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Doppelhaushalt 2019/2020 der Diözese Augsburg

Wir freuen uns über Ihr Interesse an den Leistungen und Angeboten der Kirche von Augsburg und den dafür benötigten finanziellen Mitteln, gleich ob Sie Mitglied unserer Kirche sind oder nicht.

Dr. Klaus Donaubauer (Foto: Daniel Jäckel / pba)

Der Diözesansteuerausschuss hat nach Vorberatung des Finanzausschusses den vorliegenden Doppelhaushalt am 09.04.2019 beschlossen. Das kirchliche Leistungsspektrum in Gottesdienst, Verkündigung und Dienst am Nächsten erfährt auch in den kommenden beiden Jahren besondere Schwerpunkte in der Unterstützung unserer rund 1.000 Pfarrgemeinden. So wird der Etat für die Instandsetzung des Gebäudebestands der Pfarreien auf jeweils 50 Mio. Euro erhöht, außerdem werden in der Seelsorge zusätzliche Stellen geschaffen. Im caritativen Bereich sieht der Haushalt unter anderem 7,5 Mio. Euro für den Bau eines Wohnprojekts für Männer vor, deren Leben von Obdachlosigkeit und anderen Schwierigkeiten geprägt ist. Auch für Neubaumaßnahmen der kirchlichen Schulen sind in den kommenden Jahren erhebliche Finanzmittel vorgesehen.

Nähere Informationen zu diesen und den weiteren vielfältigen Aktivitäten und Projekte der Kirche von Augsburg finden Sie in der untenstehenden Datei.

Wenn Sie bei der Lektüre weitergehende Fragen zum Haushalt und zur Verwendung der Kirchensteuermittel haben, können Sie uns gerne über unsere Pressestelle (E-Mail: info@bistum-augsburg.de) kontaktieren.

Ihr
Klaus Donaubauer
Bischöfl. Finanzdirektor

 

 

  

Jahresabschlüsse 2017

Nach Beschlussfassung durch die zuständigen Organe legte die Diözese Augsburg soeben ihren Jahresabschluss zum 31.12.2017 vor. Die Zahlen spiegeln die erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung des vergangenen Jahres wider, die sich positiv auf die Kirchensteuereinnahmen ausgewirkt habe, heißt es in der Lageberichterstattung. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr (2016) um 5,6 % auf 360 Mio. € und machten knapp 84 % der Gesamterträge des Bistums aus.

Die Aufwendungen bilden das nachhaltige und breitgefächerte Wirken der Kirche von Augsburg in Gottesdienst, Verkündigung und Dienst am Nächsten ab. Die Personalkosten stellen dabei den bedeutendsten Aufwandsbereich dar; 232 Mio. € wurden hierfür aufgewandt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource der Seelsorge. So waren auch im vergangenen Jahr rund 2.000 Priester, Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten in der Pfarrseelsorge sowie Mitarbeiter in ergänzenden Seelsorgefeldern im Einsatz. Hierzu gehören unter anderem die Ehe-, Familien- und Lebensberatung, die Jugend- und Erwachsenenseelsorge, die Angebote für bedürftige und behinderte Menschen, Kitas, Schulen und Verbände. Hinzu kommen die Personalaufwendungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die seelsorglichen Dienste und Angebote verwaltungsmäßig unterstützen. Die Personalkostenquote betrug im Berichtsjahr unverändert 59 %.

46 Mio. € wurden für die Instandhaltung des umfangreichen Gebäudebestandes der Pfarreien und weiterer kirchlicher Einrichtungen aufgewendet. Die günstige Einnahmesituation hat im vergangenen Jahr eine unterjährige Anhebung des Instandsetzungsetats für die Pfarreien ermöglicht. „Eine Reihe von pfarrlichen Bauvorhaben konnte zuschussmäßig vorgezogen werden“, heißt es dazu im Lagebericht. Insgesamt wurden für Neubau- und Instandhaltungszuschüsse 71 Mio. € bereitgestellt.

Erheblich gestärkt wurde der Bereich der kirchlichen Caritas. Aufgrund der günstigen Kirchensteuerentwicklung konnten dem Diözesan-Caritasverband und den ihm angeschlossenen Einrichtungen zum Jahresende Sondermittel in Höhe von fünf Mio. € zusätzlich zu den regulären Haushaltsbewilligungen zur Verfügung gestellt werden. Dies betrifft insbesondere den Erwerb und die Sanierung der Anlauf- und Beratungsstelle für Wohnsitzlose des SKM Augsburg, Katholischer Verband für Soziale Dienste, sowie den Bau einer Tagesstätte für alkoholkranke Menschen durch den Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Augsburg.

Trotz der erheblichen, teilweise überplanmäßigen Seelsorgeaufwendungen konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von 35,6 Mio. € ausgewiesen werden. Er wurde zur weiteren Stärkung des nachhaltigen Wirkens der Diözese überwiegend der Bauerhaltungsrücklage und der Gewährleistungsrücklage zugeführt. Damit soll künftigen Risiken und Schwankungen des Kirchensteueraufkommens begegnet werden.

Ebenfalls veröffentlicht wurden die Jahresabschlüsse des Bischöflichen Stuhls der Diözese Augsburg sowie des Domkapitels. Wesentliche Aufgabe des Bischöflichen Stuhls ist neben dem Unterhalt des Bischofshauses die Gewährleistung der Altersversorgung für die 717 aktiven und emeritierten Priester der Diözese. Die hiermit verbundenen Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet.

Erstmals veröffentlicht der Katholische Pfründestiftungsverbund St. Ulrich (KPV) seinen Jahresabschluss. Diese kirchliche Stiftung wurde durch den Diözesanbischof im Jahr 2016 errichtet. In diesem Rechtsträger werden in den kommenden Jahren schrittweise die vorhandenen Vermögenswerte der ortskirchlichen Pfründestiftungen im Bistum Augsburg rechtlich zusammengeführt. Dies geschieht insbesondere aus Gründen einer Verwaltungsvereinfachung: bislang mussten die betreffenden Abrechnungen von den Kirchenverwaltungen vor Ort erstellt werden, was künftig weithin zentral geschieht. Im Hinblick auf die unveränderte Zweckbestimmung der Pfründeerträge für die Besoldung der Ortsgeistlichen soll zudem eine effizientere Bewirtschaftung ermöglicht werden.

Die Bilanzsumme des KPV belief sich zum 31.12.2017 auf 191 Mio. Euro. Sie wird sich in den kommenden Jahren entsprechend der weiteren Zulegung der bestehenden Pfründestiftungen in den 23 Dekanaten des Bistums schrittweise erhöhen. Sie gehen in diesem Verbund auf.

Sämtliche Jahresabschlüsse mit Bilanz, Gewinn- und Verlust-Rechnung und Anhang wurden wiederum nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt und haben jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers erhalten.

    

   

Kirche und Finanzen: Interviews mit Finanzdirektor Dr. Klaus Donaubauer

"Vielfältige Sicherungs- und Kontrollmechanismen" (Katholische Sonntagszeitung, 3./4. März 2018)

"Bistumsfinanzen: Eine Daueraufgabe mit Herausforderungen" (katholisch1.tv, 26. Februar 2018)
Interview mit katholisch1.tv