Oberenenkonferenz in Leitershofen: „Frucht zur rechten Zeit“
Rund 60 Oberinnen und Obere aus den verschiedenen Ordensgemeinschaften und Säkularinstituten in der Diözese trafen sich zur traditionellen Frühjahrskonferenz im Exerzitienhaus Leitershofen.
In den vergangenen Tagungen hatten sich die verantwortlichen der Geistlichen Gemeinschaften mit der Frage auseinandergesetzt, wie das Ordensleben mit der Führung Gottes auf dem Weg in eine gute Zukunft bleiben kann. Ordensreferent Pfarrer Dr. Ulrich Lindl wies in seiner Einführung darauf hin, wie wichtig dabei der Aspekt der Kommunikation ist: es geht um einen Prozess der Öffnung auf das Du hin – das Du Gottes und das des Mitmenschen.
Referent der Frühjahrskonferenz war Herr Martin Knöferl, Leiter der Koordinationsstelle Supervision im Bistum Augsburg. Auf eine sehr behutsame und zugleich humorvolle Art verstand er es, die Teilnehmenden mit sich selbst in Berührung zu bringen. „Verständigung und Selbstvergewisserung“ lautete sein Thema. Mit der Außensicht des Supervisors machte er so Vorgänge transparent, die im Alltagszusammenhang oft ungeklärt und unverstanden bleiben. So konnte er in einem zweiten Impulsteil „Gute Aussichten“ eröffnen: wer Freude an der eigenen Berufung hat, darf sein wie ein „Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist und Frucht bringt zur rechten Zeit“, wie es in Psalm 1 heißt.
Die Mitte der Konferenz gehört der Heiligen Messe, die der Ordensreferent mit den Anwesenden feierte. Am Fest Kathedra Petri stellte er die Notwendigkeit von Orientierungsfiguren heraus, die aber immer von einem „sowohl als auch“ geprägt sei: nicht nur den „Fels“ Petrus braucht die Kirche, sondern auch Paulus mit seinem unermüdlichen Aufbruch im Dienst des Evangeliums.
Am Nachmittag ging es um Aktuelles aus dem Ordensreferat und es gab Raum für Fragen und Anliegen des Plenums, bevor das gemeinsame Vespergebet die Tagung abrundete.