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Diözesanwallfahrt

Auf den Spuren einer Seligen

22.09.2026 08:52

An zentrale Orte des Lebens der seligen Maria Theresia Ledóchowska (1863-1922) führte es in dieser Woche eine 24-köpfige Reisegruppe zur Diözesanwallfahrt nach Krakau und Salzburg. Die sechstägige Reise, die von Bischof Dr. Bertram Meier begleitet wurde, verknüpfte geistliche Besinnung, geschichtliche Entdeckungen und kulturelle Erlebnisse an Orten, die eng mit dem Wirken dieser Kämpferin für die Menschenrechte eng verbunden sind.

Diözesanwallfahrt nach Krakau und Salzburg: Einführung in das Leben der seligen Maria Theresia Ledóchowska. (Fotos: Andreas Martin)

Nach der Ankunft in Krakau an diesem Montag bestand die Gelegenheit, das Sanktuarium der Göttlichen Barmherzigkeit, den Turm mit seiner Aussichtsplattform oder das nahegelegene Zentrum Johannes Paul II. zu besuchen. Auch einen kurzen Abstecher in die Innenstadt ließen sich die Pilger nicht entgehen. Zum Abschluss des ersten Tages führten die beiden Missionsschwestern vom hl. Petrus Claver, Sr. Elisabeth aus Augsburg und Sr. Ursula, Oberin des Missionshauses Maria Sorg in Bergheim bei Salzburg, in das Leben und Wirken der seligen Maria Theresia Ledóchowska ein.

Am zweiten Tag der Reise ging es am Dienstag für die Gruppe nach Lipnica Murowana, einem malerischen Ort, der eng mit der Geschichte und dem Leben der Seligen verbunden ist. Geführt von Sr. Elisabeth begaben sich die Pilgerinnen und Pilger auf Spurensuche. Der Besuch begann am Herrenhaus der Familie Ledóchowski, zum Anwesen gehört auch eine Lourdesgrotte, die für die Familie ein bedeutender Ort des Gebets und der Marienverehrung war. Geistlicher Höhepunkt des Tages war die gemeinsame Feier der Heiligen Messe mit Bischof Bertram in der Kirche St. Simon. Anschließend besuchte die Gruppe die St.-Leonhard-Kapelle. Das aus dem 15. Jahrhundert stammende Gotteshaus gehört seit 2003 zum UNESCO-Welterbe. Vor dem Altarraum befindet sich das Grab der Eltern der Seligen.

Weiter führte der Weg zur Kirche St. Andreas. Bei der Besichtigung des Gotteshauses wurde deutlich, wie lebendig die religiöse Tradition des Ortes bis heute ist. Gemeinsam betete die Gruppe dort den Engel des Herrn (Angelus) und setzte damit einen weiteren geistlichen Akzent des Tages. Den Abschluss bildete die Außenbesichtigung des imposanten Wasserschlosses Wiśnicz. Das historische Bauwerk war eines der Lieblingsmotive der Seligen in der Malerei und stellte damit einen weiteren persönlichen Bezug zu ihrem Leben und ihrer Verbundenheit mit der Region her.

Am Mittwoch folgten nach der Feier der Heiligen Messe in der Marienkirche am Hochaltar von Veit Stoß ein Spaziergang durch das historische Zentrum, etwa zu bedeutenden Kirchen und Orten des Glaubens: St. Barbara, die Dominikaner- und Franziskanerkirche, das Bischofshaus mit dem „Papstfenster“ Johannes Pauls II. sowie die Jesuitenkirche, ein Gedenkort für die selige Maria Theresia.

In Salzburg wurde die Pilgergruppe durch die Stadtarchivarin an zentrale Orte der seligen Maria Theresia durch die Altstadt geführt und feierte anschließend gemeinsam mit dem Bischof die Heilige Messe in der Borromäuskapelle des Salzburger Doms. Nach einem Tagesausflug nach Gmunden am Traunsee endete die Wallfahrt in Maria Sorg bei Lengfelden, wo die Gemeinschaft der Missionsschwestern das Vermächtnis der Seligen bewahrt. 

Auf den Spuren der seligen Maria Theresia Ledóchowska

Zu Lebzeiten bekam sie den Beinamen „Mutter der Afrikaner“, obwohl sie nie den Fuß auf unseren Nachbarkontinent gesetzt hat: Gräfin Maria Theresia Ledóchowska kehrte mit 28 Jahren der glänzenden Welt des Hofes den Rücken, stellte sich ganz in den Dienst der Sklavenbefreiung und gründete 1894 die „St.-Petrus-Claver-Sodalität“, die drei Jahre später die Anerkennung als Ordensgemeinschaft erhielt. Im selben Jahr errichtete sie als Zentrale das Missionshaus Maria Sorg bei Salzburg. Sie starb 1922 in Rom und wurde 1975 von Papst Paul VI. als Missionarin seliggesprochen.

Hauskirche und Grabstätte der hl. Faustyna.
Sanktuarium der Göttlichen Barmherzigkeit.
Wawel Kathedrale in der Krakauer Innenstadt.