Begegnungstag mit und für ausländische Schwestern aus dem Bistum Augsburg im Crescentia-Kloster in Kaufbeuren
Am Samstag, den 17. September 2022 trafen sich 20 Schwestern unterschiedlichster Nationalitäten in Kaufbeuren. Die Schwestern sind vor allem in Altenheimen und Krankenhäusern, aber auch im Kindergarten im Bistum Augsburg tätig und gehören 9 verschiedenen Ordensgemeinschaften an.
„In den Fußspuren der hl. Crescentia von Kaufbeuren“ zu gehen, zu wandeln, zu laufen, mehr zu erfahren, war der Wunsch der Schwestern aus Indien, Nigeria, dem Irak, Kenia und Deutschland.
Sr. Johanna Maria Höldrich, die Oberin des Klosters, begrüßte die Teilnehmerinnen und freute sich über das große Interesse an der Klosterheiligen. Nach einer Vorstellungsrunde wurden für den geplanten gemeinsamen Gottesdienst am Nachmittag in Kleingruppen Lieder und Tänze geübt, getrommelt und Texte vorbereitet. Das gemeinsame Mittagsgebet am Grab der Hl. Crescentia zusammen mit den Crescentia-Schwestern schloss den Vormittag ab. In der Mittagspause war ein Besuch der Pfarrkirche, der Altstadt, des Berggartens und des Klosterladens, sowie eine Einkehr möglich.
Gestärkt und neugierig brach die Gruppe nachmittags zur Führung durch die Gedenkstätte der heiligen Crescentia unter der Leitung von Sr. Ursula Maria Gruber auf. Auch in der noch immer erhaltenen Zelle der heiligen Crescentia war Zeit für ein kurzes Memento um den guten Geist der Ordensfrau zu erspüren und sie als Fürsprecherin anzurufen. So sprang der Funke auf alle über. Beeindruckend waren die vielen Votivgaben, auch aus unserer Zeit, die die tiefe Verbundenheit der Gläubigen zu IHRER Heiligen auch im HEUTE zeigen.
Sr. Ursula Maria erzählte mit viel Herzblut Begebenheiten aus dem Leben der Heiligen und wie diese so manche Prüfung und Schwierigkeiten mit der Hilfe Gottes immer wieder gemeistert hatte. Oft war der Gruppe als würde die heilige Crescentia mit ihnen durch das Kloster gehen, besonders im Klausurbereich beim Betrachten des überdimensionalen Kreuzweges mit dem Bildnis der Ordensfrau. Allen war bewusst, die heilige Crescentia mit ihrer lebenslangen Verbundenheit zum Kreuz hat eine Botschaft der Zuversicht gerade in Krisenzeiten.
Angerührt und tief bewegt flossen einige Impulse und Erfahrungen des Tages in die gemeinsame Feier der Eucharistie mit P. Tobias Merkt OSB, dem Schwesternseelsorger des Bistums. Lebendigkeit, Begeisterung, Hoffnung und Freude waren in den Liedern und den schwungvollen Tänzen zu spüren. Mit Zuversicht und Fröhlichkeit im Herzen kehrten alle wieder gerne an ihre Einsatzorte zurück, denn Sr. M. Hedwig Scharnagl vom Fachbereich Gottgeweihtes Leben vom Bistum Augsburg, gab die feste Zusage für ein Treffen auch im nächsten Jahr.
verfasst: Sr. M. Hedwig Scharnagl OSF
Fotos: Sr. Irene Schlegel OSF, Crescentiakloster Kaufbeuren