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Ehenichtigkeitsverfahren

Copyright: debowscyfoto
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Der Mensch ist von seinem Wesen her auf Beziehung und Partnerschaft angelegt. Er sehnt sich danach, zu lieben und geliebt zu werden und mit dem von ihm geliebten Menschen gemeinsam die Zukunft zu gestalten.

Da Liebe nach Dauer und Sicherheit verlangt, braucht die Liebe von Mann und Frau auch rechtlichen Schutz und die institutionelle Bindung, die in der Ehe gegeben sind. Auf die vorbehaltlose Liebe und unbedingte Verlässlichkeit, mit der die Partner sich selbst und ihre Kinder annehmen, solle sie in allen Lebenslagen, auch in Unglück und Not, in Alter und Krankheit vertrauen können. Dies versprechen Sie sich in der Kirche: „Ich will dich lieben, achten und ehren, alle Tage meines Lebens.“

Dem steht gegenüber, dass Ehen scheitern, wobei der Wunsch nach Partnerschaft weiterhin bestehen bleibt. Durch eine neue Beziehung entsteht der Wünsch nach einem Neuanfang, nach einer zweite Ehe, die die Kirche jedoch nicht einfach legitimieren kann. Das Sakrament der Ehe ist ein besonderes Rechtsgut und erfährt dementsprechend Schutz, auch durch die kirchlichen Gesetze.

In einem kirchlichen Verfahren, kann aber geprüft werden, ob die erste Ehe im katholischen Sinne gültig geschlossen wurde, oder wesentliche Elemente der Ehe gefehlt haben.