienst befinde sich das Kirchensteueraufkommen jedoch bereits seit Jahren inflationsbereinigt in der Rückwärtsbewegung und man dürfe nicht übersehen, dass der zu verzeichnende Jahresüberschuss zum Teil auf einen weitreichenden Bau-Stopp zurückzuführen ist. Kleindienst weiter: „Die Diözese Augsburg hat auch weiterhin den Anspruch, eine nachhaltige Haushaltspolitik zu betreiben, womit sie in den kommenden Jahren vor großen Herausforderungen steht.“
  
Bischof Dr. Bertram Meier äußerte sich überaus dankbar für das Engagement in der Bischöflichen Finanzkammer (BFK): „Wir werden immer stärker priorisieren müssen, wofür wir die uns anvertrauten finanziellen Mittel einsetzen, damit die Kirche von Augsburg ihre pastoralen, karitativen und weltkirchlichen Aufgaben und Verpflichtungen erfüllen kann. Dafür tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BFK gemeinsam mit den Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen verantwortungsvoll Sorge.“
  
Die Gewährung von Zuschüssen an Kirchenstiftungen und andere kirchliche Einrichtungen machte im Jahr 2022 abermals einen großen Teil der Aufwendungen aus. Die ausgezahlten 189,2 Mio. Euro (2021: 174,7 Mio. Euro) haben zahlreiche kirchliche Aktivitäten überhaupt erst ermöglicht. So dienten laut Lagebericht die Zuschüsse etwa der Sanierung von Kirchen, Pfarrheimen und Pfarrhäusern. Gleichzeitig sind diese wichtig, um das sozial-karitative Wirken für Kranke und Pflegebedürftige, Flüchtlinge, Obdachlose und Familien zu unterstützen, ebenso wie vielfältige Bildungsangebote in kirchlichen Vereinen und Verbänden sowie kirchlichen Einrichtungen der Erwachsenenbildung einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Davon profitierten unter anderem der Diözesan-Caritasverband ebenso wie der Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF), die Katholische Jugendfürsorge (KJF) und der Katholische Verband für Soziale Dienste (SKM).
  
Zur Förderung überdiözesaner Zwecke haben sich die sieben bayerischen (Erz-) Diözesen zum sogenannten Überdiözesanen Fonds Bayern (ÜDF) zusammengeschlossen. Die Diözese Augsburg hat im Jahr 2022 7,8 Mio. Euro (2021: 7,7 Mio. Euro) an Beiträgen geleistet. Wesentliche Zuschüsse aus diesem Fonds gingen an die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Katholische Akademie in Bayern sowie die Stiftung Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern. Zudem flossen aus Augsburg im vergangenen Jahr wie schon 2021 6,6 Mio Euro an den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) zur Finanzierung der Aktivitäten der Deutschen Bischofskonferenz sowie 1,8 Mio. Euro (2021: 1,7 Mio. Euro) als Strukturbeitrag zur Unterstützung der Kirche in Ostdeutschland.
  
Die Personalkosten des Bistums bilden den größten Gesamtaufwandsposten der Diözese Augsburg. Mit 185,5 Mio. Euro lagen sie im Jahr 2022 geringfügig niedriger als 2021 (186,8 Mio. Euro). Aufgrund der jüngsten Tarifabschlüsse im Öffentlichen Dienst, an denen sich die Diözese weitestgehend orientiert, ist in diesem Bereich für die Zukunft allerdings mit extrem steigenden Kostenbelastungen zu rechnen.
  
Die Bilanzsumme des Bischöflichen Stuhls belief sich zum 31.12.2022 auf 686,5 Millionen Euro (2021: 665,5 Mio. Euro). Damit wird vor allem die Altersversorgung der aktiven und emeritierten Diözesanpriester gewährleistet. Die Bilanzsumme des Domkapitels belief sich auf 3,8 Millionen Euro (2021: 3,7 Mio. Euro). Der Katholische Pfründestiftungsverbund St. Ulrich (KPV) schloss das Jahr 2022 mit einer Bilanzsumme von 977,0 Mio. Euro (2021: 870,1 Mio. Euro) ab. Auch diese Abschlüsse haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers erhalten.

Diözese Augsburg 2022 Jahresabschluss (216,1 kB)

Bischöflicher Stuhl 2022 Jahresabschluss (103,6 kB)

Domkapitel 2022 Jahresabschluss (455,9 kB)

Katholischer Pfründestiftungsverbund St. Ulrich 2022 Jahresabschluss (99,7 kB)

 

Jahresabschlüsse 2021

Augsburg, 07.12.2022 (pba). Die Diözese Augsburg hat nach Beschlussfassung der zuständigen Organe ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 vorgelegt. „Nach den coronabedingten Rückgängen in den Kirchensteuereinnahmen verlief die finanzielle Entwicklung im vergangenen Jahr erfreulicher als erwartet. Die wirtschaftliche Erholung und ein Anstieg an Kirchensteuereinnahmen wirkten sich spürbar positiv auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Bistums aus“, erklärt Bischofsvikar Monsignore Walter Merkt. Zur besseren Einordnung der Zahlen liegt dem Jahresabschluss wieder ein 20-seitiger Lagebericht mit einer Prognose für das laufende Jahr bei.

Bischof Dr. Bertram Meier zeigt sich dankbar für das Engagement in der Bischöflichen Finanzkammer (BFK), auch 100 Jahre nach deren Gründung: „Die pastoralen, karitativen und weltkirchlichen Aufgaben und Verpflichtungen der Kirche von Augsburg lassen sich in Zukunft nur dann erfüllen, wenn die uns anvertrauten finanziellen Mittel sorgsam und gewissenhaft verwaltet und an den richtigen Stellen eingesetzt werden. Dafür tragen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BFK gemeinsam mit den Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen verantwortungsvoll Sorge, auch und gerade in Krisenzeiten wie diesen, wo es auch um Priorisierungen gehen wird. Wir werden uns auf Dauer nicht mehr alles leisten können.“

Mit einem Gesamtvolumen von rund 376,5 Mio. Euro sind die Kirchensteuereinnahmen um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und machten im Abschluss etwa 86,4 Prozent der diözesanen Gesamterträge aus, heißt es im Lagebericht. Die Entwicklung liegt damit deutlich über dem geplanten Wert im Doppelhaushalt 2021/2022. Der ursprünglich prognostizierte Rückgang der Kirchensteuereinnahmen und die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie haben sich als nicht so dramatisch dargestellt wie zunächst erwartet. Die Bilanzsumme der Diözese Augsburg zum Stichtag 31. Dezember 2021 lag mit 779,3 Mio. Euro um 0,5 Prozent unter der von 2020.

Die Gewährung von Zuschüssen an Kirchenstiftungen und andere kirchliche Einrichtungen machte abermals einen großen Teil der Aufwendungen aus. Die 2021 ausgezahlten 174,7 Mio. Euro ermöglichten zahlreiche kirchliche Aktivitäten überhaupt erst. So dienten laut Lagebericht die Zuschüsse etwa der Sanierung von Kirchen, Pfarrheimen und Pfarrhäusern. Gleichzeitig sind diese wichtig, um das sozial-karitative Wirken für Kranke und Pflegebedürftige, Flüchtlinge, Obdachlose und Familien zu unterstützen, ebenso wie vielfältige Bildungsangebote in kirchlichen Vereinen und Verbänden sowie kirchlichen Einrichtungen der Erwachsenenbildung einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Davon profitierten unter anderem der Diözesan-Caritasverband ebenso wie der Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF), die Katholische Jugendfürsorge (KJF) und der Katholische Verband für Soziale Dienste (SKM).

Zur Förderung überdiözesaner Zwecke haben sich die sieben bayerischen (Erz-) Diözesen zum sogenannten Überdiözesanen Fonds Bayern (ÜDF) zusammengeschlossen. Die Diözese Augsburg hat im Jahr 2021 7,7 Mio. Euro (2020: 7,8 Mio. Euro) an Beiträgen geleistet. Wesentliche Zuschüsse aus diesem Fonds gingen an die Stiftung Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, die Katholische Akademie in Bayern sowie die Stiftung Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern. Zudem flossen aus Augsburg im vergangenen Jahr 6,6 Mio Euro (2020: 6,5 Mio. Euro) an den Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) zur Finanzierung der Aktivitäten der Deutschen Bischofskonferenz sowie 1,7 Mio. Euro (2020: 2,4 Mio. Euro) als Strukturbeitrag zur Unterstützung der Kirche in Ostdeutschland.

Die Personalkosten des Bistums sind ein wesentlicher Aspekt auf der Ausgabenseite. Insbesondere haben die Lohnsummenerhöhungen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, an dem sich die Diözese weitestgehend orientiert, zu einer weiteren Steigerung der laufenden Kosten um 5,3 Mio. Euro beigetragen.

Der Jahresabschluss mit Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften erstellt und hat wie in den Vorjahren den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers erhalten. Auch die Abschlüsse des Bischöflichen Stuhls, des Domkapitels sowie des Katholischen Pfründestiftungsverbunds St. Ulrich haben solche uneingeschränkten Bestätigungsvermerke erhalten.

Der neue Leiter der Hauptabteilung VII Wirtschaftliche Angelegenheiten, Recht und Bauwesen Bischofsvikar Msgr. Walter Merkt blickt mit gemischten Gefühlen auf diese Zahlen: „Einerseits ist es positiv, dass sich die Annahme hinsichtlich der negativen Entwicklung des Kirchensteueraufkommens im Jahr 2021 nicht bestätigt hat. Andererseits macht die aktuelle Preisentwicklung und die zu erwartenden Gehaltskostensteigerungen eine Priorisierung einzelner Maßnahmen und Bereiche künftig unausweichlich.“ Für alle Menschen da zu sein, die unsere Hilfe brauchen, müsse der Anspruch für uns als Kirche sein und bleiben, so Bischofsvikar Merkt. Dies gelte für diejenigen, die sich als Teil der katholischen Kirche sehen und mit ihrer Kirchensteuer einen wichtigen Beitrag dazu leisten, ebenso wie für Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben.

Die Bilanzsumme des Bischöflichen Stuhls belief sich zum 31.12.2021 nahezu unverändert auf 665,5 Mio. Euro (2020: 667,4 Mio. Euro). Damit wird vor allem die Altersversorgung der aktiven und emeritierten Diözesanpriester gewährleistet. Die Bilanzsumme des Domkapitels belief sich auf 3,7 Mio. Euro (2020: 3,7 Mio. Euro). Der Katholische Pfründestiftungsverbund St. Ulrich (KPV) schloss das Jahr 2021 mit einer Bilanzsumme von 870,1 Mio. Euro (2020: 858,5 Mio. Euro) ab.

  

Geschäftsbericht und Jahresabschlüsse 2020

Augsburg, 01.07.2021 (pba). Die Diözese Augsburg hat die wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Krise im Haushaltsjahr 2020 gut gemeistert. Das geht aus dem Geschäftsbericht der Diözese hervor, den der Diözesansteuerausschuss in dieser Woche gebilligt hat. Danach lag die Bilanzsumme des Bistums bei 783,07 Millionen Euro und damit um nur 0,6 % niedriger als im Jahr 2019 (788,14 Mio. Euro).
Bischof Dr. Bertram Meier freut sich über das Engagement der Bischöflichen Finanzkammer unter der Leitung des Finanzdirektors Jérôme-Oliver Quella: „Damit konnte die Kirche von Augsburg auch in diesem schwierigen Jahr, in dem seelsorgerische Angebote besonders wichtig waren, ihrer Verpflichtung gegenüber den Menschen nachkommen, in Gottesdienst, Verkündigung und Dienst am Nächsten.“

Die Einnahmen aus der Kirchensteuer gingen von 380,3 Millionen Euro im Jahr 2019 auf 362,5 Millionen Euro zurück. Ein deutlicher Rückgang war vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zu erwarten gewesen, zumal die Höhe des allgemein gesunkenen Einkommensteueraufkommens, von dem die Kirchensteuer direkt abhängt, die Finanzierung des Wirkens des Bistums ausschlaggebend erschwert. Im Jahr 2020 machte die Kirchensteuer erneut 7/8 bzw. 86,2 % der Gesamteinnahmen der Diözese Augsburg aus (2019: 88,4 %).

Die Gewährung von Zuschüssen an Kirchenstiftungen und andere kirchliche Einrichtungen machte wie schon im Vorjahr den größten Teil der Aufwendungen aus. Die 2020 ausgezahlten 173,5 Millionen Euro (2019: 209,4 Mio. Euro) ermöglichten und förderten kirchliche Aktivitäten auf breiter Basis. Finanzdirektor Jérôme-Oliver Quella: „Durch diese Zuschüsse werden viele kirchliche Aktivitäten in den Pfarreien und Einrichtungen erst möglich. Da geht es nicht nur um die Sanierung von Kirchen oder Pfarrheimen, sondern auch um die soziale Arbeit für zum Beispiel Familien, Kranke, Pflegebedürftige, Obdachlose oder Flüchtlinge - und um die umfangreichen und vielfältigen Bildungsangebote.“ Fast 50 % der eingenommenen Kirchensteuern wurden in Aktivitäten und Maßnahmen in diesem Bereich eingebracht.

Die Präsenz der Kirche zeigt sich besonders auch im Bildungsbereich. Das Schulwerk der Diözese Augsburg ist mittlerweile Träger von 44 freien Schulen im Bereich des Bistums Augsburg. Diese hat das Bistum im Jahr 2020 mit rund 13 Millionen Euro unterstützt. Ein weiterer Fokus der Erziehungsarbeit liegt auf den 428 katholischen Kindertageseinrichtungen im Bistum Augsburg, in denen insgesamt rund 32.000 Kinder betreut werden. Hier hat das Bistum Augsburg im Jahr 2020 rund sechs Millionen Euro aus Kirchensteuermitteln aufgewendet, um das qualitativ hochwertige pädagogische Angebot, ergänzt um pastorale und stiftungsaufsichtliche Beratung, leisten zu können.

Den größten Einzelposten bei den Ausgaben bildet traditionell der Personalbereich. Der Bischöfliche Finanzdirektor: „Für andere Menschen da zu sein, bedeutet eben auch, dass Seelsorge wie auch die Bildungsangebote außerordentlich personalintensive Aktivitäten sind. Schließlich geht es darum, bei den Menschen zu sein, die um Hilfe und Orientierung bitten – und dies erfordert vor allem die nötige Aufmerksamkeit und Zeit. Daran können und wollen wir nichts ändern.“ Die Personalaufwendungen beliefen sich 2020 auf 161,7 Millionen Euro (2019: 158,9 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2020 beschäftigte die Diözese 3.255 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2019: 3.041).

Insgesamt weist die Diözese Augsburg für das Geschäftsjahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie einen Jahresfehlbetrag von minus 10,5 Millionen Euro aus (2019: minus 35,6 Mio. Euro). Der Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, ergänzt um einen entsprechenden Lagebericht, wurde wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften erstellt und hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers erhalten. Auch die Abschlüsse des Bischöflichen Stuhls, des Domkapitels sowie des Katholischen Pfründestiftungsverbunds St. Ulrich haben solche uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erhalten.

Die Bilanzsumme des Bischöflichen Stuhls belief sich zum 31.12.2020 auf 665,9 Mio. Euro (2019: 644,4 Mio. Euro). Damit wird vor allem die Altersversorgung der aktiven und emeritierten Diözesanpriester gewährleistet. Die Bilanzsumme des Domkapitels belief sich nahezu unverändert auf 3,7 Mio. Euro (2019: 3,7 Mio. Euro). Der Katholische Pfründestiftungsverbund St. Ulrich (KPV) schloss das Jahr 2020 mit einer Bilanzsumme von 858,5 Mio. Euro (2019: 755,2 Mio. Euro) ab.

Finanzdirektor Jérôme-Oliver Quella zog angesichts dieser Zahlen ein positives Fazit: „Wir sind besser durch das Corona-Jahr 2020 gekommen, als zu befürchten war. Auch nach dem vorläufigen Blick auf das erste Halbjahr 2021 können wir sagen, dass wir im Plan sind. Ich danke allen Frauen und Männern, die mit vollem Einsatz und großer Leidenschaft für die Diözese Augsburg tätig sind, vor allem aber allen, die sich nach wie vor in der katholischen Kirche beheimatet fühlen und mit ihrer Kirchensteuer ihren Teil dazu beitragen, dass wir weiter für die Menschen da sein können. Mit dem heute vorgelegten Geschäftsbericht 2020 und den zwölf Beiträgen möchten wir den Kreis schließen, indem Sie einen direkten Bezug aus Mittelherkunft und Mittelverwendung lebensnah und lebendig präsentiert bekommen.“

Hier finden Sie eine Blätterversion des Geschäftsberichts.

  

     

Jahresabschlüsse 2019

Der Bischöfliche Finanzdirektor Jérôme-Oliver Quella bei der Vorstellung der Jahresabschlüsse des Bistums (Foto: Julian Schmidt / pba)

Augsburg, 23.07.2020 (pba) Die Diözese Augsburg hat heute nach Beschlussfassung der zuständigen Organe ihren Jahresabschluss zum 31.12.2019 vorgelegt. Die wirtschaftliche Entwicklung im vergangenen Jahr habe sich positiv auf die Kirchensteuereinnahmen ausgewirkt, erklärte der Bischöfliche Finanzdirektor Jérôme-Oliver Quella. Zum ersten Mal ist den Zahlen auch ein 39-seitiger Lagebericht der Bischöflichen Finanzkammer beigelegt.

Mit einem Gesamtvolumen von 380 Mio. Euro seien die Kirchensteuereinnahmen um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen und machten im Abschluss 88,2 Prozent der diözesanen Gesamterträge aus. Damit seien die Zahlen grundsätzlich von der erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung im vergangenen Jahr geprägt, erklärte Finanzdirektor Quella: „Auf dieser Grundlage konnte das nachhaltige und breitgefächerte Wirken der Kirche von Augsburg in Gottesdienst, Verkündigung und Dienst am Nächsten gewährleistet werden.“ Die Bilanzsumme belief sich zum Stichtag 31.12.19 auf 788,1 Mio. Euro (2018: 745,1 Mio. Euro).

Gleichzeitig seien aber auch die Ausgaben in Form von Zuschüssen, Baulasten und Personalkosten deutlich angestiegen, sodass für das Jahr 2019 zum ersten Mal seit mehreren Jahren wieder ein Fehlbetrag von rund 35,6 Mio. Euro entstanden sei. Dieser resultiere jedoch aus zwei Sondereffekten: Zum einen sei durch eine Anpassung der diözesanen Bauzuschussformeln ein einmaliger Ausweiseffekt in der Bilanz in Höhe von 18,3 Mio. Euro entstanden, und zum anderen ergäben sich aufgrund des anhaltend niedrigeren Diskontierungszinssatzes weitere 24,7 Mio. Euro als erforderliche Zuführungen zu den Versorgungsverpflichtungen der Diözese. „Bereinigt um diese beiden Effekte wäre auch heuer das Betriebsergebnis positiv ausgefallen“, sagte der Finanzdirektor.

Die Aufwendungszahlungen und Gewährung von Zuschüssen an Kirchenstiftungen und andere kirchliche Einrichtungen machten wie schon im Vorjahr den größten Teil der Aufwendungen aus. Die 2019 ausgezahlten 227,9 Mio. Euro ermöglichten und förderten kirchliche Aktivitäten auf breiter Basis. Neben den Bau- und Instandhaltungskosten von mehr als 5.000 kirchlichen Immobilien wurden durch die Diözese somit Bildungsangebote und vielfältige soziale Arbeit kirchlicher Einrichtungen bezuschusst und ermöglicht. Größere Projekte waren im Berichtsjahr zum Beispiel die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen des Seniorenheims St. Afra mit 5,5 Mio. Euro oder das Übergangswohnheim für obdachlose Männer des Katholischen Verbands für Soziale Dienste Augsburg e.V. in der Stettiner Straße (5,2 Mio. Euro).

Ein weiterer wesentlicher Punkt in den Ausgaben waren die Personalkosten des Bistums. Der weiter voranschreitende Stellenausbau auf 3.041 diözesane Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2018: 2.996) und vor allem die Lohnsummenerhöhungen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, an dem sich die Diözese weitestgehend orientiert, haben hier zu einer weiteren Steigerung der laufenden Kosten beigetragen. Inklusive der Bezuschussung von mehr als 9.000 Planstellen in den rund 1.000 Pfarreien des Bistums ergeben sich somit Personalkosten in Höhe von 248,5 Mio. Euro (2018: 228,4 Mio. Euro), von denen 180,9 Mio. Euro als Aufwendungen für die direkt bei der Diözese angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verrechnet wurden (2018: 148,6 Mio. Euro).

Der Jahresabschluss mit Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang wurde erstmals nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften erstellt und hat wie in den Vorjahren den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers erhalten. Auch die Abschlüsse des Bischöflichen Stuhls, des Domkapitels sowie des Katholischen Pfründestiftungsverbunds St. Ulrich haben solche uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erhalten.

Die Bilanzsumme des Bischöflichen Stuhls belief sich zum 31.12.2019 auf 644,4 Mio. Euro (2018: 628,4 Mio. Euro). Damit wird vor allem die Altersversorgung der aktiven und emeritierten Diözesanpriester gewährleistet. Die Bilanzsumme des Domkapitels belief sich auf 3,7 Mio. Euro (2018: 3,8 Mio. Euro). Der Katholische Pfründestiftungsverbund St. Ulrich (KPV) verbuchte einen deutlichen Anstieg in der Bilanzsumme auf 755,2 Mio. Euro (2018: 258 Mio. Euro). Dies ergab sich aus der Zulegung der Pfründestiftungen in den Dekanaten Aichach-Friedberg, Donauwörth, Günzburg, Kempten, Marktoberdorf, Nördlingen, Pfaffenhofen und Starnberg und der damit verbundenen Vermögenswerte zum KPV im Laufe des vergangenen Jahres. In den kommenden Jahren werden die Vermögen sämtlicher verbleibender Pfründestiftungen im Bistum im KPV aufgehen und dessen Aufbau damit abgeschlossen sein.

     

Jahresabschlüsse 2018    

Augsburg, 21.06.2019 (pba). Nach Beschlussfassung durch die zuständigen Organe hat die Diözese Augsburg soeben ihren Jahresabschluss zum 31.12.2018 vorgelegt. Die Zahlen seien geprägt von der wiederum erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung im vergangenen Jahr, heißt es dazu in der Lageberichterstattung. Dies habe sich auch positiv auf die Kirchensteuereinnahmen ausgewirkt. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % auf 371 Mio. € gestiegen und machen damit rund 86 % der Gesamterträge des Bistums aus. Auf dieser Grundlage konnte das nachhaltige und breitgefächerte Wirken der Kirche von Augsburg in Gottesdienst, Verkündigung und Dienst am Nächsten gewährleistet werden. Die Bilanzsumme der Diözese belief sich im Berichtsjahr auf 745,1 Mio. €.

Die Personal- sowie die Instandhaltungsaufwendungen stellten im vergangenen Jahr wieder die größten Ausgabenblöcke dar. Die Diözese beschäftigt in den rund 1.000 Pfarreien sowie der Verwaltung über 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich rund 7.000 Vollzeitstellen teilen. Insgesamt entstanden der Diözese Personalkosten in Höhe von 228,4 Mio. €. Hierzu zählten zum einen die Aufwendungen für direkt bei der Diözese angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (148,6 Mio. €), zum anderen aber auch Zuwendungen an rechtlich selbstständige kirchliche Körperschaften, insbesondere Kirchenstiftungen.

Für die Instandhaltung des umfangreichen Gebäudebestandes der Pfarrkirchenstiftungen wurden 54,5 Mio. € aufgewendet. Die günstige Einnahmesituation hat im vergangenen Jahr zudem eine unterjährige Anhebung des Instandsetzungsetats für die Pfarreien sowie außerplanmäßig zusätzliche Mittel für mehrere Neubaumaßnahmen ermöglicht. Insgesamt wurden für Neubau- und Instandhaltungszuschüsse 74,2 Mio. € bereitgestellt.

Die sozial-karitativen Einrichtungen im Bistum konnten im vergangenen Jahr mit rund 22,6 Mio. € unterstützt werden. Dies betrifft unter anderem den Diözesancaritasverband, die Katholische Jugendfürsorge, den Sozialdienst katholischer Frauen, den Katholischen Verband für Soziale Dienste (SKM) sowie die zahlreichen Sozialstationen und die Asylsozialberatung. Darüber hinaus konnte den von einer Flutkatastrophe betroffenen Menschen im südindischen Kerala mit einer Sonderzuweisung von 500.000 € geholfen werden.

Auch im Jahr 2018 verzeichnet der Jahresabschluss wieder einen Überschuss. Er beläuft sich auf 19,8 Mio. € und ermöglicht erneut eine Stärkung der Rücklagen etwa im Baubereich. Der Jahresabschluss nimmt im Lagebericht aber auch künftige Schwankungen und sich abzeichnende Rückgänge des Kirchensteueraufkommens in den Blick. Wirtschaftliche Risiken bestünden vor allem durch die demografische Entwicklung sowie die hohe und steigende Zahl von Kirchenaustritten. Dies schwäche die wirtschaftliche Basis der kirchlichen Solidargemeinschaft empfindlich, heißt es dazu.

Der Jahresabschluss mit Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang wurde wie in den Vorjahren nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt und hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers erhalten. Dies gilt auch für die Abschlüsse des Bischöflichen Stuhls, des Domkapitels sowie des Katholischen Pfründestiftungsverbunds St. Ulrich.

Wesentliche Aufgabe des Bischöflichen Stuhls ist es, neben dem Unterhalt des Bischofshauses die Altersversorgung für die aktiven und emeritierten Priester der Diözese zu gewährleisten. Die Bilanzsumme des Bischöflichen Stuhls belief sich zum 31.12.2018 auf 628,4 Mio. € (2017: 630,9 Mio. €), die des Domkapitels auf 3,8 Mio. €.
Einen Zuwachs der Bilanzsumme verzeichnet der Katholische Pfründestiftungsverbund St. Ulrich (KPV). Dieser trägt bestimmungsgemäß zur Besoldung und Versorgung der Ortspfarrer bei. Zum 31.12.2018 belief sich die Bilanzsumme des KPV auf rund 258,0 Mio. € (2017: 190,8 Mio. €). Diese Zunahme ergibt sich aus den Zulegungen der bestehenden Pfründestiftungen der Dekanate Augsburg I, Augsburg II und Schwabmünchen zum KPV, die im Berichtszeitraum erfolgten. In den kommenden Jahren werden die Vermögen sämtlicher Dekanate des Bistums Augsburg in diesem Verbund aufgehen.

  

Jahresabschlüsse 2017

Augsburg, 26.06.2018 (pba). Nach Beschlussfassung durch die zuständigen Organe legte die Diözese Augsburg soeben ihren Jahresabschluss zum 31.12.2017 vor. Die Zahlen spiegeln die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung des vergangenen Jahres wider, die sich positiv auf die Kirchensteuereinnahmen ausgewirkt habe, heißt es in der Lageberichterstattung. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr (2016) um 5,6 % auf 360 Mio. € und machten knapp 84 % der Gesamterträge des Bistums aus.

Die Aufwendungen bilden das nachhaltige und breitgefächerte Wirken der Kirche von Augsburg in Gottesdienst, Verkündigung und Dienst am Nächsten ab. Die Personalkosten stellen dabei den bedeutendsten Aufwandsbereich dar; 232 Mio. € wurden hierfür aufgewandt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource der Seelsorge. So waren auch im vergangenen Jahr rund 2.000 Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten in der Pfarrseelsorge sowie Mitarbeiter in ergänzenden Seelsorgefeldern im Einsatz. Hierzu gehören unter anderem die Ehe-, Familien- und Lebensberatung, die Jugend- und Erwachsenenseelsorge, die Angebote für bedürftige und behinderte Menschen, Kitas, Schulen und Verbände. Hinzu kommen die Personalaufwendungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die seelsorglichen Dienste und Angebote verwaltungsmäßig unterstützen. Die Personalkostenquote betrug im Berichtsjahr unverändert 59 %.

46 Mio. € wurden für die Instandhaltung des umfangreichen Gebäudebestandes der Pfarreien und weiterer kirchlicher Einrichtungen aufgewendet. Die günstige Einnahmesituation hat im vergangenen Jahr eine unterjährige Anhebung des Instandsetzungsetats für die Pfarreien ermöglicht. „Eine Reihe von pfarrlichen Bauvorhaben konnte zuschussmäßig vorgezogen werden“, heißt es dazu im Lagebericht. Insgesamt wurden für Neubau- und Instandhaltungszuschüsse 71 Mio. € bereitgestellt.

Erheblich gestärkt wurde der Bereich der kirchlichen Caritas. Aufgrund der günstigen Kirchensteuerentwicklung konnten dem Diözesan-Caritasverband und den ihm angeschlossenen Einrichtungen zum Jahresende Sondermittel in Höhe von fünf Mio. € zusätzlich zu den regulären Haushaltsbewilligungen zur Verfügung gestellt werden. Dies betrifft insbesondere den Erwerb und die Sanierung der Anlauf- und Beratungsstelle für Wohnsitzlose des SKM Augsburg, Katholischer Verband für Soziale Dienste, sowie den Bau einer Tagesstätte für alkoholkranke Menschen durch den Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Augsburg.

Trotz der erheblichen, teilweise überplanmäßigen Seelsorgeaufwendungen konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 35,6 Mio. € ausgewiesen werden. Er wurde zur weiteren Stärkung des nachhaltigen Wirkens der Diözese überwiegend der Bauerhaltungsrücklage und der Gewährleistungsrücklage zugeführt. Damit soll künftigen Risiken und Schwankungen des Kirchensteueraufkommens begegnet werden.

Ebenfalls veröffentlicht wurden die Jahresabschlüsse des Bischöflichen Stuhls der Diözese Augsburg sowie des Domkapitels.

Wesentliche Aufgabe des Bischöflichen Stuhls ist neben dem Unterhalt des Bischofshauses die Gewährleistung der Altersversorgung für die 717 aktiven und emeritierten Priester der Diözese. Die hiermit verbundenen Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet.

Erstmals veröffentlicht der Katholische Pfründestiftungsverbund St. Ulrich (KPV) seinen Jahresabschluss. Diese kirchliche Stiftung wurde durch den Diözesanbischof im Jahr 2016 errichtet. In diesem Rechtsträger werden in den kommenden Jahren schrittweise die vorhandenen Vermögenswerte der ortskirchlichen Pfründestiftungen im Bistum Augsburg rechtlich zusammengeführt. Dies geschieht insbesondere aus Gründen einer Verwaltungsvereinfachung: bislang mussten die betreffenden Abrechnungen von den Kirchenverwaltungen vor Ort erstellt werden, was künftig weithin zentral geschieht. Im Hinblick auf die unveränderte Zweckbestimmung der Pfründeerträge für die Besoldung der Ortsgeistlichen soll zudem eine effizientere Bewirtschaftung ermöglicht werden.

Die Bilanzsumme des KPV belief sich zum 31.12.2017 auf 191 Mio. Euro. Sie wird sich in den kommenden Jahren entsprechend der weiteren Zulegung der bestehenden Pfründestiftungen in den 23 Dekanaten des Bistums schrittweise erhöhen. Sie gehen in diesem Verbund auf.

Sämtliche Jahresabschlüsse mit Bilanz, Gewinn- und Verlust-Rechnung und Anhang wurden wiederum nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt und haben jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers erhalten.