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Dank an Pater Rudolf Stenglein für zwölf Jahre als Schwesternseelsorger im Bistum

04.07.2017 11:56

Zwölf Jahre war er als Schwesternseelsorger tätig – gestern ist er von seinem Amt verabschiedet worden: der Benediktinerpater Rudolf Stenglein aus St. Ottilien. Die Verabschiedung fand am Tag des gottgeweihten Lebens in der Ulrichswoche mit rund 100 Ordensleuten im Pfarrheim St. Ulrich und Afra in Augsburg statt. Pfarrer Dr. Ulrich Lindl, Leiter des Ordensreferats der Diözese Augsburg, dankte Pater Rudolf für seinen Einsatz: „Diese zwölf Jahre Ihres Dienstes bleiben. Da geht nichts verloren, denn es ist bei Gott aufgehoben.“ Pater Rudolf Stenglein betonte, dass er die Seelsorge für die Ordensschwestern damals gerne übernommen und er sich in den verschiedenen Gemeinschaften stets willkommen gefühlt habe.

Als Schwesternseelsorger stand Pater Rudolf Ordensgemeinschaften, die keinen eigenen Spiritual haben, als geistlicher Begleiter zur Seite. Er hielt Exerzitien und Besinnungstage ab, stand für die Beichte zur Verfügung und setzte spirituelle Impulse im Leben der Schwestern. In Zukunft wird Pater Tobias Merkt neben seiner Aufgabe als theologischer Referent im Ordensreferat dieses Amt übernehmen. „Ich freue mich, dass wir wieder aus der Erzabtei St. Ottilien einen Nachfolger für die Schwersternseelsorge gewinnen konnten“, erklärte Lindl. Er habe für dieses Amt bewusst nach einem Ordensmann gesucht, da dieser die „Spiritualität des Alltags“, die in den Ordensgemeinschaften gelebt werde, besser verstehe.

Auch die anwesenden Ordensschwestern nutzten die Gelegenheit, sich von ihrem Spiritual zu verabschieden und ihm zu danken. Pater Rudolf habe es stets verstanden, sowohl die älteren als auch die jüngeren Ordensmitglieder zu begeistern. Er sei ein wunderbarer Zuhörer gewesen, der immer mit einem guten Rat zur Seite gestanden habe. Bei seinen Exerzitien und Impulsen habe er stets tiefe und kraftvolle Worte gefunden. Pater Rudolf freute sich sehr über die Anerkennung: „Diese lobenden Worte bestätigen mir, dass sich mein Einsatz in den letzten zwölf Jahren gelohnt hat.“

Bevor er verabschiedet wurde, blickte Pater Rudolf noch einmal zurück auf die vergangenen Jahre und gab den anwesenden Ordensleuten einige Gedanken mit auf den Weg. Als Ordensangehörige seien sie das „Herz der Kirche“, zitierte Pater Rudolf Papst Franziskus. Dieses Herz müsse aber auch stets gepflegt werden. Insbesondere der Respekt vor den älteren Ordensmitgliedern liege dem Benediktinerpater sehr am Herzen: „Das was wir heute haben, verdanken wir ihnen“, stellte er fest. Sie seien mit ihrer reichen Erfahrung, ihrem großen Wissensschatz und ihrem unablässigen Gebet das „Kraftwerk der Gemeinschaft“.