DER GEKREUZIGTE CHRISTUS IN DER BAROCKEN KUNST
Die Künstlerfreundschaft von Peter Paul Rubens (1577-1640) und Georg Petel (1601/1602-1634)
Kunsthistorische und geistliche Betrachtungen mit Prof. Dr. Nils Büttner vom Rubenianum auf die Karwoche hin im Peter Paul Rubens Jubiläumsjahr am historischen Ort in der Pfarrei St. Moritz, zu der Georg Petel gehörte.
Die Seitenwunde Christi – nicht beim Herzen?
Im Rubensjahr übernimmt Prof. Dr. Nils Büttner, vulgus als Mr. Rubens bekannt, den traditionsreichen Vortrag des Akademischen Forums auf die Karwoche hin. Als verantwortlicher Herausgeber und Autor des Corpus Rubenianum Ludwig Burchard und Vorsitzender des Centrum Rubenianum befasste sich Büttner nochmals mit dem „Augsburger-Rubensschüler“ Georg Petel (1601/02-1634) und mit der Passion Christi bei Peter Paul Rubens (1577-1640). Schlicht ausgedrückt transformierte Petel vor allem Christusdarstellungen aus Rubens malerischem Oeuvre in den Raum. Petels Skulpturen prägen bis heute bedeutende Sakralräume in Augsburg, so den Hohen Dom, St. Moritz, die Barfüßerkirche, St. Maximilian und katholisch Hl. Kreuz.
Büttner versteht die geistliche Kunst Rubens eng verflochten mit dessen tiefer katholischer Frömmigkeit und theologischen Bildung jesuitischer Prägung: seine geistlichen Werke predigen. So wird auch Büttner auf die Karwoche hin keinen klassischen kunsthistorischen Vortrag halten, sondern angelehnt an die Form der Laienpredigt und ignatianischen Bildbetrachtung ökumenisch verbunden über die Seitenwunde Christi reflektieren. Dabei wird er auch erläutern, warum in der Kunst die Seitenwunde des Gekreuzigten oftmals nicht an der Herzseite dargestellt wird.
Programm
18.30 Uhr Begrüßung und Einführung durch Pfr. Helmut Haug und Frederic-Joachim Kaminski
18.40 Uhr Die Seitenwunde Christi. Kunsthistorische und geistliche Betrachtungen auf die Karwoche hin
Prof. Dr. Nils Büttner, Antwerpen, Stuttgart
20.15 Uhr Rückfragen und Diskussion
20.30 Uhr Ende der Veranstaltung
Moderation: Frederic-J. Kaminski
Der Referent
Prof. Dr. Nils Büttner
Foto: Leif Piechowski
Als Vorsitzender des „Centrum Rubenianum“ in Antwerpen, dem Zentrum für die flämische Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts, und verantwortlicher Herausgeber des Corpus Rubenianum Ludwig Burchard, des Werkverzeichnisses von Peter Paul Rubens ist Büttner aus dem Kontext der Rubensforschung nicht wegzudenken. 2004/05 habilitierte er bereits mit der Schrift „Herr P. P. Rubens. Von der Kunst, berühmt zu werden“ am Institut für Kunst und Materielle Kultur der Universität Dortmund. Büttner ist Inhaber des Lehrstuhls für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.
Kosten
6.- EUR Schüler und Studenten frei
Anmeldung erbeten
per akademisches-forum@bistum-augsburg.de