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Der Advent

Der Advent ist die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten. Zugleich ist er für die katholische Kirche der Anfang eines neuen Kirchenjahres. Der vierte Sonntag vor Weihnachten eröffnet die Zeit der Erwartung auf das Kommen des Gottessohnes. In diesen Wochen bereitet sich die Gemeinde auf die Geburt Jesu Christi vor, auf die Menschwerdung des Gottessohnes. Gleichzeitig wird der Blick auch auf die zweite Ankunft (Lat. „adventus“) Christi hingelenkt, nämlich auf die Ankunft am Ende der Tage. Und schließlich bitten wir um die Ankunft Jesu in unserem Herzen.
Diese drei Gesichtspunkte prägen den Advent: die hingebende und die freudige Erwartung. Verdeutlicht wird die Wende vom Tod zum Leben, von Finsternis ins Licht besonders durch die Lichtmetaphorik in der Adventszeit.

In den so genannten „Roratemessen“, die nach dem Einzugsvers „Rorate caeli desuper“ (Jes 45,8) benannt sind, versammelt sich die Gemeinde frühmorgens im Advent zu werktäglichen Gottesdiensten im Kerzenschein.
Der Adventskranz, um den sich die Familie sammelt, drückt mit der Kreisform den Zusammenhalt der Gläubigen aus und mit dem Licht der Kerzen die zuversichtliche Erwartung. Diesen hat 1839 der evangelische Theologe Johann Heinrich von Wichern eingeführt, um die Zeit bis Weihnachten aufzuzeigen.
In manchen Gegenden gibt es den Brauch des "Frauentragens". Ein Bild der Gottesmutter Maria wird jeden Tag zu einer anderen Familie gebracht. Dann betet man gemeinsam.

Die Texte des ersten Adventssonntags sprechen von der Wiederkunft Christi am Letzten Tag.

Am zweiten und dritten Adventssonntag steht die Gestalt Johannes des Täufers vor uns, der die Wege für das Kommen des Herrn bereiten will.

Der vierte Adventssonntag berichtet von Maria, der Mutter und Jungfrau, die Christus geboren hat.

Die Texte der Schriftlesungen finden sich hier