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Die weihnachtliche Festzeit

Die weihnachtliche Festzeit beginnt mit dem Fest der Geburt Christi in der Heiligen Nacht des 24. Dezember und endet mit dem Fest der Taufe des Herrn am Sonntag nach dem 6. Januar.

In der katholischen Liturgie beginnt das Weihnachtsfest mit der nächtlichen Vigilfeier, der Christmette an „Heilig Abend“ (24.12.). Am 25.12. das Weihnachtsfest wird begangen und am 26.12. der „Stephanietag“ gefeiert.

 

Geschichte des Geburtsfestes Jesu Christi, des Herrn

Entstanden ist das Fest der Geburt Jesu Christi bereits im vierten Jahrhundert. Die römische Kirche hat den 25. Dezember gewählt, nahe der Wintersonnwende, dem heidnischen Festtag des unbesiegbaren Sonnengottes. Sie feiert damit symbolisch Christus als die wahre Sonne, der in seiner Geburt der Welt aufgegangen ist, der im Tod nicht untergehen konnte und der wiederkommt in Herrlichkeit.

Verschiedene Bräuche haben sich um das Weihnachtsfest entwickelt: Das Aufstellen und Schmücken eines Christbaumes, der an den Baum des Lebens und an Christus als Licht der Welt erinnert, sowie das Herrichten einer Krippe, die das Geschehen der Heiligen Nacht darstellt.

Die Kirchen des Ostens feiern Weihnachten erst am 6. Januar. Dieses Fest, das älter ist, betont das Sichtbarwerden Gottes auf Erden (Theophanie). Die Westkirche feiert zusammen mit den Ostkirchen an diesem Tag die Erscheinung des Herrn (Epiphanie), das Kommen Christi als König in die Welt. Im Vordergrund steht die Huldigung der Weisen vor dem neugeborenen göttlichen Kind.
Im katholischen Brauchtum ziehen an Epiphanie (Dreikönig) Sternsinger betend von Haus zu Haus, sprengen geweihtes Wasser in die Räume und lassen Weihrauch duften. An die Türen werden mit Kreide die Jahreszahl und Kreuze sowie die Buchstaben C + M + B geschrieben („Christus mansionem benedicat“ = Christus segne dieses Haus). Sie bitten um eine Gabe für die Weltmission.

 

Weitere Feste der Weihnachtlichen Festzeit

Das Fest der Heiligen Familie wird am Sonntag nach Weihnachten bzw. (falls der 25. Dez. auf einen Sonntag fällt) am 30. Dezember gefeiert.

Acht Tage nach Weihnachten ist das Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Januar), an dem in besonderer Weise der Gottesmutter gedacht wird.

Am Sonntag nach Epiphanie (6.1.) berichtet das Evangelium von der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer. Seit der Liturgiereform endet mit dem Sonntag, an dem die Taufe Jesu thematisiert wird, die weihnachtliche Festzeit.

Vierzig Tage nach Weihnachten wird schließlich die Darstellung des Herrn im Tempel gefeiert. Vor der Liturgiereform war dieser Tag das Ende des Weihnachtsfestkreises. Der 2. Februar wird auch als „Mariä Lichtmess“ bezeichnet, wegen des festlichen Einzugs ins Gotteshaus mit brennenden Lichtern.

Die Texte der Schriftlesungen finden sich hier