Nachrichten
Karsamstag: Stille
15.04.2017
10:00
Am Karsamstag herrscht – zumindest in liturgischer Hinsicht – Stille. Neben dem Karfreitag der einzige Tag, an dem keine Heilige Messe gefeiert wird. Es ist der Tag der Grabesruhe: Jesus ist wirklich gestorben, „hinab gestiegen ist in das Reich das Todes“, wie wir im Credo bekennen. Kein noch so gottferner Winkel dieser Schöpfung bleibt unberührt von dieser alles umfassenden Liebe Gottes. – Das Schweigen dieses Tages lässt Raum, die Dramatik der vergangenen Ereignisse nachklingen zu lassen, der Trauer Raum zu geben, das Geheimnis unserer Erlösung zu bestaunen. Mit Fasten und Gebet erwarten wir in dieser Zeit die Auferstehung Christi. In manchen Pfarreien besteht die Möglichkeit zur gemeinsamen Tagzeitenliturgie: einer sog. Trauermette am Karsamstag (vgl. GL 310). Vielerorts gibt es "Heilige Gräber", die nur am Karfreitag und Karsamstag zu sehen sind. Die Gläubigen sind eingeladen, dort zu beten (vgl. Gotteslob Nr. 310).
14.04.2017
19:21
Augsburg (pba). Bei der heutigen Karfreitagsliturgie im Augsburger Dom hat Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger alle Christen dazu ermutigt, sich von niemandem darin übertreffen zu lassen, groß vom Menschen zu denken. Denn es sei christliche Überzeugung, dass die menschliche Würde in Gott ihren Ursprung habe. „Und wer Gott vergisst, der vergisst in Kürze auch den Menschen und seine Würde“, warnte Weihbischof Losinger. Konkret verwies er auf die große Not der Christen und den menschenverachtenden Terror im Nahen Osten, in Syrien und im Irak sowie in Ägypten.
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14.04.2017
10:00
Der Karfreitag steht ganz im Zeichen des Kreuzes. Er ist daher strenger Fast- und Abstinenztag für die Gläubigen, – ein Ausrufezeichen in unserem Speiseplan. Wozu? Unsere Versöhnung mit Gott geschieht durch die rückhaltlose Selbsthingabe Jesu Christi: So sagte er beim Letzten Abendmahl: „Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ (1 Kor 11,24). Für diese Realität, die unsere Wirklichkeit übersteigt und für jeden auch die Überwindung der Grenze des Todes bedeutet, sollen wir durch bewussten Verzicht und Konzentration auf das Geschehen sensibilisiert werden. Von daher versteht es sich von selbst, dass der Verzehr von Edelfischen und anderen kulinarischen Leckerbissen wie er an Aschermittwoch und Karfreitag zunehmend üblich wird, für Christen mit dem Fastengebot nicht in Einklang zu bringen ist, auch wenn diese an sich nicht unter das Abstinenzgebot fallen.
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14.04.2017
Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat am heutigen Gründonnerstag im Hohen Dom zu Augsburg zusammen mit den Weihbischöfen und Domkapitularen die Messe vom Letzten Abendmahl gefeiert. „Heute nun, liebe Schwestern und Brüder, beginnen wir die Feier der österlichen drei Tage vom Leiden, Sterben und Auferstehen des Herrn, den Höhepunkt des Kirchenjahres“, so Bischof Konrad in der Predigt. In Erinnerung an das demütige Zeichen Jesu, als er seinen Jüngern im Abendmahlssaal die Füße gewaschen hatte, wusch auch Bischof Konrad zwölf Frauen und Männern die Füße.
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13.04.2017
10:00
Die Bezeichnung "Gründonnerstag" mag beim Blick auf die Feier des Letzten Abendmahls Jesu mit den zwölf, in engster Nachfolge stehenden Jüngern zunächst verwundern: „Grün“ leitet sich allerdings vom mittelhochdeutschen grinen / greinen (klagen) ab. Damit wird schon auf die Todesangst Jesu am Ölberg und das bevorstehende Leiden, das in der Feier am Karfreitag im Mittelpunkt steht, hingewiesen. Warum? In der Messe vom Letzten Abendmahl werden gleichsam Tod und Auferstehung Jesu Christi vorweggenommen: Jesus deutet seinen bevorstehenden Tod als Selbsthingabe für die Versöhnung der ganzen Menschheit mit Gott: "Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt“ (1 Kor 11,23-26)
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12.04.2017
21:00
Warum feiert die Kirche das Osterfest am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond, mögen sich viele schon gefragt haben. Sowohl eine historische wie eine theologische Antwort gibt es darauf. Nach dem Zeugnis der Evangelien fand die Hinrichtung Jesu im zeitlichen Umfeld eines jüdischen Passahfestes statt (vgl. Joh 19,14), dessen Termin durch den ersten Frühlingsvollmond bestimmt wird. Doch die Bezüge reichen tiefer. Die Schlachtung des Passahlamms erinnert das Volk Israel an Gottes Heilshandeln: Das Blut der geschlachteten Lämmer als Erkennungszeichen an ihren Türpfosten bewahrte die Israeliten vor dem Schicksal der Ägypter (Ex 12,7.13) und bedeutete schließlich die Möglichkeit zur Heimkehr nach Palästina. – In weit größerem Ausmaß ereignet sich jedoch nach unserem Glauben durch den Kreuzestod des Mensch gewordenen Sohnes Gottes die Errettung der gesamten Menschheit: Er wird "wie ein Lamm, das man zum Schlachten führt“ (Jes 53,7) und "als Paschalamm geopfert“, so dass wir "losgekauft (sind) ... mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel" (1 Petr 1,19), "denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden" (1 Kor 5,7).
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12.04.2017
16:42
Augsburg (pba). Bischof Dr. Konrad Zdarsa hat heute im Augsburger Dom die heiligen Öle für alle Pfarreiengemeinschaften und Pfarreien der Diözese geweiht. Gemeinsam mit rund 250 Diakonen und Priestern aus allen Dekanaten sowie Alt-Bischof Viktor Josef Dammertz, den Weihbischöfen, den Mitgliedern des Domkapitels und mehreren hundert Gläubigen – darunter zahlreiche Firmbewerber – feierte Bischof Konrad die Chrisam-Messe. In diesem Gottesdienst kam ganz besonders die Verbundenheit zwischen dem Bischof und seinen Priestern zum Ausdruck. Alle Priester haben ihre Bereitschaft zum priesterlichen Dienst als Mitarbeiter des Bischofs erneuert. In seinen Einleitungsworten ermutigte er alle Getauften und Gefirmten, ihrer Sendung und ihrem Auftrag als Christen im Alltag treu zu bleiben. Dies sei eine dauernde Herausforderung, so der Bischof.
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11.04.2017
21:00
Weltweit finden in den Kathedralkirchen am Vormittag des Gründonnerstags – oder wie in Augsburg morgen früh, 12. April, um 10 Uhr – während der sogenannten Chrisam-Messe die Weihe der heiligen Öle statt. Bei dieser Messe im Hohen Dom weiht Bischof Dr. Konrad Zdarsa für das Bistum Augsburg Chrisam, Katechumenenöl und Krankenöl. Diese Salböle werden das ganze Jahr über im Bistum Verwendung finden: Chrisam bei Taufe, Firmung, Priesterweihe, aber auch – sofern es erforderlich ist – bei der Bischofsweihe, der Altar- und der Glockenweihe; das Katechumenenöl ist für die Taufbewerber (Katechumenen) bestimmt und unter Verwendung des Krankenöls spendet der Priester das Sakrament der Krankensalbung.
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11.04.2017
13:34
Augsburg (pba). Wie in den Vorjahren wird auch heuer wieder in Augsburg der Sonntag der Göttlichen Barmherzigkeit gefeiert. Die Gläubigen sind hierzu am 23. April in die Basilika St. Ulrich und Afra eingeladen. Beginnen wird der Gebetsnachmittag, der immer auf den Sonntag nach Ostern fällt, um 13.30 Uhr mit dem Rosenkranz. Danach hält Diözesanjugendpfarrer Dr. Florian Markter eine Katechese, bevor um 15.00 Uhr die Stunde der Göttlichen Barmherzigkeit begangen wird. Bischof Dr. Konrad Zdarsa wird den Tag um 16 Uhr mit einem Pontifikalgottesdienst abschließen. Während des Nachmittags wird die Möglichkeit zum Empfang des Sakraments der Versöhnung bestehen. Für Kinder wird es ein spezielles Angebot geben.
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Bußsakrament
Beichtmobil des Hilfswerks "Kirche in Not" kommt morgen nach Augsburg
11.04.2017
12:57
Das Beichtmobil des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ macht in der Karwoche Station in Augsburg. Morgen, 12. April, ist der fahrende Beichtstuhl von 11 bis 19 Uhr in der Fußgängerzone auf dem Königsplatz (Bahnhofstraße 2) aufgestellt. Der geistliche Assistent von „Kirche in Not“, Pater Hermann-Josef Hubka CRVC, steht dort allen Passanten unabhängig von Glaube und Weltanschauung für Gespräche und seelsorglichen Rat zur Verfügung. Katholische Christen können bei ihm außerdem das Sakrament der Versöhnung (Beichte) empfangen. Mehr über das Beichtmobil und die Mission des Hilfswerks erfahren Sie auf den Seiten von "Kirche in Not".