Tagesseminar zur Bibel
Wir-Gefühle - aber wer ist "wir"? - Biblische Zugänge zu Identität und Gemeinschaft
Schon immer unterwegs - Identitätsstiftende Erzählungen des Alten Testaments
Errettung und Erinnerung: Die Exoduserzählungen und kollektive Identität
„Wir“ sind Meister – oder auch nicht. „Wir“ waren 2005 Papst. „Wir“, sagt der Kanzler, „sind nicht mehr wettbewerbsfähig genug“. „Mia san mia“, sagen die Bayern. Doch wer ist dieses „Wir“ eigentlich? Wer gehört dazu – und wer nicht? Solche Fragen stellen sich jeder Gruppe. Auch unserer Gesellschaft. Auch der Kirche. Sie spielten bereits bei der Entstehung der Bibel eine wichtige Rolle.
Kollektive Identität – das Wir-Gefühl einer Gruppe – entsteht nicht nur durch gemeinsame Erlebnisse, sondern durch Erzählungen, die weitergegeben werden. So wurde etwa die Exodusgeschichte über Jahrhunderte hinweg für unterschiedlichste Gruppen identitätsstiftend. Im Neuen Testament sind es Erzählungen von Jesus, die es schriftlich festzuhalten galt, als die unmittelbaren Zeugen weniger wurden.
In zwei Seminarreihen von je zwei Tagen erkunden wir identitätsstiftende Erzählungen in der Bibel und fragen nach ihrer Bedeutung für heute.
In der ersten Reihe im Herbst 2026 stehen die „Gründungsmythen“ des biblischen Volkes Israel im Fokus. In der zweiten Seminarreihe im Frühling 2027 wird es um das Neue Testament als identitätsstiftende Literatur der jungen Jesusgemeinschaft gehen.
Die Teilnahme an allen vier Seminartagen wird empfohlen, doch kann jede Einheit auch einzeln belegt werden.
Referenten: Dr. Janina Hiebel, Dipl.-Theol. Markus Weiland, Bibelreferenten für das Bistum Augsburg
Gebühr: 30,00 € je Seminartag inkl. Mittagessen, Kaffee und Kuchen
Anmeldung, Kontakt und Information:
Kath. Erwachsenenbildung im Bistum Augsburg
Tel. (0821) 3166 8822
oder info@keb-augsburg.de