Nachrichten
Karwoche
Karsamstag: Stille
30.03.2018
20:00
Am Karsamstag herrscht – zumindest in liturgischer Hinsicht – Stille. Neben dem Karfreitag der einzige Tag, an dem keine Heilige Messe gefeiert wird. Es ist der Tag der Grabesruhe: Jesus ist wirklich gestorben, „hinab gestiegen ist in das Reich das Todes“, wie wir im Credo bekennen. Kein noch so gottferner Winkel dieser Schöpfung bleibt unberührt von dieser alles umfassenden Liebe Gottes. – Das Schweigen dieses Tages lässt Raum, die Dramatik der vergangenen Ereignisse nachklingen zu lassen, der Trauer Raum zu geben, das Geheimnis unserer Erlösung zu bestaunen. Mit Fasten und Gebet erwarten wir in dieser Zeit die Auferstehung Christi. In manchen Pfarreien besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Tagzeitenliturgie: einer sog. Trauermette am Karsamstag (vgl. Gotteslob 310). Vielerorts gibt es "Heilige Gräber", die nur am Karfreitag und Karsamstag zu sehen sind. Die Gläubigen sind eingeladen, dort zu beten.
30.03.2018
18:00
Augsburg (pba). „Ecce homo – Seht den Menschen“: Weibischof Losinger hat in seiner Ansprache während der Karfreitagsliturgie heute im Hohen Dom zu Augsburg die kurze Szene gedeutet, in der Pontius Pilatus Jesus einer wütenden Menge zeigt. Für ihn gehöre sie jedes Jahr am Karfreitag „zu den bewegendsten Augenblicken der Passion“, bekundete Weihbischof Anton. „Seht den Menschen. Seht das ultimative Signal der Liebe Gottes zu den Menschen. Aber seht auch, wozu der Mensch fähig ist, in allen Jahrhunderten, auch heute.“ Der Weihbischof ging deshalb der Frage nach, von welchem Menschenbild wir geleitet seien. Er griff dabei auf das Geistliche Testament des vor kurzem verstorbenen Kardinals Karl Lehmann zurück. Er habe immer wieder und immer mehr darunter gelitten, blickt der langjährige Bischof von Mainz darin auf unsere Erde und unser Leben, wie in vielem wunderbar, schön und faszinierend, wie abgrundtief zwiespältig, zerstörerisch und schrecklich sie aber auch seien.
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30.03.2018
10:00
Der Karfreitag steht ganz im Zeichen des Kreuzes. Er ist daher strenger Fast- und Abstinenztag für die Gläubigen, – ein Ausrufezeichen in unserem Speiseplan. Wozu? Unsere Versöhnung mit Gott geschieht durch die rückhaltlose Selbsthingabe Jesu Christi: So sagte er beim Letzten Abendmahl: „Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ (1 Kor 11,24). Für diese Realität, die unsere Wirklichkeit übersteigt und für jeden auch die Überwindung der Grenze des Todes bedeutet, sollen wir durch bewussten Verzicht und Konzentration auf das Geschehen sensibilisiert werden. Von daher versteht es sich von selbst, dass der Verzehr von Edelfischen und anderen kulinarischen Leckerbissen wie er an Aschermittwoch und Karfreitag zunehmend üblich wird, für Christen mit dem Fastengebot nicht in Einklang zu bringen ist, auch wenn diese an sich nicht unter das Abstinenzgebot fallen.
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29.03.2018
22:57
Am heutigen Gründonnerstag hat Bischof Konrad zusammen mit den Weihbischöfen und den Domkapitularen die Messe vom Letzten Abendmahl gefeiert. Damit hat im Augsburger Dom das „Triduum Paschale“, also die Feier der drei Tage von Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn begonnen. In Erinnerung an das sichtbare Zeichen der Liebe Jesu und die Demut seines Handelns im Abendmahlssaal, wusch der Bischof zwölf Frauen und Männern die Füße.
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29.03.2018
14:00
Um das Jahr 1630 entstanden beide Werke, die in dieser Bildmeditation zur Karwoche ineinander verschmelzen: das "Miserere" von Gregorio Allegri, gesungen von den Augsburger Domsingknaben, und der Geißelheiland von Georg Petel an der steinernen Rückwand des neugestalteten Sakramentsaltars im Augsburger Dom.
29.03.2018
10:00
Die Bezeichnung "Gründonnerstag" mag beim Blick auf die Feier des Letzten Abendmahls Jesu mit den zwölf, in engster Nachfolge stehenden Jüngern zunächst verwundern: „Grün“ leitet sich allerdings vom mittelhochdeutschen grinen / greinen (klagen) ab. Damit wird schon auf die Todesangst Jesu am Ölberg und das bevorstehende Leiden, das in der Feier am Karfreitag im Mittelpunkt steht, hingewiesen. Warum? In der Messe vom Letzten Abendmahl werden gleichsam Tod und Auferstehung Jesu Christi vorweggenommen.
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28.03.2018
20:00
Warum feiert die Kirche das Osterfest am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond mögen sich viele schon gefragt haben? Sowohl eine historische wie eine theologische Antwort gibt es darauf. Nach dem Zeugnis der Evangelien fand die Hinrichtung Jesu im zeitlichen Umfeld eines jüdischen Passahfestes statt (vgl. Joh 19,14), dessen Termin durch den ersten Frühlingsvollmond bestimmt wird. Doch die Bezüge reichen tiefer.
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Radiogottesdienst
Bayern1 überträgt Osternacht aus Neusäß
28.03.2018
20:00
In der Osternacht am 31. März überträgt Radio Bayern1 die Messe zum Hochfest der Auferstehung des Herrn live aus der Stadtpfarrkirche St. Ägidius in Neusäß. Die Sendung beginnt um 21.05 Uhr. Stadtpfarrer Wolfgang Kretschmer wird den Gottesdienst zelebrieren. Die musikalische Gestaltung übernehmen der Kirchenchor sowie die Männerschola der Pfarreiengemeinschaft Neusäß. Sie werden Chorwerke von Georg Friedrich Händel, Felix Mendelssohn Bartholdy und Gallus Dressler singen. Außerdem werden Chorsätze, Psalmen und Gemeindelieder zur Osterliturgie nach dem Gotteslob den Gottesdienst prägen.
28.03.2018
15:19
Augsburg (pba). Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute im Augsburger Dom mit rund 250 Priestern und Diakonen aus der Diözese, den Weihbischöfen sowie den Domkapitularen die Chrisam-Messe gefeiert. Dabei weihte er für alle Pfarreien des Bistums die heiligen Öle zur Spendung der Sakramente. Während der Messe erneuerten die anwesenden Priester zudem ihre Bereitschaft zum priesterlichen Dienst und brachten damit die Verbundenheit mit ihrem Bischof zum Ausdruck. Dieser begrüßte unter den Gottesdienstbesuchern auch zahlreiche Jugendliche, die sich auf den Empfang des Firmsakramentes in diesem Jahr vorbereiten.
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27.03.2018
20:00
Weltweit finden in den Kathedralkirchen am Vormittag des Gründonnerstags – oder wie in Augsburg morgen früh, 28. März, um 10 Uhr – während der sogenannten Chrisam-Messe die Weihen der heiligen Öle statt. Bei dieser Messe im Hohen Dom weiht Bischof Dr. Konrad Zdarsa für das Bistum Augsburg Chrisam, Katechumenenöl und Krankenöl. Diese Salböle werden das ganze Jahr über im Bistum Verwendung finden: Chrisam bei Taufe, Firmung, Priesterweihe, aber auch – sofern es erforderlich ist – bei der Bischofsweihe, der Altar- und der Glockenweihe; das Katechumenenöl ist für die Taufbewerber (Katechumenen) bestimmt und unter Verwendung des Krankenöls spendet der Priester das Sakrament der Krankensalbung.
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