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Orden

05.02.2016 09:59

Am 2. Februar mündete das Jahr des geweihten Lebens seinen gewissermaßen ein in das Heilige Jahr der Göttlichen Barmherzigkeit. Um diesen Übergang zu würdigen, waren die Frauen und Männer des geweihten Lebens herzlich eingeladen, am 2.2. zu einer feierlichen Vesper in den Dom zu kommen.

Es war schön, dass viele dieser Einladung gefolgt sind und das Mittelschiff des Doms gut mit Schwestern gefüllt war: rund 80 Schwestern und 20 Brüder hatten sich aus Augsburg, aber auch aus der weiteren Umgebung aufgemacht. In seiner Ansprache ging Ordensreferent Dr. Lindl auf das Thema Barmherzigkeit ein: der Sinn des Wortes ist vielen Menschen heute eher noch von seinem Gegenbild her verständlich „Was unbarmherzig ist, weiß jeder“ so Dr. Lindl. Der Anruf an uns in diesem Heiligen Jahr ist es, uns für die Barmherzigkeit Gottes zu öffnen. So darf das Wort Jesu „Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist“ (Lk 6,36) nicht als Leistungsanforderung verstanden werden, die wohl schnell überfordern würde. „Wir dürfen hören: „Seid barmherzig, weil euer Vater barmherzig ist.“ Dabei braucht es auch Barmherzigkeit mit sich selbst – gerade für Schwestern und Brüder, die alt geworden sind, ist der Umgang mit der eigenen Schwäche und den abnehmenden Kräften oft eine herausfordernde Aufgabe. Jesus Christus hat sich dieser Schwäche gestellt, wir können wir von ihm lernen und mit offenen, empfangenden Händen zu ihm kommen. Diese innere Haltung wird uns mehr und mehr zu barmherzigen Menschen machen, Menschen „denen es das Innerste umdreht, wenn sie mit der Not der Menschen konfrontiert werden“ - das meint Barmherzigkeit vom griechischen Wortsinn her. Im Anschluss an die Vesper war die Gebetsgemeinschaft zu einer Zeit der Begegnung im Kolpinghaus eingeladen. Dort ergaben sich rege Gespräche und froher Austausch zwischen den Ordensleuten. Viele von ihnen kehrten danach in den Dom zurück, um das Pontifikalamt mit Bischof Konrad zum Fest der Darstellung des Herrn mitzufeiern.