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Pfingsten - Heiliger Geist

Osterzeit

Die österliche Freude dauert nicht nur wenige Tage, sie wird sieben Wochen lang gefeiert und am fünfzigsten Tag pente coste ("Pfingsten") abgeschlossen. Die Freude äußert sich in dem besonderen Lied dieser Zeit, dem Halleluja (hebräisch = lobt Gott). Bei allen Gottesdiensten in der österlichen Festzeit brennt die Osterkerze und macht die Gegenwart des Auferstandenen in seiner Gemeinde bewusst.

In dieser Zeit der Erfüllung liest die Kirche ausschließlich aus Büchern des Neuen Testaments. Ihren besonderen Charakter erhalten die einzelnen Sonntage durch das jeweilige Evangelium: das Bekenntnis des Thomas zu Christus, die Erscheinungen des Auferstandenen, der gute Hirte, der wahre Weinstock, die Verheißung des Heiligen Geistes.


Christi Himmelfahrt (am 40. Tag nach Ostern)

Die "Himmelfahrt Christi" gehört zum Urbestand des christlichen Glaubens. Der Auferstandene erscheint vierzig Tage lang nach der Auferstehung mit verklärtem Leib als der von Gott Erhöhte (vgl. Lk 24,50–53, Apg 1,1–11).
Die Präsenz Christi zeigt ihn nicht als der Welt entrückt, sondern als einer, der auf eine neue Art und Weise bei ihnen anwesend ist. Das Unmögliche wurde möglich, der Tote lebt. Dabei wurde überhaupt erst das Einssein von Gott und Mensch begründet.
Als "zur Rechten Gottes sitzend" ist er das machtvolle Haupt der Kirche, die als sein Leib zwar noch in der Welt besteht, aber schon durch seine Erhöhung an der Existenzweise Gottes teilhat.


Pfingsten - Heiliger Geist

Der Pfingsttag schließt als der fünfzigste Tag die Osterzeit ab und öffnet zugleich wieder das Tor in den kirchlichen Jahreskreis und in den Alltag der Christen, damit auch dieser vom Geist des Herrn geprägt ist.

Nach dem Beispiel der Apostel, der Frauen und der Mutter Jesu betet die Kirche in den neun Tagen zwischen Himmelfahrt und Pfingsten um den Heiligen Geist. Er schenkt Kraft und Mut zum Zeugnis für Christus, den Auferstandenen. Er allein bringt der Kirche Einheit und brüderliche Gemeinschaft. Diese Pfingstnovene hat viele der schönen Gebete und Gesänge übernommen, die früher in der Woche nach Pfingsten standen. Das Gebet um den Heiligen Geist und seine Gaben ist eine besonders dringliche Aufgabe.